Beschreibung

Barrierefreiheit ist mehr als Kontraste und Screenreader – sie ist ein echter Gamechanger für Nutzerfreundlichkeit, Reichweite und Workflow. In dieser Folge zeigt Jan, wie Solo-Unternehmer:innen Barrierefreiheit nicht als Extra-Projekt, sondern als festen Bestandteil ihrer Content-Erstellung denken können. Mit praktischen Beispielen, effizienten Tools und einem klaren Blick auf häufige Fehler erfährst du, wie du mit kleinen Hebeln große Wirkung erzielst – ganz ohne Relaunch.

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Unternehmer Podcast für Internet Marketing
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Folge 055 - Barrierefreiheit im Content-Workflow
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Gast: Jan Gemeinhardt

Barrierefreiheit im Workflow verankern – nachhaltig weniger Aufwand, messbar mehr Wirkung

InVEST

  • Alt-Texte als Bulk-Upload mit KI
  • Globale Stile zur Formatierung
  • Emotionale Fomurmulierungen
  • Thesengeleitete Überschriften
  • Farbschema für Hell- & Dunkelmodus
  • Mehr Sichtbarkeit in der Bildersuche
  • Weniger Nacharbeit, schnellere Updates
  • Höhere Leserbindung/ Verweildauer
  • Mehr wiederkehrende Besucher
  • Höhere Überzeugungskraft der Inhalte
  • Return

    Intro


    Unternehmer Podcast für Internet Marketing Folge 55 Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Unternehmer Podcasts.


    Erfolgsrezepte für Internet Marketing.


    Ich bin Jan von Webgefährte.


    Barrierefreiheit auf der Webseite klingt für viele von uns nach einem einmaligen, lästigen Projekt, das man irgendwann erledigen muss.


    Doch dabei steckt hinter Barrierefreiheit viel mehr.


    Sie macht unsere Inhalte für mehr Menschen zugänglich, verbessert SEO und kann sogar unseren Workflow effizienter machen.


    In dieser Folge schauen wir uns deshalb an, wie Barrierefreiheit nicht nur ein Häkchen auf der To-Do-Liste bleibt, sondern fester Bestandteil unseres Content-Erstellungs-Workflows wird.


    Mein Gast und ich sprechen darüber, welche Stellschrauben du schon heute justieren kannst, mit weniger Aufwand mehr zu erreichen.


    Von smarter Alt-Text-Erstellung bis hin zu Content-Frameworks, die sogar die Conversion erhöhen können.


    Also bleibt dran, auch diesmal wartet ein Erfolgsrezept darauf, von uns entdeckt zu werden.


    Mein heutiger Gast ist euch vielleicht schon aus Folge 36 bekannt.


    Damals haben wir über Webdesign mit WordPress vs. Webflow gesprochen.


    Heute wollen wir es einen Schritt weiter wagen.


    Wir sehen uns an, warum Barrierefreiheit mehr ist als nur ein technischer Standard und wie sie nützliche Impulse für Reichweite und Nutzererlebnis liefern kann.


    Er verbindet unternehmerisches Denken mit einem feinen Gespür für Nutzerbedürfnisse.


    Er ist Webentwickler, Berater und im eigentlichen Sinne auch leidenschaftlicher Workflow-Optimierer, immer mit dem Fokus auf Webseiten, die Menschen wirklich erreichen.


    Herzlich willkommen zurück im Podcast, lieber Jan Gemeinhardt.

    Vorstellung von Jan


    Ja, sehr gerne.


    Freut mich, wieder hier zu sein.


    Schön, dass du da bist und du dir auch die Zeit nimmst.


    Ja, sehr gerne.


    Freut mich.


    Sehr gerne, Jan.


    Jederzeit.


    Wir haben ja in der vergangenen Folge schon ein bisschen was von dir gehört.


    Und für diejenigen, die das lange Intro möchten, den werde ich auch in der Folgenseite nochmal den Link zu Folge 36 weitergeben.


    Hast du ein, zwei Sätze über dich, die du gern noch loswerden möchtest?


    Ja, sehr gerne.


    Also, ich kann mich ja mal kurz vorstellen.


    Also nochmal, mein Name ist eben Jan.


    Ich bin tatsächlich Webdesigner mit Fokus jetzt auf Barrierefreiheit.


    Komme eben aus dem Studium, also bin gelernter Mediendesigner quasi mit Bachelorabschluss und habe da auch schon quasi mit Websites angefangen, ja, Codemäßig zu starten.


    Also, mein Weg hast du quasi mit Code begonnen, also wirklich klassisch ohne Pagebuilder noch.


    Und dann gab es für mich so eine Reise von der Fotografie hin zu verschiedensten Reisen, Kulturprojekten, jetzt auch eben mit KI viel, was mich beschäftigt und WebXR war so ein Thema.


    Und mittlerweile ist mein Fokus eben ganz klar auf zugänglichen Websites.


    Nachdem jetzt das Thema auch immer relevanter wurde, erstelle ich aktuell eben viele barrierefreie Websites, auch viele geförderte Websites von der Aktion Mensch und helfe eben Menschen dabei, ja, das Web zugänglicher und für alle nutzbarer zu machen.


    Sehr cool.


    Du hast mir mal erzählt, ich glaube, es war in einem unserer Vorgespräche, dass du auch Optimierung für Vereine machst.


    War das auch so ein bisschen der Trigger, weil du irgendwie, ich überlege mal einfach ein Szenario, ja, weil du selber in einem Sportverein bist und hast gesehen, dass dort dieses Problem oder diesen Problem sich noch keiner angenommen hat und jetzt mit der rechtlichen Vorgabe auch so ein bisschen eine Notwendigkeit entstanden ist?


    Oder was war so der Moment, wo du das erste Mal mit dem Thema Barrierefreiheit in Kontakt gekommen bist?


    Also da kann ich jetzt weit ausholen.


    Tatsächlich ist Barrierefreiheit mir das erste Mal im Studium begegnet.


    Da ist es ein Thema gewesen von einer Studienkollegin, die tatsächlich mal über Barrierefreiheit einen Bachelorabschluss oder ihre Bachelorarbeit quasi über das Thema gehalten hat.


    Ja, damals habe ich das auch schon beschäftigt, aber ich war noch nicht so tief drin.


    So wirklich aufgekommen ist es dann innerhalb der letzten beiden Jahre, wo ich dann mich auch tiefer mit dem Thema beschäftigt habe und auch selber meine Website verbessert habe, versucht habe, die Seite weiter zu optimieren.


    Und habe dann auch gemerkt, okay, das reicht anscheinend nicht, denn Schlüsselmoment für mich war, dass ich das erste Mal dann meine Seite auch mit der Tab-Taste getestet habe.


    Das macht man ja, wenn man quasi die Webseite nur mit der Tastatur bedienen möchte, geht man mit der Tab-Taste eben durch.


    Und da ist mir aufgefallen, dass es eigentlich so ist, dass zwar das automatisch die Tool anzeigt, dass die Seite barrierefrei ist, aber er anscheinend doch noch nicht ist.


    Ich finde den Hinweis mit der Tab-Taste total spannend.


    Das heißt, ich springe mit der Tab-Taste auf die jeweiligen Schaltflächen und bestätige die Eingabe dann halt mit der Leertaste oder Space-Taste sozusagen.


    Darf ich mir das in dem, was du dann für deine eigene Webseite getestet hast, genauso vorstellen?


    Also die Navigation mit der Tab-Taste funktioniert so, dass man quasi damit auch den Screenreader-Programm ein Stück weit simuliert auch.


    Manche Nutzer können halt keine Maus nutzen, wie du ja schon sagst.


    Vielleicht gibt es auch situativ eben Einschränkungen oder man sagt, man bevorzugt gerade einfach die Tastatur.


    Und genau, mit der Tab-Taste kann man eben durch die Website springen und navigieren und normalerweise springt dann auch die Tab-Taste von Link zu Link.


    Und das ist eben eine Art und Weise, wie eben Screenreader auch durch die Webseite durchnavigieren und wie man sich Inhalte dann quasi auch vorlesen kann.


    Ja, sehr cool.

    Barrierefreiheit als Chance


    Ich glaube, damit können wir uns auf jeden Fall was darunter vorstellen.


    Und ja, natürlich, ich glaube, es gibt so diejenigen, die sagen, ich habe den Anspruch, das System zu befriedigen.


    Also ich möchte, dass ein Test-Tool auf meiner Webseite mir einfach eine grüne Ampel gibt.


    Oder ich gehe noch einen Schritt weiter, wie jetzt in deinem Fall, und sage, ich möchte tatsächlich nicht nur eine grüne Ampel in einem Tool haben, sondern ich möchte die Barrierefreiheit tatsächlich auch so umgesetzt haben, dass dann auch, wie soll ich sagen, derjenige, der mit einer Eingabehilfe zum Beispiel oder mit einer Lesehilfe unterwegs ist, dass der die Seite auch konsumieren kann.


