Beschreibung

In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Kevin seinen eigenen Podcast gestartet hat – ohne Technikfrust oder Perfektionsdruck. Er zeigt, wie ein minimalistischer Einstieg gelingen kann und warum gerade Fehler ein echtes Plus für die Authentizität sind. Wir klären, welche Parallelen es zu anderen Content-Formaten gibt, wie sich ein Podcast auf die Podcast Reichweite auswirkt und worauf Einzelunternehmer achten sollten, um nicht den Überblick zu verlieren. Ein inspirierender Einblick für alle, die mit dem Gedanken spielen, ihre Sichtbarkeit durch einen eigenen Podcast zu erhöhen – klar, praxisnah und motivierend.

Schlagwörter
Unternehmer Podcast für Internet Marketing
Unternehmer Podcast für Internet Marketing
Folge 048 - Podcast ein Case für Reichweite
Loading
/

Gast: Kevin Gründling

Authentischer Podcast als Reichweitenbooster, ohne Perfektionismus und Technikstress

InVEST

  • 1 konkrete Herausforderung
  • 2 Stunden/Woche freie Kapazität
  • 1 funktionierendes Mikrofon
  • 3–5 Content-Ideen aus dem Alltag
  • 1 Mindset: 80 % statt 100 % reicht
  • +30 % Sichtbarkeit nach 6 Monaten
  • Warme, qualifizierte Leads
  • Mehr Vertrauen bei Bestandskunden
  • Direkteres Feedback aus Zielgruppe
  • Markenwirksamer Marketingkanal
  • Return


    Intro

    00:00
    Ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Unternehmer Podcast. Dein Erfolgsrezept für Internet Marketing. Ich bin Jan von

    Heute geht es ein Thema, das viele von uns Solo-Unternehmer reizt, aber auch häufig abschreckt. Den eigenen Podcast nämlich. Vielleicht hast du auch schon mal darüber nachgedacht, einen solchen zu starten. beispielsweise deine

    Expertise zu zeigen, dein Netzwerk zu erweitern oder einfach nur deine Kunden zu inspirieren. Aber dann beschleichen dich plötzlich die Zweifel. Ist das nicht technisch total aufwendig oder habe ich genügend Zeit dafür? Bis hin zu was ist wenn ich nicht lange damit durchhalte? Genau darüber spreche ich heute mit jemandem

    der seinen Podcast komplett alleine produziert. Und das neben seinem eigentlichen Job. Er nimmt uns mit hinter die Kulissen und zeigt, ob die Ängste berechtigt sind, welche Fehler er heute nicht wiederholen würde und welche versteckten Stolpersteine in den verschiedenen Podcast-Formaten lauern. Und natürlich verrät er uns auch

    seinen optimalen Workflow für die eigene Produktion. Wenn du also schon länger mit dem Gedanken spielst, deinen eigenen Podcast zu starten oder einfach nur neugierig dann musst du unbedingt dranbleiben, denn auch heute wartet wieder ein spannendes Erfolgsrezept für dich.

    Vorstellung von Kevin

    01:59
    Bei ihm ist der Vorname Programm. Kevin ist allein mit seinem Podcast am Start. Doch wer nun denkt, dass er nur ein weiterer Solo-Host ist, der irrt gewaltig.

    Hauptberuflich sorgt er als Marketingmanager dafür, dass Customer Journeys nicht nur geplant, sondern auch erfolgreich umgesetzt werden. Und in seinem eigenen Podcast, den er übrigens seit 2020 bereits betreibt, führt er Gäste so gekonnt durch seine Gespräche, dass sie immer wieder sagen, bei ihm stimmt das A und O. A für außergewöhnlich angenehme Atmosphäre,

    und inspirierende Fragen für neue Perspektiven und O für perfekte Organisation und Technikoptimierung. Als Host machte es jedem Teilnehmer im Gespräch super einfach, sich auf sein Thema zu konzentrieren. Wer sich fragt, wie er mit seinem Podcast so professionell umgeht und diesen so aufziehen kann, der findet alle relevanten Fragen darauf in seinem Buch mit dem Titel

    Podcast FAQ. Wie schafft er es, seinen Podcast allein zu produzieren, ohne dass Qualität und Content darunter leiden? Darüber sprechen wir heute im Gespräch. Herzlich willkommen im virtuellen Podcaststudio, lieber Kevin Gründling.

