Gast: Elena Engelmeier
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Chapter
01:13 – Einführung und Kindheitserinnerungen
04:03 – Berufswunsch und Ausbildung
08:38 – Der Weg zur Selbstständigkeit
13:29 – Herausforderungen in der Selbstständigkeit
18:20 – Wirtschaftliche Aspekte und Kundenbeziehungen
23:14 – Energie und Reputation in der Beratung
29:04 – Ehrliche Zusammenarbeit und Absagen
31:34 – Netzwerk und Empfehlungen
33:45 – Wirtschaftliche Überlegungen und Herzensprojekte
38:14 – Transparente Kommunikation bei Absagen
41:57 – Grenzen setzen und persönliche Entwicklung
47:11 – Der Mensch im Mittelpunkt der Zusammenarbeit
49:59 – Abschlussgedanken zur Selbstständigkeit und Auftragsannahme
Jan (webGefährte) • 00:00
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Unternehmerpodcasts. Erfolgsrezepte für Internet Marketing. Ich bin Jan von Webgefährt. Heute geht es um eine Entscheidung, die vielen Selbstständigen schwerfällt. einen Auftrag abzulehnen, nämlich, obwohl damit natürlich Umsatz verbunden wäre. Mein heutiger Gast ist Elena Engelmeier. Sie arbeitet im Executive Search. und C -Level Recruiting und erlebt täglich, dass fachliche Qualifikation allein noch kein gutes Match ausmacht. Wir sprechen darüber, woran man unpassende Kunden früh erkennt, was ein vorschnelles Jahr tatsächlich kosten kann und wie eine klare Absage klingt. Ohne unnötige Türen zu zerschlagen. Elena, herzlich willkommen und schön, dass du da bist.
Elena • 01:03
Ich freue mich, Jan, dass wir uns jetzt mal auf diese Art und Weise wiedersehen. Nach unserem Kaffee.
Jan (webGefährte) • 01:09
Das ist richtig. Vielleicht können wir da unseren Zuhörern und Zuhörerinnen noch einen kleinen Hinweis geben im Laufe des Gesprächs, worauf wir uns beziehen. Aber das wird sich ergeben. Lass uns doch mal starten mit ein paar persönlichen Fragen, sodass dich unser Publikum heute auch so ein bisschen kennenlernt. Bist du bereit?
Elena • 01:30
Jawohl, ich freue mich.
Jan (webGefährte) • 01:33
Bist du ein Kind der 90er oder 2000er? Und was hat dich in diesem Jahrzehnt besonders geprägt?
Elena • 01:42
Ich bin 1998 geboren, also ich würde sagen, ich bin so eine Zwischenmarke zwischen 90er und 2000er Ich beziehe das ganz tatsächlich immer gerne darauf, dass ich tatsächlich trotzdem ohne Handy aufgewachsen bin. Das hat mich sehr geprägt.
Ich habe wahnsinnig viele Freiheiten, Spaß an der Luft und bin in einem ganz kleinen Dorf aufgewachsen. Und das war für mich. . Eine coole Zeit einfach, ja, ohne Bedenken rauszugehen, spielen und Spaß und Herfreude zu haben. Genau, das war so meine Kindheit.
Jan (webGefährte) • 02:15
Wunderbar. Welchen Traumruf hattest du als Kind und wenn ja, warum genau diesen?
Elena • 02:23
Ja, ich wollte als Kind tatsächlich immer Tierarzthelferin werden. Bewusst nicht Tierärztin, das war ganz lustig. Weil ich ganz viel immer gesagt habe, wie kommst du auf Tierzthelferin? Und ich habe mir im Vorfeld natürlich ein paar Gedanken zugemacht. Und ja, es war eigentlich immer so der Gedanke, so das Gesamtkonzept, sich kümmern, organisieren, unterstützen. Und ich hatte tatsächlich mal so ein Praktikum gemacht. Und das hat mich so ein bisschen bestärkt darin, ja, das zu wissen, dass Menschen kommen und ihre allerliebsten Lieblinge so in deine Obhut geben. Das ist schon auch ein schönes, vertrautes Gefühl irgendwo, dass Menschen dir vertrauen. Das fand ich immer als Tierzeffin. Da bist du so ganz nah am Tier und er muss nicht operieren und der letzte Mann sein, sondern er darf sich um das Tier kümmern und das fand ich immer ganz schön.
Jan (webGefährte) • 03:09
Oh. Ich krieg grad Gänsehaut warum unsere Tochter macht gerade Praktikum am letzten zwei Ferienwochen. Bei einer Tierärztin hier im Nachbarort und kommt jeden Tag nach Hause sehr erfüllt, muss man sagen. Und ist jeden Tag erstaunt, was sie tatsächlich auch machen darf. Ich hoffe, das darf man sagen. Also auch so ein bisschen Blut zu zentrifugieren und weiß ich nicht, Impfungen aufziehen und also wirklich So ein bisschen nicht nur mach mal hinterher den Behandlungsraum sauber, sondern tatsächlich auch so ein reales Bild zu bekommen. Finde ich cool. Mega schön. Und Und jetzt machst du ja nicht unbedingt was in dem Metier, in deiner Selbstständigkeit. Aber die Veränderung, jetzt doch was anderes zu machen, die musst du vielleicht noch kurz erklären.
Elena • 04:06
Ja, also wie es als Kind so ist, man denkt, das ist ein ganz toller Beruf und man macht sich natürlich auch Gedanken, man wird älter. Und ich bin auf eine Wirtschaftsschule irgendwann gegangen. Also ich bin nicht auf eine klassische Real oder Ratschule oder Gymnasium, sondern ich habe mich entschieden für die Wirtschaftsschule, ich fand damals schon immer so BWL super interessant. Fragen mich warum Ich glaube, das war dieses Thema, da war ich immer gut. Das konnte ich auch solch lernen. Der Schule ist dann auch ganz toll. Ja, und da kam der Switch eigentlich in dieser Zeit, wo ich so 15, 16 war, dass ich gemerkt habe , Ja, TSL-Fren ist ganz schön, aber viel Geld kann man damit nicht verdienen. Und ich wollte schon immer, das war schon immer ein Thema bei mir zu sagen, ich will schon mit dem, was ich tue, eigentlich auch selbstständig arbeiten können. Ja. Und als Tierzellfrin ist es ein bisschen schwierig. Und dann kam so der Switch im Laufe der Zeit bis hin zu meiner ersten Ausbildung und Fachabitur, das habe ich dual gemacht. Und ich bin gelernte Hotel und Tourismusmanagement-Assistentin. Genau, und habe mich dann in den ersten Praktikas dazu entschieden, ja, in die Beratung, Personalberatung, Personaldienstleistung zu gehen und bin da sehr schnell hängen geblieben und siehe da Heute habe ich mit England Consulting mein eigenes Unternehmen gegründet und das war der Switch eigentlich.
Jan (webGefährte) • 05:26
Sehr cool. Auch eine schöne Erkenntnisreise, die du dort für dich selber Durchlaufen hast. Danke fürs Teilen. Und dann bin ich schon gespannt auf die nächste Antwort. Hattest du in deiner Kindheit ein Idol? Und wenn ja, warum genau dieses?
Elena • 05:46
Ich habe mir Gedanken darüber gemacht. Wir hatten ja vorab so ein bisschen drüber gesprochen und Ich habe dann auch meine Mama mal angerufen. Ich kann mich nämlich nicht daran erinnern, dass ich eins hatte. Und ich war ein bisschen schockiert, dass meine Mutter der gleichen Auffassung war. Dass ich kein klassisches Kindheitsidol hatte. Ich war auch nie ein Fan von irgendwas als Kind. Ich weiß auch nicht warum. Kann ich mich an nichts erinnern. Für mich waren meine Großeltern, wenn man das so sagen kann, so ein bisschen zu den Menschen, zu denen ich aufgeschaut habe, eigentlich. Nicht, weil die Unternehmer waren oder irgendwas in die Richtung gemacht haben, sondern weil die mir immer so ein bisschen das Gefühl gegeben haben, dass ich alles kann. So ein kleiner, so eine kleine Superheldin bin. Und das fand ich aber ganz toll. Und ich dachte, na, wenn die das so an mich glauben und das auch so verkörpern nach außen, warum nicht die als so Idol, sage ich mal, hier im Gespräch einzubringen? Also für mich war das tatsächlich. So ein bisschen in die Richtung. Es gab kein klassisches Kindheitssidol sondern eher so den Push in die andere Richtung.