    Finde ich eine ganz tolle Einstellung.


    Wann war denn für dich der erste Moment, wo du gemerkt hast, Barrierefreiheit auf deiner Webseite ist eigentlich mehr als nur Nutzerfreundlichkeit und hat vielleicht auch in dem Fall auch ein bisschen mehr mit der jetzt gerade auch beschlossenen Gesetz zu tun, was uns jetzt seit dem 30.6., ist das der richtige Termin?


    Fast, mit dem 28.


    Ah, okay.


    Also mit dem 28.6., mit dem die Vorgaben Richtung Barrierefreiheit für Webseiten auch in Kraft getreten sind hier in Deutschland.


    Wo hast du gemerkt, dass das eigentlich auch mehr sein kann, als nur einen Paragrafen zu befriedigen?


    Neulich merke ich es eigentlich gerade wieder, weil ich mache gerade wieder so einen Grundlagenkurs zur Barrierefreiheit.


    Für mich ist ja Barrierefreiheit eigentlich so ein stetiger Lernprozess.


    Man lernt immer wieder was Neues dazu und oft gibt es auch wieder neue Erkenntnisse, weil man vielleicht neue Studien oder neue Ergebnisse hat von Teilnehmenden.


    Ich habe da schon gemerkt, dass es eigentlich immer in den Kursen so ist, dass der Mensch am Anfang im Mittelpunkt steht.


    Also dass es nicht gleich darum geht, hey, befolgt mal das oder die technische Vorgabe oder ladet mal die Checkliste runter oder der und der Paragraf ist sehr wichtig, sondern es werden immer erst auch Menschen gezeigt, die einfach mal erzählen, wie sie denn eine Website zum Beispiel bedienen, was sind ihre Bedürfnisse.


    Und das, finde ich, ist auch der richtige Ansatz, dass man am Ende des Tages immer den Nutzer im Vordergrund stellt.


    Und da eben auch dieses Thema Barrierefreiheit mal ein bisschen ausdehnt und sagt, ja, es geht nicht nur um Menschen, die klassisch behindert sind vielleicht, sondern auch altersbedingte Einschränkungen, die es da gibt, also Menschen, die vielleicht durch Alterssehschwäche einfach nicht gut sehen können oder auch in Situationen, in denen man einfach Einschränkungen hat als normaler Nutzer, wie jetzt im Sonnenlicht, wenn man aufs Display guckt, man hat zu wenig Kontrast auf der Website, dann kann man da auch von Barrieren reden.


    Das finde ich eigentlich ganz cool, wenn man das mal ein bisschen ausweitet und auch als Normalverbraucher quasi mal sieht.


    Das finde ich eine ganz, ganz nützliche Perspektive.


    Lassen Sie es da vielleicht noch kurz bleiben.


    Also Sonnenlicht finde ich super, natürlich Alter.


    Das verbindet man wahrscheinlich aber noch am ehesten auch mit dem, dass man sagt, okay, ich brauche vielleicht einfach die Schrift größer.


    Aber was mir da neulich wieder begegnet ist, ist, ja, was ist eigentlich, wenn wir auch nicht nur den Text, so wie er auf der Seite steht, kleiner und größer machen, sondern wenn wir auch im Sinne von Barrierefreiheit Richtung inhaltliche Formulierung denken und sagen, mein eigentliches Ziel als Unternehmer ist ja, dass ich Inhalte anbiete, egal ob in meinem Ratgeber oder auch auf meiner Produktseite, die für den Leser verständlich ist.


    Und was jetzt aus meiner Sicht auch zu Verständlichkeit dazu gehört, ist auf der einen Seite natürlich eine Formulierung im Sinne von Lesbarkeit, keine Schachtelsätze zu verwenden.


    Auf der anderen Seite aber vielleicht auch, und das wäre jetzt meine Frage an dich, denke ich da zu weit, wenn ich sage, auch eine emotionale Ebene zu erreichen.


    Also nicht nur kurze, verständliche Sätze zu haben, sondern auch eine Wortwahl mit Adjektiven zu wählen, wo sich mein Gegenüber oder der Leser auch wiederfindet, in seiner Gefühlswelt sozusagen.


    Würdest du das auch im weiteren Sinne in das Thema Barrierefreiheit als Randthema ergänzen?


    Damit vielleicht auch so was wie, wie ist die Wirkung meines Textes?


    Also ist der nicht nur verständlich, sondern bringt der denjenigen auch dazu, den Inhalt auch bis zum Ende zu lesen und damit meine Botschaft auch vollständig zu verstehen?


    Ja, absolut.


    Also man kann ja das Thema Barrierefreiheit krass ausweiten, indem man sagt, es gibt immer wieder Barrieren, die natürlich auch inhaltlich auftreten können.


    Und vielleicht denke ich mal im ersten Sinne durch das Thema, was jetzt aktuell viel auf LinkedIn propagiert wird, dass es halt erstmal auch um Kontraste geht oder um Screenreader-Programme.


    Aber es geht natürlich im Grundsätzlichen im Kern erstmal um Nutzer und natürlich die Lesbarkeit von Inhalten, auch Ständnisbarrieren, die man natürlich auch aus dem Weg schaffen möchte.


    Und da kann es natürlich auch für Solo-Unternehmer, für Einzelunternehmer sehr ein Thema sein, wenn man sich überlegt, dass es halt erklärungsbedürftige Angebote gibt, die man aufbrechen möchte, die komplex sind und die man seiner Zielgruppe verständlicher nahebringen möchte.


    Und als Unternehmer sind wir natürlich auch immer ganz, wie soll ich sagen, daran interessiert, Dinge auch aus einer Wirtschaftlichkeitsbrille zu betrachten.


    Und wenn ich jetzt einfach nur hergehe und sage, okay, ich betrachte Barrierefreiheit so wie es im Paragrafen steht, dann ist es meines Erachtens vielleicht auch ein Stück weit wirklich nur eine Ausgabe.


    Also eine zusätzliche Ausgabe im Sinne von Zeit, zusätzlichen Zeitaufwand oder auch, wenn ich jemanden wie dich engagiere und sage, kannst du das bitte übernehmen, ich habe die Bandbreite nicht dafür, dann ist es erstmal eine Ausgabe.


    Aber wenn ich als Unternehmer auch genau die anderen Facetten verstehe und sage, okay, kann ich das als die Chance sehen, dass ich sage, die ist jetzt mobil, ist mein Beitrag so optimiert, dass er auch draußen bei Sonnenlicht so konsumierbar ist, dass ich den natürlich gut lesen kann, aber auch die Verständlichkeit, das heißt, ich habe kurze Inhalte, dass sich diese kurzen Inhalte auch in meinem Konsumverhalten, weil ich unterwegs bin, in der Bahn oder kurz an der Kasse stehen muss, trotzdem die Kernbotschaft von meiner Webseite mitzunehmen und da auch dieses Gefühl habe, ja, der Schreiber auf der anderen Seite, der versteht mich mit meinem Problem, um wieder auf der emotionalen Ebene zu sein, dann könnte das meines Erachtens auch ein Gesamtpaket sein und vielleicht können wir diese Hypothese heute einfach mal aufstellen und alle, die sich diese Folge anhören, gern auch ihre Meinung dazu mit einwerfen, dass das am Ende tatsächlich auch dazu führt, dass ein Thema Barrierefreiheit, wenn es in den Erstellungsworkflow für neue Beiträge oder Überarbeitung, regelmäßige Überarbeitung meiner bestehenden Beiträge einfließt, auch tatsächlich wirtschaftlich werden kann, weil einfach ich mit weniger Traffic, den ich heute vielleicht auch durch KI-Suchmaschinen bekomme, den wieder auffangen kann durch Inhalte, die punktgenau auf Gefühlswelt und auch auf das Informationsbetürfnis meines Lesers zugeschnitten sind.


    Ja, man muss ja überlegen, also wenn man seine Inhalte verständlicher macht, würde man ja quasi auch mehr Menschen erreichen können.


    Also je mehr potenzielle Kunden könnte man ja dann auch gewinnen, das muss man ja auch sehen und das ist schon was, was gut ankommt, ist ja auch, dass man, wenn man sich damit beschäftigt und sagt, hey, meine Seite ist barrierefrei oder ich schätze die Menschen, die eben die Inhalte verstehen sollen, dann ist das ja auch nicht unerheblich für die Reputation.


    Ich glaube mal, das ist ja auch ein wichtiger Punkt.


    Wie ist das Thema Ladezeit?


    Jetzt vielleicht mal, ich versuche mal hier den Bogen zu spannen zu einer anderen Podcast-Folge mit dem Thorsten.