    03:27
    Danke, danke, mein lieber Jan. Ach Gott, ne schöne Anmoderation hatte ich noch nie. Hat einer mal nen Taschentuch?

    03:31
    Ich glaube, das hast du dir verdient, wenn ich so nicht nur das, was auf LinkedIn über dich steht, sondern auch wenn ich so aus unserem Vorgespräch, auch so ein bisschen die Community, in der wir unterwegs sind, wenn ich den Leuten richtig zuhöre, dann ist ganz viel davon wahr und dann darfst du das Kompliment auch annehmen.

    03:48
    Danke, Vielen Dank.

    03:49
    Garen, schön, dass du dir die Zeit nimmst. Wollen wir mal mit ein paar persönlichen Fragen starten, sodass sich unsere Zuhörer und heute auch Zuschauer ein kleines Bild von dir machen.

    03:59
    Sehr gerne, sehr gerne.

    04:00
    Bist du ein Kind der 90er, vielleicht sogar der 2000er und was hat dich an diesem Jahrzehnt besonders geprägt?

    04:06
    Ach Gott, also geboren bin ich ja 89. Also irgendwo bin ich ein Kind von beidem. 90er und 2000er haben mich persönlich geprägt. Wie soll ich sagen, wir waren so die Generation, die noch rausgegangen ist, die noch kein Handy hatte, noch kein Smartphone hatte, noch nicht über WhatsApp irgendwo hin ist, sondern wir sind noch raus und haben geklingelt und haben gefragt, ob der Freund oder die Freundin da ist zum Spielen. Und dann haben wir draußen gespielt.

    Bei Wind und Wetter und haste nicht gesehen. Was mich eigentlich sehr geprägt hat, zur damaligen Zeit, mein Opa, muss ich eigentlich ganz ehrlich sagen, der mir wirklich fast alle Werte mitgegeben hat, die ich heute immer noch habe.

    04:45
    Sehr, sehr cool. Also sowohl Großeltern oder in dem Fall auch Eltern. Ich finde es immer interessant, ist wer hat eine besondere Wirkung auf dich, dass da häufig so ein Generationssprung dazwischen ist. Nichts gegen die Eltern, aber ich habe das auch schon häufiger gehört. Wenn du ein Beispiel zu dieser Prägung bringen solltest von deinem Opa, was hat er dir mitgegeben? Was ist das Erste, was dir dazu einfällt?

    05:13
    Hab immer irgendwie einen Witzauflager. Sei trotzdem ernst, wenn es darum geht, ernste Dinge anzusprechen. Aber sei nie böse. Also er war immer sehr ruhig, sehr gediegen. Das krieg ich, ehrlich zu sein, nicht immerhin. Bin ja ehrlich. Aber hab immer einen Witzauflager. Sei immer freundlich. Sei immer ruhig. Aber Gott im Himmel, vergesst nie das Lachen.

    05:23
    Mhm. Mhm.

    Sehr cool. Ich glaube, das ist schon mal ein sehr guter Einstieg in unser Gespräch. Ich da können ganz viele Leute auch einen Bezug herstellen.

    05:47
    Ich wollte eigentlich, ich sag dir ganz ehrlich, ich wollte früher immer ins Büro. Ursprünglich, ganz ursprünglich, habe ich immer gesagt, Papa, Papa, ich will Koch werden, hat mein Vater gesagt. Weißt du eigentlich, die für Arbeitszeiten haben, mein Sohn? Da habe ich dann gesagt, okay, ich gehe ins Büro. Lustigerweise habe ich das damals ja auch geschafft. Bin aber ganz ehrlich, ich könnte mir heute noch, ich weiß nicht, ob ich es bei dir im Podcast sagen darf, aber ich sag’s einfach mal.

    06:15
    Macht doch!

    06:16
    Ich könnte mir heute noch in den Arsch beißen, ganz ehrlich, dass ich die Ausbildung damals, die ich hätte bekommen können, nicht angenommen habe, sondern eine andere Stelle gewählt habe. Aber ansonsten habe ich meinen damaligen Traumberuf, Büro, warum auch immer damals schon Büro, jedes Kind, jeder junge Feuerwehrmann oder Polizist werden, nein, ich wollte damals schon ins Büro, dass ich den gekriegt habe.

    hat sich zwar hinterher herausgestellt, okay, Büro ist zwar toll, aber die Stelle an sich war ein bisschen… Aber ansonsten… Ja.