Jan (webGefährte) • 06:50
Alles gut. Man hört das ehrlich gesagt häufig. Ich weiß gar nicht, ob das wissenschaftlich belegt ist, aber das dessen besonderer Bezug immer zur übernächsten Generation besteht. Das heißt, die weiß ich nicht, wenn ich jetzt zum Beispiel meinem, meinem Vater was beibringen sollte, Ist es schwieriger, als würde ich zu meinem Opa gehen. Und womit das auch immer zusammenhängt, mag sein, ist auch vielleicht eine Sache, die hier mit reinspielt. Aber coole Antwort. Aber auch ganz ehrlich, nein, hatte ich nicht, ist genauso Ist genauso in Ordnung. Aber schön, dass du da mit deiner Mama gesprochen hast. Bin ein bisschen stolz, dass ich euch dazu stimuliert habe zu einem Telefonat.
Elena • 07:32
Schön.
Jan (webGefährte) • 07:34
Und in die. Die Frage rund um deine Selbstständigkeit, wann du das erste Mal gemerkt hast, dass das tatsächlich etwas ist, was du einer klassischen Anstellung Vielleicht vorziehen würdest. Wo war da das erste Mal so ein Moment, wo du gesagt hast, ja, ich glaube, das wäre der bessere Weg für mich?
Elena • 07:56
Ich glaube, der Wunsch, irgendwann selbstständig zu sein, der war schon sehr früh da. Ich würde sagen, so konkret wurde der Gedanke eigentlich eher so Richtung meines ersten Praktika. Also In meiner Ausbildung damals, das war eine schulische Ausbildung, mussten wir Praktika absolvieren, mehrere in diesen drei Jahren. Und ich habe mich damals schon immer sehr dafür interessiert, so wie Unternehmen funktionieren. Ja, wie man was eigenes aufbaut. Und ich hatte damals einen sehr tollen Praktika-Betrieb gefunden, wo ich in der Personaldienstleistung reinschnuppern durfte. Und das war Ich war als Praktikantin, wie du jetzt mit deiner Tochter auch erwähnt hattest, eher nicht so die klassische Praktikantin, kopier mal und bring mir einen Kaffee, sondern ich habe so ein bisschen. Ja, den Aufbau damals, das war in Berlin mitgemacht. Also es war wirklich so, wir haben das von Grund auf zusammen gemacht und es war wirklich super spannend, super interessant auch. Und es hat mich irgendwie so motiviert zu sagen, boah, das ist genau das, was ich eigentlich irgendwann will. Und habe mir dann ein Ziel gesetzt. Ich weiß noch, da war ich, ich glaube, 19 und habe gesagt, ich will, bevor ich 30 werde, möchte ich mich selbstständig machen. Das war mein Ziel. Genau, und ja, meine damalige Chefin, bei der ich jetzt zuletzt angestellt war, hat mir die Entscheidung so ein bisschen, ja. Leichter gemacht. Die ist im wohlverdienten Ruhestand gegangen. Und wir haben uns lange darüber unterhalten und offen darüber gesprochen. Ja, sie als meine Mentorin, hat dann gesagt, Elena, hüpf und versuch’s. Jetzt bist du noch keine 30, du kannst dir den Wunsch quasi noch erfüllen und hab das dann Anfang 2026 gemacht
Jan (webGefährte) • 09:29
Sehr gut. Finde ich mega. Vor allem auch, wenn man einen Mentor hat und den als solches auch nutzt. Finde ich stark. Da können sicherlich die Eltern oder auch die Großeltern in gewisser Weise. Eine Rolle spielen, aber das ist immer auch so ein bisschen eine emotionale Verbundenheit und vielleicht nicht ganz so neutral, wie man sich das vielleicht auch für einen Mentor wünschen würde. Und von daher, nee, finde ich, finde ich super klasse. Und was ich halt häufig höre, und das klingt bei dir ganz anders, Ja, Selbstständigkeit. Also ich möchte, weiß ich nicht, so Richtung Weisungsbefugnis mag man mich, ja, in der in der klassischen Anstellung, deswegen mache ich mich selbstständig. Ich bin immer ein bisschen vorsichtig, weil der klassische Selbstständige sollte die Frage, kann ich das, was ich heute in Selbstständigkeit mache, nicht auch in der Anstellung machen? Und wenn ich diese Frage klar mit Ja beantworten kann, dann gehe ich auch nicht unbedingt nur in unnötiges Risiko ein, ja, mit meiner Selbstständigkeit, sondern habe tatsächlich. diesen zusätzlichen Freiheitsgrad, den mir aus welchem Grund auch immer in KMU-Unternehmen und in die, bei denen du jetzt hauptsächlich unterwegs bist, aber auch in Konzernen. Können auch sehr viele Freiheitsgrade bieten, ohne dass ich die Herausforderungen unbedingt tragen muss, die ich sonst als Selbstständiger noch zusätzlich habe. Hast du da einen Blick drauf? Ja.
Elena • 11:02
Ja, habe ich Blick drauf. Ich bin auch ein Mensch. Ich hatte in meiner letzten Position, ähm, war ich halt auf Research.
Ich habe mich dann natürlich auch nochmal Gedanken darüber gemacht, dann will ich nicht doch vielleicht nochmal noch einen neuen Schritt machen oder vielleicht in eine große Beratung gehen. Wir waren in der Politikberatung, muss ich dazu sagen. Ich hatte sehr viele Freiheiten, was ich machen durfte. Ich durfte viel verändern. Wir haben viel auch mit KI dann angefangen zu arbeiten. mich da sehr reingefuchst und Weiterbildungen durfte ich machen und mich fortbilden. Das ist sehr toll. Aber der Gedanke war trotzdem immer da, so etwas Eigenes zu haben und meinen eigenen Weg zu gehen und vor allem für mich, Recruiting neu zu denken. Das war für mich immer so der Ausschlaggegenpunkt zu sagen, ich will das selber probieren und versuchen, ob es nicht möglich ist, der Mittelstand mit diesen neuartigen, ich sag mal, in oder mit meinem Mindset, was ich habe. nicht auch ein bisschen moderner zu gestalten und zu sagen, ja, der Wohlstand ist auch sexy. Also, geht auch.
Jan (webGefährte) • 12:04
Absolut. Jetzt haben wir indirekt eigentlich ein gutes Bindewort verwendet, nämlich die Absage gegen das eine, also in dem Fall gegen eine Anstellung und für Für die Selbstständigkeit. Vielleicht ist das eine ganz gute Brücke zu unserem heutigen Thema. Hier vielleicht auch eine Gelegenheit, auf unser gemeinsames Mittagessen nochmal zurückzukommen. Wo wir auch in einem Gespräch war die Sarah noch mit dabei, schöne Grüße an der Stelle. Und wir sind tatsächlich aus dem Gespräch auf unser heutiges Thema gekommen und gesagt: Wie mache ich das eigentlich als Selbstständiger? wenn ich schon ganz frühzeitig merke, ob wir gut zusammenpassen als Dienstleister und Kunde oder wie auch immer man das. Dass die Zusammenarbeit nachher auch betiteln möchte. Vielleicht steigen wir mal mit der Frage ein. Woran erkennst du als Unternehmerin frühzeitig? Dass ein Kunde bei dir im KMU-Umfeld Fachlich, menschlich oder wirtschaftlich nicht passt. Woran machst du das fest?
Elena • 13:14
Ja, also wie du schon sagst, es sind natürlich immer, oder für mich habe ich relativ schnell erkannt. Dass es dann natürlich mehrere Punkte gibt. Also wie du jetzt auch gesagt hast, ist wirtschaftlich, das ist menschlich ein großer Punkt und fachlich. Wirtschaftlich ist es bei mir tatsächlich so. Wenn der Kunde von Anfang an schon relativ schnell durchblicken lässt, meine Honorare sind zu hoch, da möchte er nicht zahlen. Das ist so für mich ein Thema, das ist so eine Alarmglocke, da war schon das erste, nach dem ersten Gespräch kommt, Eleanor oder Frau Engelmeier, wir möchten gerne nochmal über das Honorat sprechen.