    Schöne Grüße gehen raus.


    Er sich dafür stark macht, dass Webseiten halt möglichst einen möglichst geringen CO2-Abdruck haben und sagen, okay, das heißt nicht nur am Mobiltelefon schnell laden, sondern auf der anderen Seite auch möglichst wenig Energie konsumieren und damit vielleicht sogar auch sagen, jetzt spinne ich mal, muss ich eine Webseite eigentlich perspektivisch immer mit einem dunklen Hintergrund erstellen, mit einer weißen Schrift, um einen sehr hohen Kontrast zu haben.


    Also viele von uns kennen ja den Dunkelmodus auf dem Mobiltelefon.


    Wenn es abends wird, dann schaltet das Mobiltelefon den vielleicht sogar ein.


    Aber immer, wenn man von einer nativen Anwendung innerhalb seines Mobiltelefons auf eine Webseite wechselt, ist plötzlich der Dunkelmodus nicht mehr da, weil eine Webseite natürlich diese Form von, sagen wir mal, Technologie oder Technik nicht unterstützt.


    Wie ist deine Sichtweise da?


    Also im Sinne von, klar, mit einer sehr leichten, also schnell ladenden Webseite habe ich irgendwie auch ein gutes Nutzererlebnis, weil ich nicht lange warten muss, bis die Seite geladen ist.


    Aber von der anderen Seite auch nochmal, vielleicht dieses Thema Energiebedarf und ökonomischen Betrieb einer Webseite.


    Wie ist da deine Einschätzung?


    Passt das auch gedanklich dort in diesem Bereich Barrierefreiheit oder was denkst du darüber?


    Also ich glaube, die Ladezeit hat schon auch was damit zu tun, wie barrierefrei eine Seite ist.


    Ich glaube, im weitesten Sinne sind ja auch Inhalte, die schnell laden, am Ende des Tages auch barrierefreier, weil man schneller an die Inhalte kommt und man nicht ewig warten muss, bis die Seite ist.


    Also ich glaube schon, dass man die Brücke schlagen kann.


    Was ich halt auch oft höre oder was ich auch so generell gehört habe, ist, dass Suchmaschinen ja auch barrierefreie Inhalte bevorzugen oder beziehungsweise einfach besser gefunden werden.


    Von dem her, glaube ich mal, hat es auf jeden Fall durchaus positive Aspekte.


    Ich glaube, dann haben wir eine ganze Reihe von Aspekten, die man vielleicht sonst eher unter dem Aspekt Conversion-Optimierung oder Ladezeit-Optimierung betrachtet, hier durchaus auch mal in Bezug gesetzt zu dem Thema Barrierefreiheit.


    Und ich glaube, wenn man das so ein bisschen auf dem Schirm hat, kann man da tatsächlich, wie sagt man so, mit einer Fliegenklappe mehrere Fliegen erschlagen, wenn man das möchte.


    Aber tatsächlich den Blick auch mal ein bisschen zu weiten.


    Und eine Sache vielleicht auch noch, das ganze Thema SEO ist natürlich oder Suchmaschinen-Optimierung ist natürlich hier auch meines Erachtens nicht nur ein Randthema, sondern wenn ich überlege, ich optimiere textuell die Inhalte auf Suchbegriffe, um damit auch für Suchanfragen bei Google gefunden zu werden, dann bin ich natürlich auch ganz schnell in dem Thema drin, ok, welcher Suchfilter bietet Google beispielsweise an und dann habe ich den Suchfilter für Bilder oder für Videos beispielsweise in den Suchergebnissen und da dann zu sagen, ja, ich habe nicht nur schicke Bilder auf der Webseite, sondern ich habe die Bilder oder auch die Videos so beschriftet, dass auch sie bei der Indexierung in die richtige Bildschublade oder Videoschublade dort abgelegt werden können und damit auch indirekt natürlich meine Reichweite verbessert.


    Weil selbst wenn ich jetzt, klassisches Beispiel ist, ich schaffe es nicht mit meiner Webseite kurzfristig unter die ersten zehn Suchergebnisse, weil die Amazons der Welt oder große Verlage, die diesen Suchbegriff beispielsweise belegt haben, aber wenn ich dort einen Schritt weiterdenke und sage, vielleicht schaffe ich es aber über die Bildersuche temporär auch auf die erste Ergebnisseite, dann habe ich natürlich an Sichtbarkeit auch gewonnen, ja, und hier vielleicht nochmal deine Meinung dazu, stehen aus deiner Sicht Barrierefreiheit und SEO in einem engen Verhältnis?


    Absolut, also das beste Beispiel sind ja Alternativtexte für Bilder, also Barrierefreiheit bedeutet auch, dass man die Inhalte zugänglich macht für sehbehinderte Menschen und da gehört eben auch dazu, dass man auf der Webseite direkt die Bilder, die jetzt eben diese Menschen nicht sehen könnten, eben als Text beschreibt, denn das Screenreader-Programm geht ja über die Website drüber und liest dann quasi auch das Bild vor und genau, das geht auch durchaus mit SEO Best Practices einher, also komplementiert sich, würde ich sagen, ja.


    Okay, dann gehen wir vielleicht an der Stelle um diese verschiedenen Möglichkeiten oder Aspekte, die wir jetzt rausgearbeitet haben, vielleicht nehmen wir uns einfach mal so einen Content-Erstellungsprozess gedanklich her und überlegen mal, wie läuft der vielleicht heute ab, ja, also ich erstelle irgendwie meinen Textinhalt und hab auf der anderen Seite dann die Aufgabe, naja, ein schönes Beitragsbild bräuchte ich noch oder ich hab vielleicht wirklich eine Fotostrecke, weil ich gerade ein Projekt beschreibe oder eine Situation, was bei mir jetzt beispielsweise häufiger der Fall ist, dass einfach Kunden auf mich zukommen und sagen, hey Jan, wie kann ich denn dieses oder jenes Problem lösen?


    Und dann suche ich mir halt für diese Fragestellung auch dann entsprechendes Bildmaterial oder schneide vielleicht auch ein Video zusammen, um die Problemlösung möglichst greifbar dort auf der, im Hilfe-Chat bei mir beispielsweise auch zur Verfügung zu stellen.


    Und wenn wir dann im zweiten Schritt sagen, okay, jetzt hab ich Text, ich hab Bild, danach schaue ich dann nochmal drüber, was sagt mir beispielsweise mein Tool bezüglich Lesbarkeit, ja, ist da das Lämpchen alles auf grün und habe ich die Suchwortoptimierung entsprechend sauber gemacht?


    Das ist ja so ein bisschen der Prozess, den wir heute oder ganz offen, den auch ich bisher immer gelebt habe.


    Und wenn wir jetzt diese neuen Aspekte, die wir gerade hier mit zusammengetragen haben, wenn wir die mal mit einfließen lassen, wie könnte denn da so ein idealer Prozess zukünftig aussehen?


    Also was würdest du jetzt beispielsweise anders machen?


    Du bist ja auch Blogger, ja, und hast auch deine Themen, die du auf der Webseite publizierst.


    Wie würdest denn du von deiner Seite da jetzt rangehen und sagen, okay, ich versuche da auch Richtung Barrierefreiheit entweder reich im Workflow oder vielleicht sogar sequentiell nachgelagert für Überarbeitungen so was mit einfließen zu lassen?


    Grundsätzlich ist, glaube ich, der Schlüssel, dass man die Barrierefreiheit schon mit integriert in Workflow und nicht irgendwie als Cure-Seed, was man als Extraarbeit noch im Nachhinein machen sollte oder muss, wenn es gesetzlich dann vorgeschrieben ist für gewisse Unternehmen, sondern das Ganze auch effizient mit einbinden zu lassen, effektiv quasi gleich barrierefrei zu gestalten oder auch den Content barrierefrei anzulegen.


    Und für mich ist es so, ich glaube, beim Schreiben schon ist es sehr hilfreich, wenn man anfangs schon eine grobe Idee hat, welche Bilder oder welche Grafiken man einfügen könnte, was dann auch Zeit spart im Nachhinein eben, wenn man die Alttexte dann anlegt, dass dann auch nichts vergessen wird.


    Es gibt da natürlich auch Tools, die diesen Alttext auch generieren können, also KI-Tools beispielsweise.


    Natürlich muss man das auch nochmal selber checken, aber das ist zum Beispiel eine Hilfe, die man nutzen könnte.


    Ich glaube, generell ist es wichtig, dass man beim Content darauf achtet, dass man zum Beispiel Aufzählungen in Listen verwendet, was einfacher zu erfassen ist, vor allem für Nutzer eben auch für KI oder jetzt die Suchmaschinen der Zukunft.