    06:53
    Ja, dann hattest du zumindest die Wahl. hatte, ich weiß gar nicht, was die Julia, über die wir uns vorhin auch schon unterhalten haben, auf jeden Fall hatte eine meiner Gesprächspartnerinnen gesagt, sie wollte im Tierpark oder im Zoo, glaube ich, ein Praktikum machen und hat zu der Zeit, als das bei ihr anstand, einfach keine Stelle bekommen. Und sie fand das total schade, womit natürlich häufig auch so ein

    weiß ich nicht, einen Berufsweg, den man sich vielleicht selber überlegt hat, … schon initial gar nicht zustande kommt oder den man nicht beschreitet. Und da geht dann natürlich ein anderen Weg. Aber find’s spannend. Du hast eher dieses, … ich hatte die Möglichkeit und hab mich dagegen entschieden. Und manchmal ist es die andere Seite, die sagt, nee, wir haben da gerade keine Stelle frei. Und dann muss man da entsprechend flexibel sein.

    07:42
    Ein Beispiel an der Stelle. Ich hatte mich damals beworben, Ausbildungsplatz. Das war Bankangestellter. Und jetzt kommt, ich werde es nie vergessen, never in my life. Ich war in Frankfurt im Hochhaus, Bank, wurde eingeladen zum Assessment Center.

    07:58
    Ja klar.

    08:01
    bin dahin, hab mich noch mit meiner damaligen Lehrerin angelegt, weil wir sollten damals nach, ich weiß nicht mehr, wohin fahren, irgendwie Klassenfahrt, ich hab gesagt, ich kann nicht, ich hab ein Bewerbungsgespräch. Da hieß es noch, ja, aber du musst mit bla bla bla. Egal. Long story short. Ich war oben im, weiß ich gar nicht, 23, 24, 25. Stock, Assessment Center. Es ging über zwei Tage. Und nach dem zweiten Tag sind wir alle zum Gespräch geladen worden. Und dann kam…

    08:11
    Ja.

    Mhm.

    08:28
    folgender Satz, ich werde es nie vergessen, O-Ton, wirklich O-Ton. Herr Gründling, ich würde sie ja eigentlich gerne einstellen, aber ganz im Ernst, sie sind wirklich noch ein bisschen zu jung und zu klein. Es würde am Schalter einfach scheiße aussehen. Vielen Dank fürs Assessment Center.

    08:49
    Das ist ja krass.

    08:50
    Ich

    werde es nie vergessen. Das hat sie wirklich so gesagt. werde es nie vergessen. ist jetzt mittlerweile… Warte mal, ich bin 35, das ist jetzt 20 Jahre her. Aber das werde ich nie vergessen. Das war wirklich O-Ton dieser Satz.

    09:01
    Wahnsinn. Ich glaube, das ist heute schon kaum noch denkbar. Ich versetze mich jetzt gerade auf die Arbeitgeberseite. So was offen zu sagen, schon totales Glatteis. Aber tatsächlich diese Anforderungen zu haben … Ich glaube, in der heutigen Zeit würde das gar keiner mehr machen können, weil man über wirklich gute Leute … Ich gehe jetzt mal davon aus, es hat bei dir fachlich gepasst.

    … nur die Körpergröße und vielleicht … … vielleicht so, wie du aussiehst, ja, … im Sinne von noch sehr jung, … da würden sich ja Lösungen finden lassen, ja, … aber ganz, ganz spannend. Ja, also ich glaube, das hat sich inzwischen … gedreht, aber nicht, weil vielleicht, … … weil einfach sich der Arbeitsmarkt verändert hat, ja.

    09:47
    Gewachsen bin ich nicht,

    der Arbeitsmarkt hat sich verändert. Also gewachsen bin ich jetzt nicht, ich bin nach wie vor 1,60 wie damals auch. Aber es hat sich geändert. Und da finde ich auch gut, dass sich es geändert hat. Die Körpergröße allein ist ja echt nicht alles. Du brauchst sie vielleicht für ein paar Sachen, aber für alles andere gibt es immer noch einen Hocker. Und das war letztes Jahr so lustig, bin ich eingeladen worden auf ein Event und sollte da im Podcast auch…

    10:07
    Absolut.