Elena • 13:51
Werden wir nicht weniger machen? Wie sieht es aus? Das ist für mich ein großer Alarmpunkt zu sagen, das ist mein Geschäftsmodell. Das habe ich mir aus dem Grund ausgedacht. Die Honorare sind exakt genauso auch strukturiert. Da bist du wirtschaftlich gesehen, auch wenn es vielleicht menschlich passt, einfach nicht mein richtiger Kunde. Ich hatte zum Beispiel am Anfang meiner Selbstständigkeit ein Startup, was ich ganz toll fand vom Produkt und von den Menschen dahinter. Die wollten sehr gerne mit mir zusammenarbeiten. Ich hatte ein Mindest-Tonorra, mit dem ich immer arbeite, die konnten es nicht bezahlen. Und ich habe leider gesagt, es tut mir leid, aber ich kann und werde nicht am Anfang meiner Selbstständigkeit schon sagen, dann fangen wir es an, andere Preise für euch zu machen. Das funktioniert dann nicht. Ich würde auch sagen, strategisch ist auch so eine Sache. Ich hatte mit einem Konzern. Ich wollte ja nie in das Konzernumfeld, in der Beratung. Mich hatte aber ein alter Mittelstandler angesprochen, der mittlerweile zu einer Konzernstruktur gehört. Und wir haben gesagt, okay, wir hören uns jetzt mal an und gehen mal in den Call. Und strategisch habe ich dann relativ schnell gemerkt, dass es eine gute Chance ist, aber einfach die falsche Richtung. Und dass es schon seinen Grund hat, warum man speziell sich auf eine Branche, in dem Fall für mich der Mittelstand, geeinigt hat. Ich glaube, man sollte da sein Produkt und das, was man verkauft, sehr gut kennen. Wenn man das nicht kennt, glaube ich, hat man große Schwierigkeiten. da einfach zu sein, auch zu sagen und das auch zu merken. Und ich würde sagen, ein großes Thema ist auch mein Bauchgefühl. Ich merke menschlich relativ schnell, ob die Zusammenarbeit mit dem Kunden gut beginnt. Das ist beim ersten Gespräch. Wenn das schon nicht auf Augenhöhe stattfindet, ist es für mich ein No-Go. Wenn es sowas heißt, wie Sie sind ja nur der Dienstleister , wie sieht es aus? Und auch so Flosseln fallen. die leider Gottes auch öfters im Mittelstand fallen tatsächlich, dann ist es für mich die Sache, dass ich sage, ich lehne es dankend einfach ab und sage, das ist in Ordnung, es kann gerne niemand anders machen, aber ich bin da einfach der falsche , Ansprechpartner. Und für mich, ich habe irgendwann am Anfang meiner Selbstständigung relativ schnell gemerkt, ich brauche so ein 360-Grad-Briefing. Einfach wirklich sagen, okay, das Wie ist die wirtschaftliche Lage? Könnt ihr das bezahlen? Wie ist das strategisch? Passt das Unternehmen und die Ausrichtung auch zu mir? Menschlich so können wir und wollen wir vielleicht auch beide miteinander arbeiten? Das ist auch mal so ein Thema. Nur weil ich es will das vielleicht der andere gar nicht und sagt, Frau Engelmeier, nein danke. Und fachlich ist natürlich auch die Sache, sind die überzeugt? dass ich die richtige Beraterin bin. Ich sage immer, in der Beratung ist es ganz wichtig, dieses Vertrauen ist der erste Punkt. Darunter, ist nice to have auch irgendwo, aber wenn die mir nicht vertrauen und nicht sagen, okay, die Alana, die kann das. Und die findet uns die richtige Person und die begleitet uns im gesamten Recruiting-Prozess, dann bin ich die falsche Person. Weil auch wenn das alles andere passt, ist es einfach in der Beratung des A und O, Vertrauen muss da sein, sonst kann ich auch nicht so arbeiten, wie Sie das wollen. Und das wird immer ein Thema dann sein, am Ende auch.
Jan (webGefährte) • 17:04
Valide, finde ich, hast du schon mit ein paar sehr guten Wie soll ich denn das ausdrücken? Auch so Praxisbeispielen , wie sich das äußert, greifbar gemacht, finde ich, finde ich super klasse. Ich würde gerne nochmal auf eine Sache, die mir auch aus der Beratung sehr bekannt vorkommt, eingehen, zu diesem Blick, du bist externer. Also gerade im Konzernumfeld ist dann irgendwie so Extern, interne Trennung, ich verstehe das aus dem Blickwinkel, dass man dort auch eine dosierte Kommunikation fahren muss. Ist für mich vollkommen nachvollziehbar. Ich finde, dass die Projekte erfolgreicher sind, wenn auch die Kundenseite verstanden hat, dass man auch als Dienstleister eigentlich. ein vollwertiges Teammitglied ist. Und die, die da noch eine Reifestufe höher geklettert sind, die haben auch den Mehrwert verstanden, dass häufig der externe Dienstleister sogar motivierter und fähiger ist als manche interne Mitarbeiter. Da bräuchte man dann ehrlich gesagt. Sich nur die Frage stellen, ja, könnten wir das auch alleine? Und wenn ich das nicht alleine kann, dann diese Kompetenz tatsächlich auch voll auszunutzen, denjenigen als Ja, auch wie ein Teammitglied, wie ein internes Teammitglied auch zu behandeln, das setzt aus meiner Sicht nochmal auch zusätzliches Potenzial für den Projekterfolg. Da sind wir noch gar nicht auf einer menschlichen Ebene. Aber einfach auch für den Projekt erfolg frei. Und wer das, wer, wie gesagt, wer das verstanden hat und für sich auch nutzen kann und nutzen möchte , Wird auch als auf der Kundenseite bessere Projektergebnisse liefern. Das ist so ein bisschen auch eine Erkenntnis, die ich sammeln durfte. Voll cool. Vielleicht können wir für die Folgenseite auch sowas wie so ein paar Stichworte, so eine Checkliste, die du in deinem 360-Grad-Briefing mit drin hast, damit aufnehmen. Ich glaube, das wäre eine guter Mehrwert auch für diejenigen, die sagen: Mensch, ich sitze jetzt im Auto. Ich konnte jetzt nichts mitschreiben, hat mir das aber angehört, dann kann man das auf der Folgenseite vielleicht auch da nochmal nachlesen. Wenden da mal ein bisschen den Blick und lassen uns darauf ein, es ist dir sicherlich auch schon passiert am Anfang, man hätte jetzt einen In Anführungsstrichen, falschen und richtigen ist, weiß ich nicht, der richtige Begriff, aber man hätte sich auf einen Kunden jetzt mal eingelassen, der nicht so wirklich passt. Und was würde sich jetzt, wenn du das für deine Projekte betrachtest, entlang des gemeinsamen Weges? Was würde sich da so an Verstecksten, vielleicht aber auch Verlust an Energie oder was auch immer. Was würde sich da so ergeben Um das vielleicht auch mal hier vor unseren Zuhörern mal so ein bisschen zu simulieren. Was sind da so deine Erfahrungen?
Elena • 20:21
Also ich habe klassischerweise so ein paar Punkte. Also ich würde sagen, Zarche, Energie und Reputation sind so meine Aufhängerpunkte in dem Fall.
Wenn jetzt die klassisch einmal durchgehen. Also Zeit ist tatsächlich. Recruiting-Mandate können sich wahnsinnig lang ziehen. Also, wir reden da über mehrere Monate. Wenn es ein falsches Match ist, verlängert das den Prozess einfach nochmal. Und das erschwert die Abstimmungen und bindet einfach zu viele Kapazitäten, wo wir dann nicht von im Normalfall redet man bei uns in der Beratung von drei Monaten, dass die Position geschlossen ist und ein Closing entstanden ist.
Jan (webGefährte) • 20:58
Verstanden.
Elena • 21:00
Wenn das jetzt nicht der Fall ist und es wirklich ein falsches Match, sage ich mal, von Kundenseite ist, dann kann das sich schon über mehrere Monate dann einfach ziehen und dann reden wir auch von der Marche. Wenn das Honorar eben irgendwann reduziert wird, um ein Projekt gleichzeitig länger und aufwendiger wird, dann kann es natürlich auch wirtschaftlich Ja, irgendwann nach hinten losgehen. Also auch hier wieder ist die Drei-Monats -Spanne eigentlich so der typische der Margenvergleich zu sagen, okay, also in den drei Monaten Bis dato, the Honorada that I forlange is genome of three monitor displitted. Um, all this was so bitter gets me a monarch is not so Kann man gut arbeiten, alles was mehr als vier Monate ist, ist schon schwierig. Und da kommen wir dann eben zu dem Thema, dass ich dann sage, wenn das Honorar von Anfang an schon falsch verhandelt ist. Also ich gehe schon unter dem Mindesthonorar und das Projekt zieht sich dann nochmal länger, als ich sein sollte auf, ich sag mal, fünf bis sechs Monate oder länger. Dann haben wir ein wirtschaftlich großes Problem. Und was ein Thema für mich persönlich ganz Ganz klassisch ist, ist das Energiethema. Ein schwieriges Mandat bleibt einfach nicht im Büro. Gerade am Anfang. Und dass man sehr dieses berufliche Thema natürlich auch die private Energie bei mir zum Beispiel so rausgezogen hat. Das ist natürlich normal und das finde ich in der Selbstständigkeit auch mal oftmals schwieriger zu trennen. Aber wenn das ein gutes Mandat ist, dann hat man auch Lust und Laune, auch mal zu Hause vielleicht drüber nochmal nachzudenken. Aber Ja, schlechteres Mandat ist und es eh schon schleppen läuft, ärgert man sich zu Hause, etc. Also das ist für mich schon ein großes Thema, wo man sich dann schon mit einer schlechten Energie wieder ins Büro gehe und sage, um Gottes Willen , Jetzt muss ich da schon wieder dran arbeiten. Und die Reputation ist, das ist, glaube ich, der wichtigste Punkt, auch für alle Zuhörenden da draußen. Als Beraterin repräsentiere ich ja das Unternehmen gegenüber den Kandidatinnen. Und das finde ich eine sehr wichtige Sache. Wenn ich eine schlechte Kandidat-Experience habe, dann kann ich damit auch auf die eigene Reputation für mich zurückwirken. Großes Thema. Und ich sage immer nur beim Aufträg, auf dem Papier wirtschaftlich vielleicht gut aussieht, kann das trotzdem langfristig teuer sein. Also sei es jetzt in der Reputation, in der Energie oder einfach auch in der Zeit.