    Und ja, dass man seine Überschriften sinnvoll plant, also dass man die Struktur gut plant, dass die hierarchisch aufgebaut sind, ist sehr, sehr wichtig.


    Was natürlich erstmal für die Gliederung wichtig ist, aber auch für die Verständlichkeit der Inhalte.


    Und da ist es halt vor allem für die Menschen, die Screenreader nutzen, sehr wichtig, denn die springen ja, bzw. die können ja mit den Screenreader zu den einzelnen Überschriften springen und deswegen brauchen die eben diese klare Hierarchie, dass man also quasi die H1 ganz oben hat und dann die Unterschiede darunter sinnvoll verpackt.


    Und ja, was gibt es noch?


    Ich denke, Farbkontraste sind natürlich auch essentiell von Anfang an, dass man die mitdenkt.


    Da gibt es ja auch ganz viele Tools mittlerweile, auch viele Browser-Extensions, die man nutzen kann, um einfach gleich schon mal den richtigen Kontrast herzustellen, um sich dann eventuell auch später Zeit zu sparen, dass man nicht immer den Kontrast wieder neu checken muss.


    Ich würde bei dem Thema Überschriften noch mal ganz kurz einhaken.


    Und zwar, ich will nicht sagen scheiden sich ja auch so ein bisschen die Götter, aber oder zumindest gehen ja so ein bisschen die Meinungen auseinander.


    Ich habe jetzt zum Beispiel eine Studie gelesen, wo man sagt, naja, grundsätzlich ist ja unser menschliches Leseverhalten, nachdem ja Informationen da draußen im Überfluss vorhanden sind, ändert sich ja auch so ein bisschen unser Leseverhalten von linear von oben nach unten, beziehungsweise in unserem Kulturkreis von links nach rechts, hin zu „Ich komme auf eine Seite, schaue zuerst das Bild an, danach die Hauptüberschrift, danach gehe ich nach unten, schaue mir an, okay, passt das Inhaltsverzeichnis, also diese Überschriften, die da stehen, passt das zu dem, was ich suche und gehe dann erst nach unten, scanne vielleicht sogar die Titel der jeweiligen oder die Überschriften in dem Fall, sind es eher Fragen, sind es schon die Kernaussagen von dem darunterliegenden Beitrag und wenn die Kernaussage für mich passt, lese ich auch den Beitragstext oder den Abschnitt darunter.


    Und so dass man immer versucht, mir geht es zum Beispiel so, wenn ich nach einem Thema, wenn ich was recherchiere, möchte ich natürlich nicht erst fünf Beiträge lesen, bis ich genau den gefunden habe, sondern ich fange halt an, mit so wenig Aufwand wie möglich am Anfang zu bewerten, passt dieser Beitrag für das, was ich hier tatsächlich suche.


    Vielleicht hast du hier noch einen Tipp oder vielleicht aus dem, was du bisher dort draußen in deinen Projekten gesehen hast, was eignet sich denn da am besten für Überschriften, also welchen Charakter gibt man eine Überschrift, so dass man dieses, meines Erachtens eher neue, die neue Herangehensweise, so einen Blogbeitrag zu lesen, dass man der auch bestmöglich entsprechen kann.

    27:15-27:17

    TORRENT VON KUMPEN: Ich hab mich jetzt extra überfragt, was du damit genau meinst.


    Du hast die Art, das Schild der Schrift oder die Unterscheidung.

    27:23-27:29

    GUIDO SCHERP: Mir ging es so ein bisschen darum, wie formuliere ich Überschriften?


    Also, dass die aufeinander aufbauen und sagen, ich habe ja Ebene zwei, drei und vielleicht auch noch eine vierte Ebene, das ist das eine.


    Aber wie formuliere ich die Überschrift?


    Also ist es tatsächlich so, dass ich eine Aussage reinformuliere in die Überschrift, die schon die Essenz des darunterliegenden Absatzes vorwegnimmt, so dass jeder sehen kann, aha, das ist die Aussage oder formuliere ich eine Frage und die Antwort auf diese Frage finde ich unten in dem Beitrag.


    Das bedeutet oder impliziert aber auch, dass wenn ich eine Frage stelle, dass derjenige tatsächlich diesen Abschnitt darunter lesen muss, um die Antwort zu verstehen.


    Und wenn ich es andersrum mache und sage, ich habe den Anspruch, dass der Leser möglichst wenig Zeit verbringen muss auf der Seite und trotzdem aber die Kernbotschaften mitnimmt, dann könnte ich ja auch sagen, ich schalte ganz oben eine Management Summary und in der Management Summary liefere ich ihm schon die relevanten Schlüsselinformationen und dann biete ich ihm an, mit dem Inhaltsverzeichnis oder mit so Jumplinks oder Sprungmarken, dann nach unten auch die Details anzubieten.


    Und das ist ja auch so ein bisschen eine Frage, wie strukturiere ich den Inhalt aus Sicht von Konsumierbarkeit und auch Verständlichkeit.


    Hier gebe ich zu, kommt natürlich auch noch mal eine ganz starke, wie effizient wollen wir sein, denke mit rein als Menschen, aber das könnte ja den einen oder anderen Zuhörer auch interessieren.


    Ich sage, schreibe ich noch meinen Blogbeitrag so klassisch wie vor acht Jahren?


    Ich glaube, das Format des Blogbeitrages hat unbedingt eine Daseinsberechtigung, wenn man ein geiles Thema hat.


    Aber wie baue ich das auf?


    In die Richtung wollte ich einfach noch mal bei dir nachfragen.


    Das hängt natürlich immer ein bisschen davon ab, welches Ziel man verfolgt.


    Wenn man die Leute natürlich länger auf der Seite halten möchte, dann formuliert man vielleicht eher Fragen, die auch neugierig machen und einen dazu bewegen, länger auf der Seite zu bleiben.


    Aber wenn man jetzt Nutzer hat, die vielleicht gar nicht viel Zeit haben, wenn man eine Zielgruppe hat, die sind viel beschäftigt, dann will man vielleicht sofort eine Antwort geben und möchte denen nicht die Zeit stehlen und möchte Mehrwert gleich liefern.


    Das hängt vielleicht auch von der Zielgruppe ein bisschen ab, oder?


    Absolut.


    Jan, das könnte ich nicht mehr bestätigen.


    Ich bin jetzt tatsächlich mit der Herausforderung konfrontiert, dass ich natürlich im Hilfe-Chat Antworten liefern möchte für Einzelunternehmer, die wenig Zeit haben.


    Das heißt, es muss einfach formuliert sein, nicht weil die Einzelunternehmer das sonst nicht verstehen, sondern weil man einfach nur eine klare Antwort auf eine einfache Frage liefert.


    Und wenn ich dann mit einem Hilfe-Chat aber auch seoseitig Reichweite aufbauen möchte, dann habe ich die Herausforderung, dass ich Anforderungen bekomme wie „Strukturiere doch deinen Hilfe-Chat mit zusätzlichen Überschriften“.


    Das Problem ist aber, dass einem Format, einem Hilfe-Chat eine Überschrift total unnatürlich wirkt.


    Das heißt, ein Hilfe-Chat soll ja ein natürlicher Austausch sein von einer Frage und einer Antwort.


    Und in solchen Situationen tatsächlich auch sein Inhaltsformat vielleicht nochmal gedanklich auf den Prüfstand zu stellen und zu sagen, kann ich eine Struktur in meinem Inhaltsformat so wählen, dass ich beispielsweise – das gehen wir jetzt schon sehr ins Detail – aber kann ich trotzdem eine Überschrift einbauen, die aber eher so eine Verständnisfrage darstellt.


    Sie ist im Hintergrund als eine H2-Überschrift deklariert, sieht im Vordergrund aber aus, als wäre es Fließtext.


    Und das ist so eine Brücke, die ich jetzt zum Beispiel gebaut habe, in meinen Hilfe-Chats um tatsächlich sagen zu können, okay, ich habe auf der einen Seite die Strukturierungsvorgaben von Text erfüllt und auf der anderen Seite es aber auch so natürlich formuliert, als würde es tatsächlich einem klassischen WhatsApp oder Signal-Chat entsprechen und derjenige hat seine kurze, präzise, aber sehr gut illustrierte Antwort bekommen.


    Also, das hier vielleicht nochmal als kleinen Anwendungsfall.


    Vielleicht wäre hier auch ein guter Zeitpunkt, auch mal noch ein konkretes Beispiel zu zeigen.


    Ich würde an der Stelle vielleicht nochmal die Folgenseite von der Rebecca – schöne Grüße gehen raus – von der Rebecca aufmachen.


    Muss ich ein bisschen warten, weil wenn ich das so reinquatsche, dann habe ich nachher das ganze Screensharing-Thema hier drauf.


    Warte mal.