    10:15
    nicht jetzt halten in dem Sinne, sondern so eine kleine Anmoderation, also eine kleine Podcastsession. Und das wurde aber alles auf Stehtischen gebaut. Und war ja auch nicht von mir, sondern ich war da einfach nur Gast. Und habe ich gesagt, ey Leute, also das Mikrofon ist hier oben über meinem Kopf. Gib mir mal irgendwas, worauf ich stehen kann. Und dann stand ich auf einem Hocker und dann ging das Ganze. Aber jetzt mal ehrlich, da habe ich mir dann auch einen Spaß draus gemacht.

    10:40
    Ist es?

    10:44
    Und hab dann gesagt, okay, danke schön, jetzt steh ich auf einer Kiste. Das hab ich dann im Podcast auch so erwähnt. Mein Gott, bisschen lustig darf man ja dann auch sein. Ja, ich spiele damit mittlerweile. so wie damals vor 20 Jahren, da war ich 15, da war ich natürlich geschockt. Was hätte ich auch sagen sollen? Ich wusste es ja damals nicht besser, aber

    10:58
    Weißt du,

    ich muss sofort an den Kevin denken. Ich weiß nicht, welche Folge das ist, der vor dem Spiegel mit der Bürste, mit der Haarbürste und auf dem Hocker steht und singt genau den, genau den meine ich, als du das gerade gesagt hast. Ja, es ist nicht ein toller Icebreaker. Man versucht immer authentisch rüberzukommen im Marketing.

    11:09
    Kevin allein zu Hause.

    11:23
    Aber braucht es viel mehr als dich, der in einem Podcast eingeladen ist und dann sagt, also ich weiß nicht, ihr könnt das hier gerade nicht sehen, aber ich stehe hier auf einem Hocker. Du, ganz ehrlich, braucht es viel mehr als die Leute zum, wie sage ich, zum Zuhören, aber auch für eine gedankliche Offenheit zu bewegen. Also da bin ich zumindest so gestrickt. Bleibt doch einfach bei dem, was gerade los ist. Und es ist gar nicht schwer, dort auch dann authentisch rüberzukommen.

    11:53
    Lustig, man kann es sogar sehen, denn ich habe das als Kevin’s Kisten-Talk bezeichnet und das Video davon auf YouTube gestellt. Kann man sich bei mir im Kanal angucken, weil, also man sieht die Kiste nicht, aber ich steige live währenddessen von der Kiste runter und dann sieht man den Größenunterschied.

    11:59
    Geil.

    Wunderbar.

    ich glaube, wir können auch stundenlang über, ich glaube, auch Gemeinsamkeiten haben wir noch viel mehr, als wir auch hier im Vorgespräch schon identifiziert haben. Vertagen wir mal auf eine weitere Folge. Sehr, sehr gerne. Vielleicht noch ganz kurz, hattest du ein Idol in deiner Kindheit?

    12:30
    Also eigentlich muss ich da auch sagen, mein Opa an der Stelle. Aber jetzt so ein prominentes Idol? Nö. Also keiner, der mir einfällt.

    12:32
    Mhm.

    Aber ganz ehrlich, ich finde auch den Opa ein tolles Idol. Es muss ja nicht jemand sein, der im Fernsehen ist oder weiß ich nicht, irgendein Superheld sein. Ich würde sogar sagen, auch ein Opa kann ein Superheld sein für einen selber, weil er irgendwie, weiß ich nicht, super coole Staudämme bauen kann oder keine Ahnung, Tische zusammenzimmern kann oder was auch immer. Von daher alles cool. Dann kommen wir mal ein bisschen in deine berufliche Ecke. Wie

    Oder wann hast du denn für dich das erste Mal gemerkt, dass auch das Thema Selbstständigkeit für dich was sein könnte? Gab es da einen so einen bestimmten Moment?

    Warum selbstständig

    13:15
    Ja, gab’s. Gab’s wirklich. Also ich war zur damaligen Zeit im öffentlichen Dienst. Und war Sekretär an einer Berufsschule. Einer von zwei Sekretärinnen, ansonsten gab’s ja nur Sekretärinnen. War aber trotzdem ganz nice. Und ich hab damals immer so ein bisschen was gemacht mit Microsoft Publisher und Adobe Creative Cloud und so weiter. Immer mal so, aber nur lose, einfach nur für mich. Und…

    13:18
    Mhm.

    Mhm.

    Mhm.