Jan (webGefährte) • 23:19
Absolut. Ich hatte einen so einen Seitengedanken bei Bei dem Thema gerade so, bleibt das Projekt damit auch im Büro oder nehme ich das zu Hause mit in mein Privatleben? Ich würde hier gerne mal so eine Brücke spannen zur Anstellung. Also ich war selber 17 Jahre auch sehr Sehr glücklich und auch heute noch sehr dankbar über meine Zeit in der Unternehmensberatung, gerade bei großen Konzernen. Und hier zeigt sich meines Erachtens ein gravierender Unterschied. Wenn mir jetzt zum Beispiel In der Beratung angeboten wird, arbeite mit dem Kunden hier zusammen, dann lernt man in der Zusammenarbeit tatsächlich auch die Gegenseite kennen und hat Häufig, zumindest in meiner Wahrnehmung, nicht den gleichen Freiheitsgrad zu sagen, ich mache das Projekt nicht. Das ist natürlich dann irgendwann auch mit seinem Arbeitsvertrag und was man damit Auch unterschrieben hat als Zusicherung. Ich bekomme auf jetzt ganz banal gesagt, ich bekomme mein monatliches Gehalt, was da nicht schlecht ist. Und da erwartet das Unternehmen natürlich auch, dass man dann auch mit einem schwierigen Projekt gegenüber entsprechend zurechtkommt. Und das ist natürlich eine Sache, gerade wenn dann ein Projekt über zwei Jahre geht, dann kann ich mich daran erinnern, dass da tatsächlich die ein oder andere Unterhaltung auch zu Hause Dann mit der Partnerin stattfindet oder mit Menschen, die jetzt nicht direkt zum Arbeitsumfeld gehören. Und das hängt dann vielleicht auch so ein bisschen an der Persönlichkeit von einem jedem selbst, weil Ich lasse durchaus die Kritik zu, dass man sagt, ja, du kannst auch in der Beratung sagen, ich komme nicht mit dem Kunden klar. Setz da jemand andere drauf, gerade wenn du in einer großen Beratung arbeitest. Dann sollte auch das möglich sein. Da habe ich dann aber von meiner Seite auch so einen Selbstanspruch und sage, ich liefere das Projekt. Und habe da sicherlich auch viel gelernt. In dem Zusammenhang. Ich will jetzt gar keine Geschichte von mir draus machen, sondern einfach nur auch nochmal so die Reflexion ermöglichen. Wie stellt sich das nachher dar, wenn man das in einer Anstellung in so einer Situation ist und die ist tatsächlich nicht schön Aber man kann da tatsächlich auch eine ganze Menge, eine ganze Menge mitnehmen. Auch deinen Reputationsblick finde ich spannend. Ja klar, gerade in deiner Beratungssituationen, wenn du jemanden findest, der zu einem Unternehmen passen soll, dann bist du natürlich der verlängerte Arm auch ein Stück weit des Unternehmens, was dich beauftragt. Und dann diese Unternehmenswerte, die einfach wichtig sind für einen guten Match hinterher, dort weiterzugeben Ich habe für mich immer gesagt, am Ende soll das Projekt doch ein bisschen so laufen, dass ich zwei, drei, vier oder auch fünf Jahre später noch immer bei dem Kunden hinfahren kann. spontan zu einem Mittagessen und sagen kann, man schaut sich in die Augen und schaut auch auf ein erfolgreiches Projekt zurück. Was auch immer mit dem Projekt nach dem Abschluss auch passiert, das ist nochmal eine zweite Frage, aber auf dieses Projektergebnis, was man da Gemeinsam geleistet hat, auch mit Abstand noch drauf blicken zu können und sich in die Augen schauen. Das finde ich ist auch ein guter Leitfaden, zumindest immer für mich gewesen.
Elena • 26:50
Stimme ich dir auf jeden Fall zu.
Jan (webGefährte) • 26:53
Okay, dann machen wir mal weiter. Ähm. Ich werde mal so ein bisschen den, vielleicht haben wir es zum Teil auch schon beantwortet, aber. Ich würde mal so ein bisschen auf die auf den Zeitpunkt eingehen. Also wann wann sagst du dem Kunden das auch, wenn das nicht passt? Also Wie früh in der Kennenlernen, Schnupper, Beschnupperphase, wie auch immer, sagst du dir dann, okay, ich glaube, jetzt müsste ich da mal offen reden. Und Ich glaube, ich komme so ein bisschen da gedanklich auch darauf hin, wie viel Reflexionszeit gibst du dir selber gegenüber diesen drei, vier Kriterien, die wir gerade schon benannt haben? Vielleicht gehen wir mal darauf ein. Also wann sagst du, ich glaube, jetzt habe ich genug Datenpunkte gesammelt, um da auch eine wichtige Entscheidung auch zu kommunizieren.
Elena • 27:54
Ja, also bei meinen Aufträgen ist es immer so, da bin ich ganz glücklich. Wir haben meistens ein sehr cooles und tolles Briefing. Gradprüfing kriege ich da sehr, sehr viele Einblicke einfach relativ schnell und zeitgebündelt. Wenn mir nach diesem ersten Gespräch da einfach noch Teile fehlen oder ich merke, okay, die Marge stimmt, aber Kann ich mich wirklich mit dem Produkt vielleicht auch identifizieren oder mit dem, was die Menschen dort machen? Das ist auch immer so eine Sache. Das finde ich auch sehr wichtig. Dann mache ich für mich nochmal so, okay, ich gehe in mich, ich gebe mir noch ein paar mehr Informationen über das Unternehmen, was ich mir so ein bisschen auch zusammensammle. Ich hinterfrage auch ein, zwei Sachen. Ich versuche auch nochmal zu sagen, okay, gibt es nochmal ein Gespräch? Es reicht 15 Minuten, dass man nochmal seine Bedenken, die man hat, einfach äußert und sagt, bin ich dann die richtige Beraterin für euch? gäbe es nicht vielleicht Person X, die vielleicht besser ist für den Job. Und das würde ich sagen, also tatsächlich nach einem ersten Gespräch war sich relativ schnell so aus meinem Bauchgefühl. Ist es gut, ist es nicht gut? Und ich habe einfach, wie du auch schon gesagt hast, in einer Liste, wenn die Marsche nicht stimmt, dann bin ich zum Beispiel also. Da muss schon sehr viele Punkte, da muss schon sehr viele Punkte stimmen, dass sie dann sagt, ja, das mache ich trotzdem. Wenn es eine Herzensangelegenheit ist, etc. dann ist das vielleicht ein anderes Thema. Aber grundsätzlich, wenn diese Punkte, die wir vorher aufgezählt haben, nicht übereinstimmen, dann mache ich es nicht. Also dann sage ich auch nach dem ersten Gespräch. Es ist immer so, dass man sagt, okay, man hat sich beide Seiten beschnuppert. Vielleicht sagt auch der Kunde zu mir, Frank-Mayer, sie sind ganz nett, aber Sie sind nicht die Richtige. Das kann natürlich auch passieren. Aber im Normalfall ist es tatsächlich so, dass wir danach noch ein Gespräch haben, also das ist meistens zwei, drei Tage danach Und sagt, okay, wie haben Sie es empfunden? Wie sehen Sie das? Und dann sagt der Kunde, ich finde sie ganz toll, ich will gerne und ich würde dann in dem Fall sagen Es tut mir leid, aber das ist nicht der richtige Auftrag für mich.