    Vielleicht eignet sich das als ganz gutes Praxisbeispiel zum Thema, wie kann ich auch die Verständnisbarriere bei meinen Lesern hier adressieren und ich habe mich mit der Rebecca hier drüber zum Beispiel vor dem Hintergrund unterhalten, was sind so emotionale Elemente, die ich in meine Beiträge einbauen kann und da habe ich hier unter Bonusmaterial mal – wir sprechen hier von dem ganzen Thema emotionale Elemente in einem Blogbeitrag und ich habe hier mal ein Beispiel mitgebracht, wo wir uns am Anfang überlegt haben, Jan, du hast gerade davon gesprochen, wer ist eigentlich meine Zielgruppe und welche Bedürfnisse haben sie, wie viel Zeit nimmt sich meine Zielgruppe, um Inhalte zu konsumieren.


    Hier ist es jetzt eher so eine Gefühlsebene, die ich adressieren möchte und sage, bei einem sehr technischen Thema wie einer Photovoltaikanlage kann ich aber trotzdem auch mit Emotionen meiner Leser.


    In dem Fall ist die Zielgruppe hier sind Mehrfamilienhausbesitzer und da schon auch zum Beginn meines Beitrages mit einer Frage zu eröffnen, die genau den Schmerzpunkt des Lesers zu dem jeweiligen Thema entsprechend adressiert oder weiter unten im Text dann auch nochmal zu sagen, was ist denn eigentlich so der emotionale Haupttrigger.


    Und der ist jetzt hier für diesen Beitrag das Thema Sicherheit.


    Sich für die wirtschaftliche Investition, die der Mehrfamilienhausbesitzer hier in seine PV-Anlage eingebracht hat und dann diese ganze Themen, so zusätzliche emotionale Argumente einzubringen in den Beitrag, die den Leser abholen.


    Zusätzlich zu der inhaltlichen Information, die ohnehin in dem Beitrag schon vorhanden ist.


    Und das kann man in dem Beitrag dann natürlich auch nach unten weiterspielen und sagen, das zieht sich bei mir auch nachher in der sogenannten Handlungsempfehlung hier mit vier beschriftet, spiegelt sich das wieder.


    Und dass ich hier tatsächlich halt nicht nur jetzt Erstberatung buchen, sondern natürlich auch sage, ich spiele so ein Stück weit damit, was erwartet denjenigen, wenn er hier anruft, was für eine Person nimmt da das Telefon ab oder mit welcher Zielstellung kann derjenige dort auch Unterstützung bekommen.


    Das mal so dieses Thema emotionale Aspekte, die ich in einem Beitrag mit aufnehmen kann.


    Und hier unten drunter sind mal noch für die unterschiedlichen Berufsgruppen, die wir jetzt als Einzelunternehmer einnehmen können.


    Hier das ganze Thema PV haben wir uns gerade angeschaut.


    Aber ich habe hier mit der Rebecca gemeinsam auch mal noch, weiß ich nicht, jemand ist Psychotherapeut oder Mentalcoach.


    Hier mal noch zur Inspiration einfach die relevanten emotionalen Beweggründe, die jemanden dazu bringen, einen Beitrag auch für sich als relevant zu erachten und damit auch die Inhalte für ihn verständlich zu transportieren und auch ihn dazu zu bringen, dann mit den Inhalten zu interagieren.


    Das vielleicht mal so als ein Praxisbeispiel.


    Hast du da von deiner Seite noch einen Hinweis, Jan, was du noch ergänzen wollen würdest?


    Eigentlich nur insofern, dass man im weitesten Sinne ja auch von Zugänglichkeit hier sprechen kann.


    Also wenn man die Zielgruppe abholt und sie mit diesen Triggern anspricht und ihnen wertvolle Inhalte bietet, dann glaube ich auch, dass man hier von Zugänglichkeit sprechen kann.


    Jetzt vielleicht nicht direkt Barrierefreiheit im klassischen Sinne, wie man es vielleicht gleich denkt, aber wenn man den Begriff ein bisschen ausweitet, können wir auch sagen, dass man hier ja von Zugänglichkeit sprechen kann.


    Ich habe hier beispielsweise auch mal für dein Thema, das Thema Webdesign, auch mal so ein paar Trigger noch ergänzt.


    Noch mal vielen, vielen Dank an die Rebecca für ihre inhaltliche Unterstützung hier dabei.


    Aber wenn du jetzt mal deine Kunden kennst, die du ja wahrscheinlich besser als jeder andere kennst, glaubst du, dass diese emotionalen Trigger, die hier mit Teilhabe oder Weichwertigkeit zu Buche stehen, dass das tatsächlich auch eine Relevanz hat für deine Zielgruppe?


    Um es einfach mal zu plausibilisieren, mal jemand mit der Fachbrille draufschauen zu lassen.


    Ich glaube ja.


    Ich denke mal, das sind alles Begriffe, die bestimmt was auslösen bei der Zielgruppe.


    Ich glaube mal, Innovation ist auch etwas, was ja im Design oder mit KI jetzt neuerdings immer wichtiger wird.


    Und Websites, die eben auch coole Features haben, die was anbieten, ich glaube, da ist Innovation auch immer ein guter Triggerpunkt.


    Sehr cool.


    Mal wieder zurück.


    Ich würde noch ein anderes Thema gerne nochmal ansprechen.


    Wir waren bei Workflowian und wir haben da überlegt, okay, was kann ich eigentlich bei der Content-Erstellung in meine aktuelle Content-Routine einfach mit einbauen?


    Und was hältst du denn von dem Aspekt, dass man beispielsweise sowas wie die Bildoptimierung mit Beschreibungstexten, wenn man das beispielsweise in dem Workflow so steuert, dass man vielleicht den Titel des Bildes sofort bei der Beitragserstellung mitgibt und die übrigen Beschriftungselemente, also den Alttext, auch die Beschreibung und auch die Beschriftung, das sind ja irgendwie drei verschiedene Metadaten, die man einem Bild mitgeben kann.


    Ich würde da auch nochmal einen Hilfe-Chat verlinken nachher in den Show Notes für diejenigen, die da noch ein bisschen tiefer eintauchen wollen.


    Aber hier habe ich jetzt zum Beispiel die Erfahrung gemacht, für mich als Einzelunternehmer ist es viel effizienter zu sagen, ich nutze dann auch ein Stück weit ein technisches Hilfsmittel und mache dann alle zwei, drei Monate ein Update von dem Bildmaterial, was in der Zwischenzeit dazugekommen ist.


    Und das eher so in der Bulkbearbeitung und ziehe das auf der Art und Weise nach und damit fühlt es sich für mich auch nicht unbedingt als einen Zusatzaufwand an, sondern ich habe damit die Möglichkeit, auch dem Beitrag eine zusätzliche Aktualisierung zukommen zu lassen im Sinne der SEO-Optimierung und habe damit meines Erachtens, dadurch, dass dann mit ein Stück weit KI-Unterstützung, das ja heute auch schon möglich ist, auch nicht unbedingt mehr Zeit investiert, in diesen Aspekt zumindest der Barrierefreiheit.


    Wie siehst du das?


    Also ich denke mal, am saubersten ist es, wenn man auch gleich, wenn man, wie gesagt, schon beim Schreiben eben die Ideen hat, dass man auch, wenn man die Bilder einfügt und wenn man dann auch schon weiß, okay, die Bilder müssen rein oder die Grafik muss rein, dass man dann anhand des Kontexts oder anhand des Wohl quasi des Bildes dann auch steht, dass man hier die dementsprechenden Alltexte schon gleich ergänzt oder die Beschreibungen hat.


    Ich denke, KI ist da wirklich ein enormer Zeitsparer, den man nutzen kann.


    Also ich glaube, jeder, der das schon benutzt hat, der weiß, es ist durchaus sehr, sehr einfach geworden, Artiv-Texte zu schreiben.


    Aber man muss natürlich auch ein bisschen gegenchecken.


    Ich glaube, alles, was die KI jetzt ausspuckt, ist auch nicht immer richtig.


    Man muss auch ein bisschen gucken, dass die Funktion wirklich richtig beschrieben wird.


    Aber klar, man kann es natürlich auch als Balk dann sehen, wenn es für einen dann nicht der große Mehraufwand ist.


    Ja, also ich glaube, ich bin bei dir, es ist irgendwo ein Kompromiss.


    Ich bin dann natürlich in der Bildersuche nicht gleich von Anfang an dort im Spiel und werde gefunden.


    Ich möchte aber schon gerne auch unsere Podcast-Folge heute so ein bisschen auch zum Querdenken verstehen.


    Dass man sagt, okay, wie kann ich Anforderungen tatsächlich auch anderweitig umsetzen.


    Wir haben jetzt zum Beispiel hier in der Online-Marketing-Community, habe ich diese Form der Alt-Text-Optimierung auch als Service jetzt mit drin.