    13:41
    Dann kam so die Frage von meinem damaligen Chef bzw. Schulleiter. Ey, wir brauchen neue Flyer, Kevin, hast du Lust, dich da bisschen kreativ auszutun? Dann habe ich das gemacht. Das hat eine Lehrerin gesehen und hat gesagt, hier, ich bin ja noch in dem und dem Verein aktiv. Hast du Lust, uns ein paar Roll-Ups zu kreieren? Ich würde dir auch dafür Geld geben. Da habe ich gesagt, ja, gerne.

    Muss ich mich aber fairerweise, weil wenn du mich schon bezahlst, muss ich logischerweise mich selbstständig machen. Und dann habe ich das Finanzamt angerufen und habe gefragt, hier Leute, wie mache ich das? Und dann haben die gesagt, ja das und das, so und so. Und schwuppdiwupp war ich in Anführungszeichen selbstständig. Kleinunternehmerregelung und so weiter, gab es ja damals schon. Und dann habe ich das einfach gemacht und habe dann auch die Rechnung geschrieben. Hab das alles mit Finanzamt und so weiter geklärt.

    14:11
    Mhm.

    14:33
    Und dann ging das. Und so ging das dann quasi los. Und so habe ich dann angefangen, diese Roll-ups zu erstellen. So habe ich dann eins, zwei kleine Kunden gehabt, wo ich auch Webseiten gemacht habe und so weiter. Und habe das dann benutzt, mir Fachkenntnisse anzueignen, ehrlich zu sein, aus dem öffentlichen Dienst rauszukommen. Jeder will rein, ich wollte raus. Und als ich das dann geschafft hatte,

    14:56
    Mhm.

    15:00
    rauszukommen nach 436 Bewerbungen und zwei Jahren. Plus noch anderthalb Studiengänge.

    war ich dann raus aus dem öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft und habe dann in dem Moment die Selbstständigkeit ad acta gelegt.

    Erstmal.

    Aber das war halt wirklich diese Motivation. wollte nicht, weil ich jetzt unbedingt raus wollte, aber ich habe gemerkt, öffentlicher Dienst gut und schön, aber du willst dann doch ein bisschen mehr. Und so habe ich ja damals dann auch die Studiengänge besucht und so weiter. Mein Bachelor gemacht, den Betriebswirt gemacht, Master gemacht, aber Master erst später. Und durch die damalige Lehrerin kam ich in diese Zeitpreneurtätigkeit, nebenher was selbstständig aufzubauen.

    15:21
    verstanden.

    Mhm, mhm.

    Okay.

    Ja, und dann die erste Rechnung schreiben. Das sind so bestimmte bestimmte bestimmte Momente, die einen dann auch prägen und oder vielleicht der nächste Auftrag, wie ist der zustande gekommen und so weiter. Das sind ja wirklich auch schöne Und deswegen ziehe ich da auch so bisschen drauf ab. Was hat für dich so den den Ich würde bei dir so ein bisschen rauslesen. Es war auch so ein bisschen der Wunsch nach Veränderung. Also diese diese

    diese andere Form der Tätigkeit. Und dann war auf einmal eine Gelegenheit da. Jemand hat gefragt, kannst du mir da helfen? Und dann nicht lange zu überlegen, wir kommen zu diesem Thema einfach ins Machen, ins Tun kommen. Kommen wir sicherlich heute auch noch. Aber so eine Gelegenheit einfach am Schopfe zu packen, ohne genau zu wissen, wo trägt mich das hin? Und dann mit dieser Situation dann einfach auch sich zu entwickeln. Ganz cool. Danke für den Einblick. Gehen wir mal.

    Dann von deiner beruflichen Entwicklung mal rein Richtung Podcasting. Was war denn da? War die Kistengeschichte, die du gerade erzählt hast, der defining moment, also der Auslöser, dass du auch gesagt hast, du möchtest was Eigenes in die Richtung machen oder was genau stand da als Auslöser bei dir?

    Auslöser für den eigenen Podcast

    16:56
    Also die Kistenvariante, die war ja letztes Jahr. Podcast existiert ja schon seit November 2020, also schon ein bisschen länger. Der ausschlaggebende Punkt war eigentlich der. Ich hab mein Masterstudium gehabt, nebenher. Also ganz normal Vollzeit gearbeitet, nebenher Fernstudium. Und hab die ganze Zeit irgendwie ein Medium gesucht. Wie kann ich mein Wissen, was ich in dem Moment mir aneigne?

    17:05
    Mhm. Mhm.