Jan (webGefährte) • 29:54
Mhm, okay.
Elena • 29:56
Und ich finde, so eine gute Zusammenarbeit beginnt auch eben damit, dass beide Seiten ehrlich sind sich gegenseitig einschätzen, ob sie wirklich zusammenpassen. Und wenn ich merkt, dass es eben nicht der richtige Partner ist, muss man frühzeitig Nein sagen, anstatt zu spät.
Jan (webGefährte) • 30:11
Also du kannst offensichtlich Gedanken lesen. Also, das war auch das, was ich jetzt reingeworfen hätte, ja, weil es letztendlich ja auch fair zugehen soll. Also häufig ist ja auch in irgendeiner Art und Weise ein Termindruck da oder eine Notwendigkeit, ein Problem zu lösen. In dem Fall bei dir so ein Besetzungsthema für eine bestimmte Stelle. Aber das kann ja jeder, der heute hier zuhört, auch auf sein Thema beziehen. Also, wenn ich mir dann erst wochenlang Zeit nehme und sage, Mensch , Ich glaube, mit uns wird das nichts. Dann hat aber die gegenüberliegende Seite auch genau diese gleiche Zeit auch schon verloren und kann sich da dann nicht gegenüber einer Alternative umschauen oder tatsächlich auch So wäre ich jetzt tatsächlich, dass ich häufig auch überlege, Mensch. Vielleicht rufst du mal den an Der könnte vielleicht was für dich sein. Oder man gibt in dem Fall in irgendeiner Art und Weise eine Orientierung, wie es weitergehen kann. Manchmal geht es nicht, aber wenn ich die Möglichkeit habe, mache ich auch das. Da bin ich tatsächlich auch Sehr transparent, was das anbetrifft.
Elena • 31:20
Ja, also für mich ist auch eine Absage nicht immer gleich automatisch ein Abbruch der Beziehung. Also ich glaube, viele verwechseln das immer, wenn nein sagt, dass es direkt einen Abbruch stattfindet. Natürlich, wenn das Mensch nicht passt, dann ist es ein anderes Thema. Aber wenn man jetzt trotzdem gut klarkommt und es vielleicht zeitlich bei mir auch nicht reinpasst, Weil ich gar nicht die Kapazität aufbringen kann, das Projekt vielleicht so zu steuern, dass es für den Kunden perfekt ist. Man kann trotzdem in Kontakt bleiben. Also für mich ist das immer sehr wichtig. Und wie du auch gesagt hast, eine andere Lösung zu empfehlen. Man hat ja auch ein Netzwerk. Ich habe natürlich auch sehr, sehr viel gute andere Kollegen, die ich sehr gerne weiterempfehle, wenn ich nicht die richtige für das Projekt bin. Und da bin ich immer auch, wie du sagst, immer sehr auf der Meta -Ebene zu sagen, was kann ich dem Kunden trotzdem Gutes tun, dass er sein Projekt closen kann? Egal in welcher Hinsicht das ist, ob ich das jetzt mache. Oder jemand anders. Ich finde, eine Beratung sollte immer der Lösungsansatz sein, eine Lösung zu finden. Und die muss nicht immer Elena Engelmeier heißen, die kann auch mal jemand anders sein.
Jan (webGefährte) • 32:21
Klar, absolut. Lass uns mal noch vielleicht einen Sonderfall reinwerfen. Bin immer ein Freund davon, nicht ganz nur so schwarz-weiß zu die Sache zu betrachten. Ich würde mal versuchen, mit so ein paar Prozentsätzen, ob die jetzt bei dir genau stimmen, aber ich versuche es mal aus deiner Formulierung rauszulesen. Bei dir ist schon mehr als 50 Prozent das Thema des Honoramus stimmen. Und wenn jetzt dort ein Kunde daherkommt und du bist der Meinung, wow, irgendwas hat das Projekt in einer Konstellation, wo du sagst, Das wird für mich irgendwie eine Referenz oder ich habe damit in Kontakt hergestellt, der mir für ein Folgeprojekt dienlich sein kann. Ich habe jetzt schon zwei Beispiele genannt, aber gibt es so Ausnahmen, wo du sagst, das ist mir schon auch in meiner Zeit im Job passiert? Wo ich gesagt habe: gut, ich habe dann diese bittere Pille geschluckt und das war für mich dann aber auch eine gute Entscheidung. Das, glaube ich, die Facette könnte nochmal helfen.
Elena • 33:31
Ja, tatsächlich gab es das, ja. Ich habe mit einem Kunden auch honorartechnisch haben wir sehr lange gesprochen. Wir sind uns nicht ganz einig geworden und wir haben dann gesagt, okay, wir kommen uns beide ein bisschen entgegen mit unserer. Mit uns bedanken und haben lange darüber gesprochen. Es war ein sehr, sehr schönes und gutes Gespräch. Und wie du gesagt hast, ist es tatsächlich dann so gewesen, dass wir gesagt haben, es gibt Folgeprojekte. die man einfach anknüpfen kann und wo dann die Marge, wenn man das andersrum wieder wirtschaftlich zurückrechnet, wieder auf den Punkt kommt, zu sagen, gut, okay. Das ist trotzdem ein guter Fit. Also, ich finde das trotzdem wichtig, wie du gesagt hast. Manchmal gibt es Projekte, da passt die Marge vielleicht nicht, wie du sagst, weil das ist vielleicht 50 Prozent das, was für mich passen muss. Aber es hat dann einen guten Fit, weil es gibt Folgeprojekte und oder es ist einfach ein Herzensprojekt. Ich hatte auch ein Projekt, was ich gemacht habe, was ich sehr, sehr toll fand. Da habe ich dann auch gesagt, für mich ist die Marsche gar nicht das Wichtigste, sondern einfach Ich finde euer Produkt, was ihr macht, wie ihr seid, was ihr tut, so wichtig und so toll. Ich möchte einfach euch unterstützen und möchte dann Teil davon sein. Das gibt es natürlich auch. Aber wie du sagst, für mich ist das Wichtigste zu sagen, gut, okay, ich rechne es trotzdem durch. Ich finde, das ist das A und O. Und wenn es sich wirtschaftlich irgendwie reinpasst, also jetzt kein super Verlustgeschäft ist, dann würde ich das auf jeden Fall machen. Und manchmal ist es auch geht es gar nicht um das Geld, das Geld, was man verliert, vielleicht, sondern wie du sagst, manchmal wiegt der Mensch, mit dem man arbeitet, das Projekt dann auch auf, ja. Und sagt man, oh gut, okay, der hat gute Kontakte, der hat weitere Folgeprojekte. Oder ist, wie du sagst, es ist einfach eine gute Referenz, die ich einfach nach außen auch geben kann. Ich habe mit Person X gearbeitet und die kennt man in der Branche. Man muss so ein bisschen so ein Feingefühl haben, wie du sagst, man darf nicht schwarz und weiß denken und sagen, ah, das ist nicht mal Mindestonera und tschüss. Sondern wirklich zu sagen, gut, okay, gibt es da noch was anderes, was nicht weitertreibt, was ein Triggerpunkt vielleicht ist, wo man sagen kann, ich kann daran anknüpfen. Ich glaube, man muss immer auch im Gespräch bleiben.
Jan (webGefährte) • 35:37
Wir sind halt Menschen. Wir haben Mund und wir haben Ohren und damit kann man sich meines Erachtens gut verständigen. Und wenn man das Gefühl hat, auf der anderen Seite, der oder diejenige meint das ehrlich. Und es ist dann nicht nur so eine Floskel, da wird mal ein Folgeprojekt kommen. Kenne ich auch zur Genüge in der Beratung, so diese Karotte, da soll dann die Beratungsfirma einfach eine Mischkalkulation machen und dann wird das schon wieder passen. Nein, ich glaube, wenn derjenige auf der anderen Seite es wirklich ehrlich meint und es passt fachlich, auch das, was man was man mit dem Team als solches liefern kann. Man hat beidseitig das Gefühl, ja, wir können hier ein richtig gutes Projektergebnis liefern. Und dann ist halt die erste, weiß ich nicht, die Konzepterstellungsphase nicht so gut bezahlt, aber die Implementierungsphase, die vielleicht einen anderen Geldgeber hat, dann ist die Situation tatsächlich. Wieder eine andere. Und das zumindest mal abzuklopfen, glaube ich, ist kein Fehler. Und darüber dann auch offen und ehrlich zu sprechen, das, wie gesagt, ist, glaube ich, ein ganz, ganz ziemlicher. Dann sind wir schon eigentlich so ein bisschen bei dem, was wahrscheinlich die meisten Was den meisten vielleicht da draußen noch leicht fällt, ist zu sagen, ich glaube, es passt fachlich nicht. Also hatte ich auch, da bin ich auch ganz transparent, wenn jemand zu mir kommt und sagt. Jo , ich brauche übernächste Woche drei Aufträge, dann sage ich du, ich mach, wir machen Inbound Content Marketing. Da sprechen wir über Vorlaufzeiten von sechs Monaten. Und da sage ich, wir können das gerne machen, aber wir werden dein Ziel nicht erreichen. Und da dann auch ganz transparent zu sein und dann passt es einfach aufgrund der fachlichen Aufgabe nicht. Ich glaube, das fällt dem einen oder anderen tatsächlich noch leicht. Aber wenn es dann tatsächlich um so softere Sachen geht, über die wir auch heute schon gesprochen haben, würde mich interessieren, wie formulierst du das dann so, dass du sagst, jawohl, Da können auch beide ihr Gesicht wahren am Ende, auch mit so einer Entscheidung.