    Das heißt, wenn der Unternehmer dort die entweder Bildgenerierung selbst übernimmt oder das Bildmaterial hat, dass diese Form der Optimierung auch im Hintergrund stattfindet.


    Und ich verlinke gerne auch hierzu noch die jeweilige Podcast-Folge, die ich dazu aufgezeichnet habe, wo man sich mal so ein bisschen Bild davon machen kann, wie das tatsächlich dann abläuft und welche Tools man auch nutzen kann, selbstständig, um jetzt entweder im Balk oder halt auch bei der Erstellung der Beiträge diese Alt-Text-Generierung beispielsweise mit nachzuziehen.


    Das sind jetzt wirklich gute Lösungen inzwischen und ich bin vollkommen bei dir.


    Natürlich muss man es trotzdem hinterher lesen.


    Also jede KI erstellt dort einen Vorschlag, aber letztendlich möchte man natürlich auch sich mit dem identifizieren, was dort nachher als Alt-Beschreibungstext oder als Inhalt entsprechend zur Verfügung gestellt wird.


    Sehr cool.


    Ja, da haben wir doch mal drei Beispiele, die wir nachher auch auf der folgenden Seite nochmal verlinken können.


    Vielleicht schließen wir mit der Frage, was sind denn so häufige Fehler?


    Also wenn du jetzt von deiner Seite mal sowohl die Aufwandsbrille aufsetzt im Sinne von, wenn ich dort bei einem, weiß ich nicht, Verein XY oder Unternehmen XY an der Barrierefreiheit einer Webseite arbeite und du sagst, Mensch, das kostet mich ganz schön viel Aufwand, jetzt im Nachhinein diese Schwachstelle abzustellen.


    Wenn man nur im ersten Moment eine kleine Sache anders gemacht hätte, würde die dann heute vielleicht auch dir die Arbeit erleichtern?


    Also wenn man einfach mal überlegt, welche Fehler mache ich am Anfang, die mich später im Prozess eigentlich mehr Aufwand kosten?


    In die Richtung denke ich da so ein bisschen gerade.


    Was könnte man da als Unternehmer oder als Unternehmen auch anders machen, um sich dann bei dem Thema Barrierefreiheit vielleicht auch ein bisschen besser aufzustellen?


    Also was ich immer propagiere, sag ich mal, ist, dass man globale Stile benutzt.


    Dass man, wenn man Farben hinterlegt, zum Beispiel für Buttons, dass man diese dann auch global hinterlegt.


    Das heißt, die sind dann im System abgespeichert, im Hintergrund und einmalig für alle Buttons angewendet.


    Das heißt, wenn man jetzt die Farbe ändern müsste, wenn der Kontrast zum Beispiel zu niedrig ist, das ist eines der häufigsten Fehler auf Webseiten oder der häufigsten Barrieren auf Webseiten, dass tatsächlich der Kontrast niedrig ist.


    Und das wäre eins, wo ich sagen könnte, ein Tipp, was sehr, sehr wichtig wäre bei der Webseiterstellung oder bei der Bearbeitung vielleicht sogar, dass man diese Stile auch global hinterlegt und einfach wieder verändern kann, verbessern kann.


    Würde das Gleiche auch für Schriften gelten?


    Absolut.


    Könnte man ja auch in die Richtung denken, ja?


    Genau.


    Bei Schriften ist es ja oft so, da muss man natürlich immer individuell schauen, wie die Schrift gegeben ist.


    Es gibt ja auch aktuell sehr viele Schriften, die dann vielleicht nicht zugänglich sind.


    Die Schreibschriften zum Beispiel, die sind nur ein bisschen schwerer lesbar.


    Da muss man natürlich individuell entscheiden.


    Aber ich denke mal, das wäre sehr wichtig, dass die global hinterlegt sind.


    Nicht nur für Barrierefreiheit, sondern generell für die Effizienz.


    Also bin ich vollkommen bei der, das kann man ja auch unabhängig von Barrierefreiheit denken, sagen, ich möchte in drei Wochen, irgendwie, weiß ich nicht, mein Branding für meine Marke hat sich geändert, ja?


    Und dann möchte ich plötzlich diese neue Farbe oder diese neue Schriftart auch auf meiner Seite haben.


    Wie cool ist es denn, dass ich einfach im WordPress-Kontext beispielsweise im Customizer hingehe und die globale Farbpalette anpasse, wo ich einfach nur auf die heute vielleicht blaue Farbe des Buttons gehe und sage, hier, da soll jetzt orange draus werden, ja?


    Dann habe ich die Möglichkeit, das an einer Stelle zu ändern.


    Und es ist idealerweise auf der kompletten Webseite dann gleich angepasst, ja?


    Und das, ja, bin ich vollkommen bei dir.


    Hast du noch einen Tipp?

    46:27-46:35

    TORRENC: Ich denke mal, grundsätzlich ist es wichtig, oder man kann schon selber heute anfangen, indem man selber auch die Tools nutzt, die es ja frei verfügbar gibt.


    Das ist zum einen eben das Wave-Tool.


    Das sind Browser-Extensions, die man sich installieren kann.


    Mit dem kann man mal, wenn man jetzt seine Webseite noch nicht öffentlich am Start ist, kann man da erst mal auf Entwurf schalten und dann könnte man zum Beispiel schon mal vorab testen, ob jetzt die Seite Barrieren aufweist und gegebenenfalls dann schon vor dem Veröffentlichen halt diese Barrieren aufdecken und dann erst veröffentlichen.


    Was ich da empfehle, ist halt, dass man grundsätzlich mit Templates arbeitet, zum Beispiel bei Blogbeiträgen, wie ich das mache, dass man eben eine barrierefreie Mutterseite hat, ein Template hat, das dann wirklich auch 100 Prozent passt und dann hat man im Nachhinein auch weniger Kopfschmerzen, wenn man den Content wieder erstellt.


    Da kann man sich dann auf die Inhalte fokussieren, muss dann nicht immer bei den Basics anfangen und gucken, dass der Kontrast passt.


    Ich glaube, das ist ein, was man sich empfehlen kann.


    Ich hätte vielleicht auch aus meiner Sicht noch eine Sache, die für mich gut funktioniert.


    Ich bleibe noch mal bei dem Thema Bilder.


    Und zwar, ich suche natürlich auch sehr stark das Bildmaterial oder arbeite mit Screenshots um Fragen von Kunden zu beantworten und was ich recht schnell etabliert habe, ist tatsächlich die SEO-Perspektive, also für welchen Suchbegriff, für welche Frage, Nutzerfrage ist dieses Bild recherchiert, das tatsächlich gleich in den Dateinamen des Bildes reinzuschreiben.


    Und egal, ob ich dann sofort weitere Metadaten pflege oder nicht, ich habe aber gleich in meiner Mediathek dieses Bild drin, was dann nicht irgendwie IMG_4711 heißt, oder Screenshots 7815, sondern ich habe dann tatsächlich ein Bild, in dem Fall Titel, nach dem ich A suchen kann, und B, wenn ich die Anreicherung der Metadaten später mache, kann ich auch mit der KI-Unterstützung sehr einfach sagen, ok, berücksichtige doch bitte auch diesen Suchbegriff in meinem Alternativtext.


    Und das ist das eine Sache, die ich am Anfang, eine Stellschraube, wenn ich die am Anfang gleich richtig adjustiere, spare ich mir später den Aufwand, alle Bilder wieder rauszuladen aus der Mediathek, die umzubenennen und dann wieder reinzuspielen.


    Im schlechtesten Fall muss ich dann auf jedem Blogbeitrag das Bild neu setzen, weil ich tatsächlich den Dateinamen geändert habe.


    Und wenn der Dateiname aber von Anfang an schon passt, dann kann ich diesen bestehenden Link zwischen Beitrag und Beitragsbild immer beibehalten und kann dort auch mir sehr viel Arbeit sparen.


    Also ich spreche ja auch aus sehr viel Schmerz, weil man natürlich manche Fehler erstmal machen muss, aber den Tipp würde ich auf jeden Fall auch mal noch weitergeben.


    Und vielleicht abschließend, du hast in unserem Vorgespräch noch ein ganz tolles Beispiel mitgegeben, Jan, was wir jetzt meines Erachtens noch gut ergänzen können.


    Und zwar, wir haben über Beispiele wie einfache Schrift gesprochen.


    Und der ein oder andere, wenn man an barrierefreie Webseiten für ältere Menschen denkt, denkt man immer gleich an den Plus- und Minus-Button irgendwie oben in der Navigation, um die Schrift größer und kleiner zu machen.


    Aber du hattest noch ein anderes Beispiel in unserem Vorgespräch.