    17:26
    irgendwo festhalten. Ich war aber einfach zu faul zum Schreiben. Ich habe gesagt, den Scheiß mache ich nicht noch mal wie im Bachelor und klepper mir da den ganzen Tag irgendwie munterflockig ein in den Word rein, weil ich brauche irgendwas anderes. Und meine damalige Wohnung war gar nicht so weit weg von meinem damaligen Arbeitgeber und somit bin ich immer morgens und abends hin und zurück gelaufen und habe mir Podcasts angehört. Das war ja zu der Zeit noch so ein bisschen nischig, kam gerade erst, weil

    17:27
    Mhm.

    Mhm.

    17:55
    war ja da noch nicht so wie jetzt so weit verbreitet. Es gab den T3N-Podcast, gab den Podcast aus dem Maschinenraum für Marketing und Vertrieb. Und den habe ich mir immer angehört, zusammen mit dem T3N-Podcast. Und irgendwann kam er auf den Trichter. Das könnte ich eigentlich auch. Die Idee ist gar nicht mal so doof. Und dann bin ich eingeschlafen abends, hab mich ins Bett gelegt, gepennt, morgens aufgewacht, so noch mit dem Kopf unter der Dusche, ein bisschen noch mal eingepennt.

    18:12
    Mhm. Mhm.

    18:24
    An den Fugeln gerade so hängen geblieben. Aufgewacht nach drei Sekunden, war so Sekundenschlaf und dachte mir, ey, eigentlich, warum machst du das nicht einfach? Mikrofon kostet nicht viel. Udacity ist kostenlos, fängst einfach mal an zu labern, was soll schon groß passieren? Dann bin ich aus der Dusche raus, hab mir auf Amazon gerade noch, so wie ich stand im Adamskostüm, hab ich mir gerade noch ein Mikrofon gekauft und bin dann auf die Arbeit. Als dann ein Tag später das Mikrofon kam, hab ich das Ding aufgestellt und hab gesagt, so, jetzt…

    Ich mal was machst du hat ja damals noch mein studium an die ganzen studienhefte Und habe mir ein thema genommen und hat einfach erstmal geschrieben und habe das dann abgelesen und die allererste folge war die Vorstellung und die aida formel Und da siehe keine ahnung da fünf minuten oder so ging die erste folge und habe das so jetzt guckst du mal wie veröffentlichte den kram und da bin ich relativ schnell auf auf man jetzigen immer noch holster gekommen der hat ein angebot 50 megabyte

    18:56
    Mhm. Mhm. Mhm.

    ja.

    Mhm.

    19:22
    Upload für ein Euro im Monat. Da habe gesagt, okay, guckst du mal, wie viel Megabyte hat denn so eine Folge mit 5-6 Minuten? Der hat nicht viel, ist ja mp3. Da dachte ich, alrighty, schiebst du hoch und mal gucken, was passiert. Vier und halb Jahre später reden wir jetzt. Aber ja, das war so.

    19:24
    Mhm.

    Ja.

    Sehr…

    Ich finde es faszinierend, was ein Alltagsproblem für mich Ich während Nachbereitung während meines Studiums tatsächlich anders festhalten und habe vielleicht auch so bisschen gepaart mit meinem Technikinteresse, da jetzt keine Berührungsängste zu haben, das einfach mal zusammengeworfen und habe einfach mal angefangen. Mal gucken, wo mich das hinsetzt.

    trägt. So liest sich das für mich so ein ehrlich gesagt, einfach eine Problemlösung, … … einen im Moment umgibt, herzunehmen, etwas Neues anzufangen. So würde ich es mal zusammenfassen. Richtig cool.

    20:26
    Ja, genau.

    Genau so war das. Ja, also ich meine, es hat ja noch ein bisschen da reingespielt. Es war, wann habe ich die Folge aufgenommen? Irgendwie Ende Oktober oder so was. 2020. Du wolltest ja gar nichts machen. Du durftest oder konntest oder wolltest nicht raus. Corona sei Dank zu der damaligen Zeit. Das hat ja damals ja auch gerade angefangen. Beziehungsweise war es ja auch schon mittendrin. Was tust du?

    Das hat alles irgendwo damit reingespielt.