Elena • 38:00
Ich habe es ja vorher schon mal gesagt, also für mich bitte geht es, dass es beide, für beide Seiten fair enough ist, also dass beide Seiten sich wohlfühlen. Wenn es zu einer Absage meinerseits kommt, bin ich immer sehr offen und ehrlich. Und ich würde dem Kunden auch immer gerne ein Feedback geben. Also ich Frage auch immer sehr nett nach. Darf ich euch ein Feedback geben, warum ich die Absage mache? Manchmal hat es auch einen zeittechnischen Hintergrund, wie du jetzt auch gesagt hast. Ich kann es gar nicht von der zeitlichen Komponente her schaffen. Weil ich gar nicht die Manpower hinter mir vielleicht habe, zu sagen, gut, ich kann jetzt in einem Monat ein CEO besetzen. Aber wenn es jetzt ein anderes Thema ist, wie dass mir das fachlich einfach, ich nicht glaube, dass es ein Match ist oder dass es menschlich für mich aus welchen Gründen auch immer ein persönliches Bauchgefühl ist, dann bin ich immer ganz ehrlich und sage das auch den meisten Menschen. Ich frage immer vorher ganz nett nach. Ich würde sagen, lieber Jan, darf ich dir vielleicht auch mitteilen, was es vielleicht auch gelegen hat? Die meisten sind sehr offen und sagen, sie wollen es natürlich auch wissen, weil sie können dann natürlich auch daran arbeiten. Oder vielleicht auch ein Thema, ja, vielleicht doch noch aus dem Raum nehmen, was vielleicht dann dazu führt, dass man doch mit euch vielleicht zusammenarbeiten kann. Aber ich bin da immer tatsächlich sehr offen und transparent und sage das. Also ich bin auch ein Mensch von ich rufe an oder wir machen es persönlich. Ich finde kein Mensch von E-Mail-Absagen. Ich finde es immer sehr schwierig in einer persönlichen Beziehung wie in einer Beratung. eine E-Mail zu schreiben und zu sagen, danke, nein, würde ich tatsächlich nicht machen. Also ich würde tatsächlich immer auf Augenhöhe auch zurücktreten und sagen, eine Absage ist nicht ein Nein, sondern ein einfach für mich ein aktuell passt es nicht aus den und den gründen. Vielleicht ist es in einem anderen, späteren Zeitpunkt, wo man doch noch zusammenarbeiten kann. weil sich interner verändern, weil sich Menschen in neue Positionen kommen etc. Es gibt immer eine Möglichkeit. Ich finde, dass man muss und sollte daran gewennt und sehr ehrlich zu sich selber sein, aber auch zu seinem Gegenüber, weil nur so kann der Mensch sich verbessern. Ohne dass mir jemand sagt, das finde ich nicht toll oder mir gefällt dir und die Art und Weise nicht, wie du arbeitest, kann ich mein Produkt auch nicht verbessern. Und so auch jetzt in dem Fall mein Kunden nicht. Wie wirkt er auf mich, wie wirkt er vielleicht auch auf dem Markt und auch vielleicht für Kandidaten. Das ist natürlich super wichtig. Wenn er auf mich schon vielleicht nicht so wirkt, freundlich etc. dann wie wirkt er auf Kandidaten? Das ist auch immer ein gutes Feedback. System lassen leider Gott, dass die Leute nicht beizurtage.
Jan (webGefährte) • 40:22
Worauf ich noch eingehen wollte, ist Diese Behutsamkeit, ja, demjenigen erstmal zu fragen, bist du offen dafür? Ich glaube, das macht Sinn, weil dann die Gegenseite erstmal auch zuhört. Weil es hat ja meines Erachtens keinen Vorteil, wenn man einfach nur, weißt du, im Sendemodus ist und der andere, wenn das nicht ankommt, dann kann man sich das auch sparen. Es ändert dann am An der Entscheidung sowieso nichts, aber an dem Verständnis dafür, wie es zustande gekommen ist. Und die zweite Sache, die ich tatsächlich dort auch , wir haben es, glaube ich, in unserem Mittagessen auch kurz gehabt. Was macht das eigentlich mit dir? Das ist eine Situation, die du kommst sehr toff rüber, aber es ist, glaube ich, trotzdem für dich auch nicht leicht, diese Entscheidung zu transportieren. Aber es macht was mit einem, vor allem im Nachgang, wenn man das so transportiert hat, und man hat sich nicht auf dieses Naja, mal sehen, wie es wird, Projekt eingelassen. Vielleicht kannst du da nochmal drauf eingehen, wie sich das dann anfühlt, nicht im Sinne von Jetzt habe ich es dem ja gezeigt, sondern wie fühlst du dich damit dann im Nachgang?
Elena • 41:43
Ja, das Gefühl danach ist trotzdem, auch wenn ich vielleicht tough wirke oder einfach sage, gut, okay. Ich mache das und sage das jetzt. Es ist einfach ein komisches Gefühl am Anfang. Es ist wirklich das erste Mal, wo ich das hatte, war. Mein Bauch hat sich zusammengezogen. Ich habe mir gedacht, oh Gott, war das wirklich die richtige Entscheidung? Ich hätte das Geld wirklich gebraucht. Aber im Nachgang war es so ein freies Gefühl. Ich war ehrlich, ich hab. Die richtige Entscheidung getroffen und es hat sich im Nachgang, ich sag mal, sehr gut angefühlt zu sagen, ich durfte auch Nein sagen. Ich hat meine Grenzen einfach auch kennengelernt. Ich glaube, das ist so der wichtigste Punkt. Zu sagen, ein Nein ist diese Grenze und das ist ist gut für mich und auch für mein Mindset. Ja. Ich glaube, umso öfter man Nein sagt zu einem Kunden, umso besser wird es. Also ich glaube, das ist auch so ein Learning by Doing.
Jan (webGefährte) • 42:44
Also Ich stimme dir hundertprozentig zu. Und diese , aber einfach auch diese Erkenntnis mal zuzulassen und es dann mal auszuprobieren, da würde ich tatsächlich auch. jedem mit unserer Folge heute das vielleicht auch wirklich mal wünschen. Also nicht ans Herz legen, aber wünschen. Probiert es einfach mal aus. Wenn es nicht passt. Ich glaube, das lässt einen persönlich wachsen. Und man hat dann auch mal die Möglichkeit, die die Ja, so ein bisschen die den Effekt dessen, was das mit einem Macht auch mal auch mal kennengelernt. Und man wird über die Zeit tatsächlich auch feststellen, dass das unbedingt der sich besser anfühlende Weg ist. Als nicht dann dieses Vielleicht-Projekt auch zu machen. Bin ich unbedingt der Meinung. Und wenn dann der Kunde, weiß nicht, wie dann häufig die Reaktion ist bei dir, Aber ich hatte ein Kunde, der hat mir hinterher noch eine Bewertung geschrieben auf Google und hat gesagt, hey, er fand das Gespräch So Bombe, obwohl wir nicht zusammengekommen sind. Aber die Ehrlichkeit und die Transparenz, die dann in diesem In dem Gespräch da war, die ihm jetzt auch wiederum hilft, den besseren Match zu finden. Das ist eine Sache, die einem dann auch eine Bestätigung geben kann und wie gesagt, damit ist es nicht nur das eigene Gefühl, was diese Resonanz dafür für diese Entscheidung zurückspielt, sondern auch die Gegenseite, die dann vielleicht am Anfang enttäuscht ist, aber mit einer Nacht drüber schlafen, vielleicht auch wirklich sagt, wow, Entweder der versteht sein Business oder der ist absolut authentisch, der verstellt sich nicht, was auch immer einem dann persönlich wichtig ist. Als Dienstleister. Das wird dann auch von Kundenseite zurückgespielt. Und dann sieht man meines Erachtens auch, ob das vielleicht dann auch ein Kunde für die Zukunft ist, wenn sich die Konstellation verändert hat. die Projektziele vielleicht andere sind, sodass dann auch ein in Match wieder wieder möglich ist. Ich
Elena • 45:09
finde, es ist auch in der heutigen Welt erfrischend anders, wenn man mal wieder ehrlich ist und ein ehrliches Feedback kriegt. Ob das jetzt in meiner Seite ist oder auch Kundenseite. Ich finde es einfach. Mal wieder toll, wenn jemand sagt, darf ich dir ein Feedback geben? Und das ist dann auch noch ein ehrliches Feedback. Das finde ich einfach klasse.