    Vielleicht kannst du uns da mal ganz kurz abholen, wie das Unternehmen machen, auch eine Webseite in einer ganz neuen Schrift, eine andere Formulierungsart auch anzubieten und was das aus deiner Sicht mit Barrierefreiheit zu tun hat.


    Also es ging da um das Thema leichte Sprache, das hatte ich erwähnt.


    Genau.


    Und zwar war ich da gestern auf dem Fachtag zu dem Thema und ich selber war immer sehr skeptisch, was leichte Sprache anbelangt, weil ich dachte immer, die Inhalte werden dadurch unprofessionell oder man hat weniger kompetente Texte.


    Aber ich habe halt gemerkt, dass es eher so ist, dass es bedeutet eben, dass die Sprache eher verständlicher wirkt, dass komplexe Themen aufgebrochen werden und für die Zyklopäde verständlicher wird.


    Und so ist es ja eben so, dass schon viele öffentliche Einrichtungen das auch verpflichtend machen müssen.


    Zum Beispiel Schulen oder Vereine, jetzt eher nicht, aber trotzdem öffentliche Dienste müssen ja barrierefrei gestaltet sein seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.


    Und da ist es tatsächlich so, dass die über das Menü einen Button einfügen, der zu einer Subdomain führt und dann tatsächlich hier die Inhalte auf leichter Sprache umstellt.


    Das wäre jetzt eine Lösung, eben leichte Sprache dann anzubieten.


    Finde ich ein ganz, ganz tolles Beispiel.


    Ich muss sofort, und korrigiere mich, wenn ich da in die falsche Richtung denke, ich muss sofort an die Schule unserer Tochter denken.


    Das ist ein Riesenschulkampus hier im Westen von München und auch mit, wie soll ich sagen, kulturell.


    Und immer wenn wir bei Elternabenden sind, dann bekommt man natürlich auch ein Bild davon, dass nicht jeder die deutsche Sprache so mitverfolgen kann, wie wir, die hier in Deutschland geboren sind.


    Und wenn wir aber unsere Mitmenschen tatsächlich auch abholen wollen und integrieren wollen, dann sind solche Dinge, egal ob es dann eine Realschule, ein Gymnasium oder eine Mittelschule ist, dass ich die Eltern der Kinder natürlich auch denen den gleichen Zugang auch zu den Inhalten ermögliche, die für ihr Kind relevant sind.


    Und, weiß ich nicht, vielleicht denke ich da in die falsche Richtung, aber das fällt mir spontan ein.


    Und bei leichten Texten würde ich jetzt nicht immer von dummen Menschen ausgehen, sondern das sind in dem Fall einfach, ja, wenn ich jetzt nach, weiß ich nicht, nach Spanien ziehe und mein Kind soll da zur Schule gehen, dann bin ich auch nicht sofort in der Lage, Spanisch so zu sprechen, dass ich das alles verstehe.


    Und wenn wir da in die Richtung denken, dann, glaube ich, hilft es auch aus Sicht der Integration von Mitmenschen weiter.


    War das in deinem Fall so gedacht oder war es sogar anders, anders, wie soll ich sagen, anders vom Kontext her eingebracht?


    Du meinst in dem speziellen Beispiel jetzt von der Seite, wo ich das gesehen hatte?


    Ich glaube, dass es tatsächlich auch dazu dient, dass Leute, die quasi einen Migrationshintergrund haben, dass die dann einfach einen Zug gefangen auf öffentliche Dienste.


    Aber natürlich auch für Menschen, die eben Einschränkungen haben, die Lernbehinderung haben oder die einfach den Fachjargon oder die Gesetzesparagraphen nicht komplett verstehen gleich von Anfang an.


    Ist ja vielleicht auch für jeden sinnvoll, der vielleicht jetzt nicht viel anfangen kann mit Fachjargon.


    Absolut, absolut.


    Und ich glaube, dass auch Lösungen wie Google sie anbietet in einer Browser-Extension, wo du sagen kannst, hey, schalt mir doch mal diese Webseite von Deutsch auf Englisch.


    Ich meine, so habe ich es auch schon verwendet.


    Oder wenn ich irgendwie, keine Ahnung, eine chinesische Webseite habe, übersetze mir die doch mal auf Englisch, dass ich da halbwegs folgen kann.


    Dann bleibt aber, wie du sagst, das Fachchinesisch immer noch Fachchinesisch.


    Und dann verstehe ich das aber auch auf Englisch wahrscheinlich nicht.


    Und in dem Fall kann ich das sehr gut nachvollziehen.


    Das ist so eine Sache, die einfach mal mit, mach mir die Schrift, größer gestartet ist und jetzt Richtung leichtere Sprache auch eine Erweiterung erfährt.


    Das ist durchaus ein toller Weg ist und ich glaube, damit wird auch das, was wir als Chance heute in unserer Podcast-Folge verstehen wollten mit dem Thema Barrierefreiheit nochmal ganz toll greifbar.

    Abschliessender Tipp


    Möchtest du noch irgendwas Abschließendes ergänzen für unsere Zuhörer?


    Jan, irgendwas, was dir noch auf der Seele brennt?


    Also zu dem Thema haben wir, glaube ich, vieles erwähnt jetzt, glaube ich, so grundsätzlich.


    Ich kann noch mal in meine Notizen gucken.


    Ich glaube, wir haben alles abgearbeitet.


    Wenn man mich erreichen möchte, dann kann man mich per E-Mail erreichen oder per LinkedIn unter meinem Namen, also jangemeinhard oder per Mail design@jangemeinhard.de.


    Ich würde deine Kontaktdaten auch wie bei unserer ersten Folge auf jeden Fall wieder auf die Folgenseite mit aufnehmen.


    Und ja, dann sage ich, lieber Jan, ganz herzliches Dankeschön für diese erkenntnisreiche Folge.


    Wir sind ja doch mal von dem Kernthema Barrierefreiheit durchaus mal ein bisschen, nicht nur abgewichen, sondern haben den mal ein bisschen aufgeweicht und damit hoffentlich mal einen alternativen Blick ermöglicht auf das Thema und das wird damit tatsächlich auch einen echten Mehrwert für Nutzer und auch für uns Webseitenbetreiber/Contentersteller damit auch liefern können.


    Ich wünsche dir weiterhin ganz viele kluge Impulse, die Webseiten nicht nur zugänglich, sondern auch erlebbar machen und dass deine Lösungen auch zukünftig dort ankommen, wo sie wirken sollen, bei Menschen, die sie brauchen.


    Superschön, dass du da warst.


    Vielen Dank, dass ich da sein durfte.


    Vielen Dank.

    Resümee


    Laut Jan muss Barrierefreiheit also keine lästige Vorschrift sein, sondern kann ein echter Hebel für Nutzerfreundlichkeit, Reichweite und Conversion darstellen.


    Wer den Mut hat, nicht nur an Screenreader oder Kontraste zu denken, sondern auch an Lesbarkeit, Aufmerksamkeitsspanne oder sogar Verständnisbarrieren berücksichtigt, der optimiert nicht nur für Compliance, sondern für Menschen.


    Besonders eindrücklich fand ich Jans Beispiel, wie schon kleine Dinge, wie zum Beispiel strukturierte Überschriften oder automatisierte Alttexte einen Workflow effizienter und gleichzeitig barrierefreier machen können.


    Und das ganz ohne Relaunch.


    Und auch seine klare Haltung zur Fehlervermeidung.


    Lieber smarte Templates und globale Stile verwenden, als immer wieder aufs Neue Zeit zu verlieren.


    Hast du schon mal versucht Barrierefreiheit in deinen Workflow zu integrieren?


    Oder hast du das Gefühl, das bleibt bei dir immer noch ein extra Projekt?


    Dann schreib mir an jan@webgefaehrte.de Ich freue mich auf deine Zeilen.


    In diesem Sinne, bleib nutzerorientiert, bleib effizient und gönn deiner Webseite ruhig mal ein barrierefreies Update.


    Aber eines, das du bewusst gewählt hast, dein Jan Czichos

    Folge als Video

    Jan Czichos im Gespräch mit Andreas Schönfeld über KI-gestützte Strukturarchitektur und moderne IT-Beratung.