    20:48
    Das ist dann nicht nur der Bedarf, den du gerade hast, sondern auch bisschen die Rahmenbedingungen. Sehr Ich glaube, gerade mit dem Thema, bin einfach in den Laden gelaufen, habe mir noch irgendwie so ein Podcast Mikro oder einfaches Mikro besorgt. Ich glaube, das ist schon die erste Einstiegsbarriere, die ich zumindest bei dem einen oder anderen Unternehmer sehe, mit denen ich jetzt zu tun habe.

    20:53
    Ja, ja,

    21:13
    Und das auch so ein bisschen das zentrale Element, warum ich gesagt habe, vielleicht können wir da mal so bisschen Berührungsängste Richtung Technik oder auch das ist doch ein Zeitmonster, ja, höre ich immer wieder. Ja, also zeitaufwendig ist das Ganze? Muss das vielleicht aber auch gar nicht sein. In diese Richtung würde ich gern mal so bisschen bei dir hinter die Kulissen blicken. Wie bist du denn da?

    vorgegangen. Vielleicht setzen wir einfach da wieder auf, du hast jetzt dein Mikro vor dir und du hast dein Arbeitsheft abgearbeitet und die Folge ist, auf Deutsch gesagt, irgendwie digital festgehalten. Und wenn du uns da mal gedanklich mitnehmen kannst, wie geht es dann weiter und wie beliebig komplex kann man es machen, muss man aber auch nicht.

    Häufige Fehler/ Bedenken

    21:59
    Naja, also wenn du dein Mikrofon hast und du hast ihn, ist jetzt egal welches Tool, das kann kann Udacity sein, wo du aufnimmst, das kann Adobe Auditions sein, wo du aufnimmst, etc. Wenn du das alleine machst und nur Audio machst, Beispiel jetzt. Du machst dir erstmal ein Skript, ich hab mir ja damals ein Skript noch gemacht, das hat so bisschen gedauert bis das alles geschrieben ist und dann drückst auf den Aufnahmeknop und liest das Ding quasi einmal vor.

    22:11
    Mhm.

    22:26
    Bisschen dynamischer vielleicht, ich das damals gemacht habe. Aber so, das ging ja nur wirklich 5, 6, 7 Minuten. So, dann drückst auf den Knopf, Aufnahme, fertig. Speicherst das Ganze ab, ein bisschen noch bearbeiten, Mastering und so weiter. Dauert vielleicht auch nochmal 20, 30 Minuten, dass die Audiospur funktioniert. Oder was heißt funktioniert, dass sie besser ist als das, was du quasi eingesprochen hast. Bisschen musst du ja noch machen. So, und dann…

    22:27
    Mhm.

    22:55
    Gehst du an den Hoster, meldest dich quasi beim Hoster an, ganz normal, E-Mail-Adresse, Passwort, und dann schiebst du die Folge hoch, Drag & Drop, bei mir jetzt zum Beispiel. Und im Vorfeld meldest du dich ja trotzdem bei allen Streaming-Diensten an und sagst, hier, ich habe einen Podcast. Bei mir ist das ja Amazon, Deezer, Spotify, YouTube, iTunes und so weiter. Das richtet man einmal ein und durch den RSS-Feed

    läuft das ja dann am Ende automatisch. einmal rein mit der Folge in den Hoster, kurz die Folgenbeschreibung, Titel eingegeben, auf den Knopf gedrückt, hochgeladen, fertig. Also alles in allem für meine damaligen Sachen, was ich noch alleine gemacht habe, habe ich irgendwie so, ja, zwei Stunden gebraucht. So, für diese fünf Minuten Folge. Natürlich jetzt bei den… Bei den jetzigen Sachen mit Interview und so weiter brauchst schon ein bisschen länger.

    23:31
    Mhm.

    23:49
    Ich habe mir aber mittlerweile das so aufgebaut, wir machen ein Vorab-Call, wo wir das Thema festzurren. Ich mache mir aber sonst so wenig wie möglich Gedanken. Warum? einfach so authentische und ehrliche Fragen wie möglich stellen zu können. Danach hast du natürlich noch das Mastering, jetzt mittlerweile mit Video. Du musst das noch hochladen, auf YouTube das Video separat. Dann habe ich ja noch den Blog und so weiter und so weiter.

    24:03
    Mhm.

    24:16
    Also du hängst an einer Folge mal wirklich den Zeitblock mal definieren zu können, hängst du trotzdem mittlerweile pro Folge, weil meine Folgen jetzt auch bisschen länger sind und so weiter, vier, fünf Stunden. Ist so. Aber, ja.