Jan (webGefährte) • 45:31
Ja, also wie oft spricht man von dem Wort Empathie, ja, was schon fast ein bisschen, ein bisschen abgedroschen ist, aber ja, einfach sich selbst zu sein und Und das dann auch in all dem, was man in seinem geschäftlichen Alltag dann zu liefern hat, auch anwendet, das finde ich absolut, absolut wichtig und richtig. Du hast schon ein bisschen darauf eingezahlt, mit dem Thema Reputation und wie du auch dein eigenes Produkt damit weiterentwickeln kannst. Vielleicht ist das eine ganz gute Frage auf der Zielgeraden. Wie verändert das auch so ein bisschen deine Deine eigene Positionierung da draußen in der Wahrnehmung bei Kunden, aber auch wie du dein Produkt weiterentwickelst, was ja nicht nur meines Erachtens Die Lösung ist, dass dann die neue Person in der neuen Rolle vorhanden ist, sondern du hast ja mit deinem Produkt auch eine Methodik, einen Ablauf, wie du dorthin kommst. Und mit dieser Klarheit und Transparenz auf Basis von Auswahlkriterien dann immer auch ein Ticken besser zu machen. Was macht das mit dir? Also einfach, wenn du das so auslebst. Was bedeutet das für deine, für die Lösung, die du da draußen anbietest?
Elena • 46:58
Ich bekomme oft das Feedback von Kunden, was ich sehr schön finde, was ich auch gerade schon sehe, dass es erfrischend anders ist. that is a andere art of recruiting is underground zusammenarbeit is. Of my website oder ich sag das auch immer bei meinen ersten Akquisitionsgesprächen, bei mir steht der Mensch wirklich im Mittelpunkt. Weil ich immer sage, ohne Mensch ist nichts los. Also egal, ob wir jetzt die KI haben oder wie es alles damit weitergeht, ich finde, das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass immer wieder sich. . . In ins Mindset zu rufen. Wir sind alle auf einer Augenhöhe. Wir sollten alle sehr gut miteinander zusammenarbeiten können, um das Projekt voranzutreiben. Und ich glaube, das ist so ein Thema, das es den Unterschied zu anderen vielleicht auch macht, zu anderen Beratungen, dass ich mir die Zeit nehmen kann, weil ich aktuell einfach mir die Kunden Ich sage nicht, ich suche mir die Kunden raus, sondern ich übernehme die Verantwortung dafür, mit wem ich eine professionelle Zusammenarbeit habe. Das ist, glaube ich, das Wichtigste oder mein Key gewesen irgendwann.
Jan (webGefährte) • 48:02
Verstanden, verstanden.
Elena • 48:03
Genau.
Jan (webGefährte) • 48:04
Wow. Stern , eine sehr reflektierte Aussage. Finde ich toll. Auch ähm nicht so der Cherry-Picking, ich suche mir denjenigen, der zu mir passt, sondern dann tatsächlich auch ja so ein bisschen Verantwortung dafür zu übernehmen, dass das Endergebnis von dem Projekt auch das werden kann, was mein Anspruch Wäre. Und da spielen halt verschiedene Kriterien zusammen oder müssen verschiedene Konstellationen zusammenkommen, dass das passt. Sag mal, was ist denn heute los? Jetzt fangen Sie hier bei mir an, irgendwie zu hämmern. Okay, der Jan wird sich freuen, der hat viele, viele Dinge für unsere Erfolge hier zu richten. Aber gut, so ist es manchmal. Genau, aber Gedanke nochmal zu Ende. Es ist tatsächlich so ein bisschen der ganzheitliche Blick. Und wir sprechen ja heute über ein Entscheidungskriterium. Nehme ich den Job an oder nehme ich ihn nicht an? Und diese Entscheidung hat eine große Auswirkung auf das, was ich am Ende liefern kann. Und bin ich da auch stolz drauf, was ich da dann liefern konnte. mit den mit den Rahmenbedingungen, die dann da waren. Elena, hast du noch eine Sache, wo du sagst, Mensch Da sind wir noch gar nicht so richtig drauf eingegangen in unserem Gespräch heute, aber die würde ich gerne noch unseren Zuhörern und Zuhörerinnen mitgeben, weil sie für dich persönlich einfach wichtig ist.
Elena • 49:46
Ich habe mir so die Gedanken jetzt auch gemacht in unserem Gespräch und ich dachte mir, gerade als Selbstständiger oder Selbstständiger muss man nicht jeden Auftrag annehmen Man braucht die richtigen Projekte, die richtigen Kunden und eine Arbeitsweise, hinter der man selbst stehen kann. Ich glaube, das ist das, was man sich immer wieder in dieser Bubble, wo wir uns so befinden mit der Selbstständigkeit, einfach immer wieder darauf zurückblicken sollten und sagen sollten, okay, kann ich hinter dieser Arbeitsweise, die ich da mache, auch stehen. Das ist so mein Abschlussgedanke für heute. Und sagt auch gerne mal Nein.
Jan (webGefährte) • 50:28
Nicht nur um es auszuprobieren, sondern ja, ich glaube, das. Das vielleicht mit dem Schuster bleib bei deinen Leisten ist so ein bisschen eine ein abgedroschener Sprichwort, was einem hilft. einen Auftrag abzulehnen, weil es nicht zum Kerngeschäft der Dienstleistung gehört Aber ich glaube, heute haben wir auch festgestellt, dass es auch neben dem fachlichen Match noch ein paar andere Kriterien gibt, die da dazugehören sollten, um am Ende auch ein Ein tolles Projektergebnis zu liefern. Und am Ende sollte man vielleicht auch nicht vergessen, das Kostbarste, was wir alle haben, ist Zeit. Und wenn ich die Zeit in das falsche Projekt investiere, dann werde ich vielleicht irgendwie dafür bezahlt, aber es könnte auch die Zeit sein, die ich viel erfüllte. mit einem anderen Kunden verbringen kann und damit vielleicht auch wieder meine Persönlichkeit stärke oder mein Produkt verbessere. Dass es tatsächlich auch eine Chance hinter so einer Absage gibt. Also, das glaube ich, wäre auch so eine, ich will nicht sagen, Resümee, aber das ist auch so eine Erkenntnis, die ich für mich mitnehme. Also, das ist das eine. Und das andere ist so ein bisschen, was ich auch aus unserem Gespräch heute sehr prägend mitgenommen habe, ist, dass eine Absage tatsächlich kein Abbruch einer Beziehung sein muss, sondern dass man sagen kann, Mensch , wir haben jetzt auch auf Basis meines Feedbacks gesehen, warum das nicht der Fall ist, aber das ist tatsächlich eine Momentaufnahme von jetzt und der aktuellen Projektsituation, in der wir uns befinden. Und die dann einfach neu zu bewerten, wenn sich die Ausgangssituation verändert, dafür dann auch entsprechend offen zu sein. Also, das nehme ich für mich mit und Ich möchte dir ganz, ganz herzlich danken für das offene und sehr einblickreiche Gespräch, auch in deiner Arbeit danken. das immer verbinde, auch mit dir weiterhin viel Erfolg zu wünschen. Ehrlich gesagt, mach mir gar keine Sorgen. Es läuft super bei dir und das wird es auch noch weiterhin. Was aber auch auf Basis unseres Gespräches heute kein Produkt des Zufalls ist. Du machst dir halt Gedanken, wie du dort nach vorne hin arbeiten möchtest. Und dann wird das Ergebnis einfach. . Ein Produkt von soliden Bausteinen, die aufeinander liegen und die dich dann auch tragen, auch durch vielleicht mal schlechtere wirtschaftlichere Situationen, wie auch immer. Also vielen, vielen Dank, dass du da warst, Helena.
Elena • 53:13
Ich danke dir, Jan, dass du dir die Zeit genommen hast, mit mir zu sprechen und ich freue mich, dich bald wiederzuhören, zu sehen, wie auch immer.