    Erwähnte Termine:

    Show notes

    Begriffsklärung:

    • Alt Text: Der Alt Text beschreibt den Inhalt eines Bildes für Suchmaschinen und Screenreader. Einzelunternehmer sollten Alt Text nutzen, um SEO und Barrierefreiheit zugleich zu verbessern.
    • Aufmerksamkeitsspanne: Die Aufmerksamkeitsspanne beschreibt die Dauer, in der sich eine Person auf eine Aufgabe oder Information konzentrieren kann. Einzelunternehmer sollten Inhalte so gestalten, dass sie auch bei kurzer Aufmerksamkeitsspanne fesseln.
    • Barrierefreiheit: bedeutet, dass digitale Inhalte für alle Menschen zugänglich sind, auch mit Einschränkungen. Für Online-Marketing stärkt Barrierefreiheit nicht nur Inklusion, sondern auch Reichweite.
    • BFSG: Das BFSG ( Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ) verpflichtet Unternehmen, digitale Angebote barrierefrei zu gestalten. Einzelunternehmer, die das BFSG berücksichtigen, erreichen mehr Kunden und vermeiden rechtliche Risiken.
    • Compliance tools: wie Wave prüfen Websites auf die Einhaltung von Barrierefreiheits- oder Datenschutzstandards. Einzelunternehmer können mit Compliance Tools frühzeitig Mängel erkennen und korrigieren.
    • Content: Digitale Inhalte ( Content ) sind das Herzstück jeder Online-Marketingstrategie. Sie informieren, unterhalten und konvertieren potenzielle Kunden.
    • Content Creator: Als Content Creator haben Einzelunternehmer die Möglichkeit, regelmäßig digitale Inhalte wie Blogs, Videos oder Social-Media-Posts zu erstellen. Ein Content Creator erreicht dadurch seine Zielgruppe direkt und steigert das Engagement, was langfristig den Markenaufbau unterstützt.
    • Content-Cluster: Ein Content-Cluster ist eine thematische Gruppe von Unterseiten, die über eine zentrale Pillar-Page verbunden werden. Einzelunternehmer nutzen Content-Cluster, um Autorität zu einem Thema aufzubauen und bessere Rankings in Suchmaschinen zu erzielen.
    • Conversion Optimierung: Die Conversion Optimierung zielt darauf ab, die Besucher einer Website in zahlende Kunden zu verwandeln, was für den Geschäftserfolg eines Einzelunternehmers entscheidend ist.
    • Nutzerfreundlichkeit: bezeichnet, wie einfach und angenehm sich ein Produkt oder eine Website bedienen lässt. Einzelunternehmer mit hoher Nutzerfreundlichkeit erhöhen die Conversion-Rate und Kundenzufriedenheit.
    • Plain Language-Prinzip: Das Plain Language-Prinzip bedeutet, Inhalte in klarer, einfacher und leicht verständlicher Sprache zu verfassen. Für Einzelunternehmer steigert das Plain Language-Prinzip die Reichweite, da Informationen für mehr Menschen zugänglich und schneller erfassbar sind.
    • Reichweite: Die Reichweite beschreibt die Anzahl der Personen, die mit einem bestimmten Inhalt erreicht werden können. Einzelunternehmer sollten auf dessen Maximierung abzielen, um die Effektivität ihrer Marketingkampagnen und Social-Media-Aktivitäten zu steigern.
    • Relaunch: Beim Relaunch einer Webseite wird eine neue Version der bisherigen Website veröffentlicht. Häufig geht dem Relaunch ein Website-Redesign voraus, bei dem Inhalte, Design und Technik maßgeblich verändert werden.
    • ROI: Der Return on Investment ( ROI ) misst die Rentabilität einer Investition, indem der Gewinn ins Verhältnis zu den Kosten gesetzt wird. Für Einzelunternehmer ist der ROI ein wichtiger Indikator, um die Wirksamkeit ihrer Marketing- und Geschäftsstrategien zu bewerten.
    • Screenreader: Ein Screenreader ist eine Software, die Bildschirmtexte vorliest und so Barrieren für Sehbehinderte abbaut. Einzelunternehmer, die ihre Inhalte Screenreader-kompatibel gestalten, erweitern ihre Reichweite und Inklusion.
    • SEO: Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist die Kunst, Websites so zu optimieren, dass sie in den organischen Suchergebnissen besser gefunden werden.
    • Sichtbarkeit: beschreibt, wie oft und wie gut ein Unternehmen oder eine Marke online gefunden wird. Für Einzelunternehmer ist hohe Sichtbarkeit entscheidend, um Kunden ohne großes Werbebudget zu erreichen.
    • Traffic: bezeichnet die Besucherzahl auf einer Website, die durch verschiedene Marketingkanäle generiert wird. Mehr Traffic bedeutet für Einzelunternehmer höhere Chancen auf Kundengewinnung und Umsatzsteigerung.
    • User Experience (UX): Eine optimale User Experience (UX) auf Websites sorgt dafür, dass Besucher eine positive Erfahrung machen, was die Verweildauer erhöht und die Conversion-Rate verbessert.
    • Verständnisbarriere: Eine Verständnisbarriere entsteht, wenn Informationen für die Zielgruppe zu komplex oder unklar sind. Einzelunternehmer können Verständnisbarrieren abbauen, indem sie Inhalte einfach, klar und zielgruppenorientiert formulieren.
    • WordPress: ist ein Open-Source-Content-Management-System (CMS), das es ermöglicht, Webseiten einfach zu erstellen und zu verwalten. Es ist besonders relevant für Einzelunternehmer, da es eine kostengünstige und flexible Plattform für den Aufbau einer professionellen Online-Präsenz bietet.
    • Workflow: Ein Workflow ist eine festgelegte Abfolge von Arbeitsschritten, um ein Ziel effizient zu erreichen. Für Einzelunternehmer hilft ein optimierter Workflow, Zeit zu sparen und Fehler zu vermeiden.
    Bonusmaterial

    Checkliste: Barrierefreiheit strategisch im Content-Workflow verankern

    Barrierefreiheit im weiteren Sinne heißt: Inhalte so zu gestalten, dass sie sowohl von Menschen als auch von Maschinen verstanden, gefunden und emotional wahrgenommen werden – ressourcenschonend und effizient.

    Planung & Struktur

    • Inhalte sind thematisch klar gegliedert und folgen einer logischen Leserführung
    • Überschriften sind semantisch korrekt (H1–H3) und unterstützen die Orientierung
    • Lesezeit und -aufwand werden bewusst eingeplant (z. B. via Lesbarkeitsprüfung)
    • Inhaltliche Barrieren werden aktiv abgebaut: komplexe Begriffe erklärt, Fachjargon vermieden
    • Emotionale Trigger (Storytelling, Bilder, persönliche Sprache) werden gezielt eingesetzt, um Inhalte menschlich und relevant zu machen

    Visuelle Inhalte & Medien

    • Bilder enthalten aussagekräftige Alt-Texte (auch im Hinblick auf die Google-Bildsuche)
    • Bildinhalte sind so gewählt, dass sie die Botschaft emotional verstärken (nicht nur schmücken)
    • Farbkontraste sind geprüft (z. B. mit WebAIM) – auch bei Buttons und interaktiven Elementen
    • Icons und Farben sind niemals alleinige Informationsträger (z. B. zusätzlich Text verwenden)
    • Medien wie Videos und Audios sind mit Untertiteln oder Transkripten ausgestattet

    Navigation & Benutzerführung

    • Call-to-Actions (CTAs) sind klar formuliert und mehrfach eingebettet (Text & Button)
    • Menüführung ist logisch, konsistent und auch mit Tastatur bedienbar
    • Sprungmarken oder Inhaltsverzeichnisse helfen bei langen Seiten

    Technik & Templates

    • Globale Stylesheets regeln Schriften, Farben, Abstände und interaktive Elemente einheitlich
    • Dark Mode (Beispielseite) ist berücksichtigt oder technisch vorbereitet (z. B. CSS media queries)
    • Ladezeiten sind optimiert (komprimierte Bilder, verzögerte Skripte, Hostingstrategie)
    • CO₂-Fußabdruck wird durch schlankes Design und effiziente Ressourcenverwendung minimiert (vgl. Ecograder oder Website Carbon Calculator)
    • Mobile First: Content ist auf allen Geräten und Bildschirmgrößen nutzbar

    Workflow & Prozess

    • Content-Erstellung folgt einem wiederverwendbaren Schema (z. B. Text + visuelle Vorlage)
    • Alt-Text-Erstellung ist fester Bestandteil im Upload- oder Planungsprozess
    • Dateinamen sind sprechend und SEO-freundlich (z. B. themenbegriff-bildname.jpg)
    • Periodische Reviews prüfen Inhalte auf Aktualität, Verständlichkeit und SEO-Aspekte
    • Barrierefreiheit wird im Team oder Solo-Prozess aktiv mitgeplant – nicht nur „danach geprüft“

    Barrierefreiheit: Die rechtlichen Anforderungen richtig deuten

    Hilfe-Chat über eine barrierefreie Website.

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    Folge 61 – Agent First Website

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    Folge 057 – KI Agenten für Einzelunternehmer

    Wie lassen sich KI-Agenten konkret im Solo-Business einsetzen? In dieser Episode spricht Christian Tembrink über echte Praxisbeispiele, smarte Agent-Setups und ... weiterlesen