Jan (webGefährte) • 53:20
Sehr gut, so machen wir das. Finde ich bestimmt ein Beispiel oder ein anderes Thema, wo wir uns mal wiederhören können. Okay?
Elena • 53:26
Auf jeden Fall. Ich danke dir und schönen Tag noch.
Jan (webGefährte) • 53:31
Dank Elena haben wir gesehen. Nicht jeder Auftrag, der Umsatz bringt, ist auch ein guter Auftrag. Ein gründliches Briefing jedoch kann zeigen, ob Honorar, Erwartungen und die menschliche Ebene auch wirklich zusammenpassen. Denn ein falsches Match kostet uns unter Umständen nicht nur Marge, sondern auch Zeit, Energie und Reputation. Eine ehrliche und persönliche vor allem Absage gegenüber dem Kunden muss nicht leicht die Beziehung beenden. Sie kann Vertrauen schaffen und die eigene Positionierung sogar stärken. Meine wichtigste Erkenntnis: Du musst und wir vor allem müssen nicht jeden Auftrag annehmen. Entscheidend ist. Ob wir hinter der Arbeitsweise und dem Ja zu dem Kunden dann tatsächlich auch stehen können. Meine Frage an dich. Welches klare Auswahlkriterium hilft dir bei der nächsten Kundenanfrage? Schreib mir an jan(at)webgefaehrte.de.
Bis dahin, Dein Jan Czichos
Show notes
Begriffsklärung:
- 360-Grad-Briefing bezeichnet in dieser Folge die vollständige Klärung von Rolle, Unternehmen, Zielen, Erwartungen, Entscheidungswegen und Kandidatenkommunikation, bevor ein Suchmandat angenommen wird.
- C-Level-Recruiting bezeichnet die Suche und Auswahl von Führungskräften auf oberster Leitungsebene, etwa Geschäftsführung oder Vorstand. Für Auftraggeber zählen neben Fachwissen auch Verantwortung, Führung und Passung zum Unternehmen.
- Candidate Experience beschreibt alle Eindrücke, die Bewerberinnen und Bewerber während eines Auswahlprozesses sammeln. Klare Kommunikation und respektvoller Umgang beeinflussen, wie sie das beauftragende Unternehmen und die Beratung wahrnehmen.
- Executive Search ist die gezielte Suche und direkte Ansprache geeigneter Führungskräfte für verantwortungsvolle Positionen. Die Personalberatung vertritt das beauftragende Unternehmen dabei auch gegenüber möglichen Kandidatinnen und Kandidaten.
- Das Kerngeschäft umfasst die Leistungen, mit denen ein Unternehmen hauptsächlich Nutzen für seine Kunden und Umsatz erzeugt. Aufträge außerhalb dieses Bereichs können zusätzliche Kompetenzen, Aufwand und Risiken verlangen.
- KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen. Die Einordnung richtet sich meist nach Beschäftigtenzahl sowie Umsatz oder Bilanzsumme und grenzt diese Betriebe von Großunternehmen ab.
- Kunden ablehnen bedeutet, einen Auftrag nicht anzunehmen, wenn Ziele, wirtschaftlicher Rahmen oder Zusammenarbeit nicht zum eigenen Unternehmen passen. Eine klare persönliche Absage kann beide Seiten schützen und die Beziehung erhalten.
- Kundenauswahl ist die bewusste Prüfung eines möglichen Auftrags vor der Zusage. Dazu gehören ein vollständiges Briefing, wirtschaftliche Grenzen und die Frage, ob eine verantwortliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich ist.
- Die Kundenbeziehung umfasst Erwartungen, Rollen, Kommunikation und Vertrauen während einer Zusammenarbeit. Offen begründete Entscheidungen können die Beziehung auch dann erhalten, wenn ein Auftrag nicht zustande kommt.
- Die Marge ist der Anteil des Erlöses, der nach Abzug der unmittelbar zurechenbaren Kosten verbleibt. Sie zeigt, ob sich ein Auftrag wirtschaftlich trägt.
- Ein Match bezeichnet die tragfähige Passung zwischen Auftraggeber, Dienstleister, Aufgabe und Arbeitsweise. Fachliche Eignung allein genügt nicht, wenn Erwartungen, Werte oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen nicht zusammenpassen.
- Ein Mindesthonorar ist die zuvor festgelegte Untergrenze, zu der ein Auftrag wirtschaftlich sinnvoll übernommen werden kann. Es schützt davor, dass Aufwand, Laufzeit und Verantwortung die Vergütung übersteigen.
- Bei einer Mischkalkulation wird ein einzelner Auftrag im Zusammenhang mit möglichen Folgeprojekten oder einem anderen belegbaren strategischen Nutzen betrachtet. Eine Ausnahme beim Honorar braucht deshalb eine bewusste wirtschaftliche Begründung.
- Personalberatung unterstützt Unternehmen bei der Suche, Auswahl und Gewinnung geeigneter Fach- und Führungskräfte. Sie umfasst häufig Briefing, Direktansprache, Beurteilung und Begleitung bis zur Besetzung.
- Personaldienstleistung ist der Oberbegriff für Leistungen rund um Personalgewinnung und Personaleinsatz. Dazu können Personalvermittlung, Arbeitnehmerüberlassung, Recruiting oder Beratung gehören.
- Die Positionierung beschreibt, für welche Zielgruppe, Probleme und Arbeitsweise ein Unternehmen erkennbar steht. Klare Auswahlkriterien machen dieses Profil glaubwürdig, weil nicht jeder Auftrag angenommen wird.
- Ein Recruiting-Mandat ist der konkrete Auftrag an eine Personalberatung, eine definierte Position zu besetzen. Es legt Rolle, Suchfeld, Honorar, Zusammenarbeit und Verantwortlichkeiten fest.
- Recruiting-Research bezeichnet die systematische Recherche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für eine konkrete Position. Dabei werden Zielmärkte, Unternehmen, Profile und mögliche Kontaktwege untersucht.
- Reputation bezeichnet den über längere Zeit entstandenen Ruf einer Person oder eines Unternehmens. Im Recruiting prägen auch Kommunikation und Erfahrungen der Kandidatinnen und Kandidaten diesen Ruf.
Kunden vor der Zusage prüfen
Diese Entscheidungshilfe übersetzt Elenas Erfahrungen in fünf konkrete Schritte. Am Ende steht kein vorschnelles Ja oder Nein, sondern eine begründete Entscheidung, für die Sie Verantwortung übernehmen können.
1. Auftrag vollständig klären
- Klären Sie Ziel, Rolle, Erwartungen, Entscheidungswege und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.
- Fragen Sie, wie das Unternehmen gegenüber Kandidatinnen und Kandidaten auftreten möchte.
- Ergebnis: Die wesentlichen Punkte des Briefings sind vollständig und widerspruchsfrei festgehalten.
2. Wirtschaftliche Grenze prüfen
- Vergleichen Sie das angebotene Honorar mit Ihrer vorab festgelegten Untergrenze.
- Planen Sie die realistische Laufzeit ein. Elena rechnet bei ihren Mandaten mit ungefähr drei Monaten; dauert die Suche länger als vier Monate, wird sie wirtschaftlich und organisatorisch schwieriger.
- Ergebnis: Honorar, Aufwand und möglicher strategischer Nutzen tragen den Auftrag – oder sprechen nachvollziehbar dagegen.
3. Menschlichen Fit prüfen
- Nehmen Sie Ihr Bauchgefühl ernst und prüfen Sie, ob eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe möglich ist.
- Achten Sie darauf, ob Sie Verantwortung übernehmen dürfen oder lediglich als ausführender Dienstleister betrachtet werden.
- Ergebnis: Sie können in einem Satz begründen, warum die Zusammenarbeit menschlich trägt oder nicht.
4. Entscheidung mit Abstand treffen
- Lassen Sie das Briefing zwei bis drei Tage wirken und führen Sie anschließend ein kurzes Gespräch von etwa 15 Minuten.
- Entscheiden Sie zwischen Zusage, veränderten Rahmenbedingungen und einer Absage.
- Ergebnis: Die Entscheidung beruht auf klaren Kriterien statt auf Umsatzdruck oder einem flüchtigen Eindruck.
5. Absage persönlich aussprechen
- Sagen Sie persönlich ab und fragen Sie zunächst, ob Sie ein offenes Feedback geben dürfen.
- Benennen Sie klar, ob Zeitpunkt, Honorar oder die grundsätzliche Passung gegen den Auftrag sprechen.
- Ergebnis: Ein klares Nein setzt eine Grenze, ohne den Menschen oder eine mögliche spätere Zusammenarbeit abzuwerten.