    24:29
    Lass mich dich

    mal da ganz kurz einbremsen. Ich finde den Gedankengang, den wir gerade haben, diesbezüglich super. du kommst von einem Aufwand von zwei Stunden für eine ganz minimalistische Audio-Folge. Und ich glaube, jetzt haben alle da draußen verstanden, dass bei diesen zwei Stunden irgendwie die Einmal-Registrierung bei den Verteilern für deine Audio, dass das jetzt da nicht reingerechnet ist. Das macht man halt einmal und dann

    24:57
    Genau, das machst du einmal.

    24:57
    läuft das im Hintergrund.

    Und jetzt diese Lücke zwischen minimalistisch zwei Stunden bis vielleicht höher professionalisiert mit einem halben diese Lücke mal gedanklich zu schließen, da jetzt so ein paar Variablen mal durchzuspielen, das fände ich jetzt extrem spannend, weil jemand, der jetzt sagt, ein klassisches Solo-Host-Format, das heißt, wenn ich mich nur alleine

    vor ein Mikrosetze. Ich habe mein Thema und das kann ich entsprechend auch gemäß meiner zeitlichen Verfügbarkeit, die ich habe, jederzeit, jeder Tages- und Nachtzeit irgendwie einsprechen. Und da bin ich natürlich unabhängig und habe wenig Organisationsaufwand. Jetzt kann es aber auch jemanden geben, der sagt, Mensch, ich möchte mein Expertenwissen in einem Interviewformat beispielsweise teilen und damit unterschiedliche Gäste einladen.

    Das heißt, da kommt jetzt so eine Variable ins Spiel, wo man aus meiner Sicht auch am Anfang überlegen sollte, ist das ein geeignetes Format, genau weil die Organisation, Termin, Koordinierung, keine Ahnung, so was natürlich auch nochmal Zeit in Anspruch nimmt, die aber nicht unbedingt nötig ist. Vielleicht kannst du da nochmal drauf eingehen, wir mal über das Format des Podcasts noch kurz sprechen.

    26:18
    Na ja, ist eigentlich so, wie du gesagt hast. Machst du das Ganze alleine, bist du ein bisschen zeitlich flexibler. Du kannst das, von mir aus kannst du das auch nach zum Drei machen. Das ist ja wurscht. Machst das ja eh alleine. Wenn du aber sobald ein Gast reinkommt, musst du dich ja auch ein klein bisschen nach dem Gast zeitlich zumindest richten. Dann muss man gucken, wie sieht das zeitlich aus? Du musst auch ein bisschen die Themen abstimmen. Du musst auch gucken, passt der Gast überhaupt?

    26:23
    Mhm. Mhm.

    Mhm.

    26:43
    Also gerade bei den verschiedenen Formaten über was möchtest du reden? Ist es ein ganz normaler Laber-Podcast? Also im Sinne von du redest jetzt über tägliche Gegebenheiten oder über, weiß ich nicht was, ja, Politik oder über gesellschaftliche Themen oder von mir aus auch über das Wetter, dann brauchst du keine große Vorbereitungszeit in dem Sinne. Wenn du jetzt aber über Themen sprichst, die eine gewisse Vorbereitungszeit benötigen, Marketing, Sales, über…

    26:48
    Mhm.

    Mhm.

    27:09
    gewisse Industrie-Themen etc., wo du dich einfach vielleicht bisschen belesen musst oder wo du auch ein bisschen Nachrichten im Vorfeld dir angucken musst, auch da up to date zu sein. Was läuft denn da gerade draußen? Musst du die Zeit natürlich auch reinrechnen. Dann brauchst du natürlich oder zumindest empfehle ich es, ein Vorgespräch mal zu machen, was auch so eine halbe Stunde dauert, wo man ein bisschen den Rahmen mal absteckt. Da soll es hingehen, das ist das Thema. Wie siehst du das Ganze? So ein bisschen schon mal vorfühlen.

    27:22
    …

    Mhm. Mhm. Mhm.

    27:38
    Damit du als Host weißt, da leg ich dann mal vielleicht den Fokus drauf. Da gucken wir mal nach. Da recherchiere ich vielleicht doch noch mal. Ich mache das jetzt wirklich eher weniger. Aber es gibt natürlich Podcast-Kolleginnen und Kollegen, die das machen. Dann googelst du auch mal kurz oder guckst auf LinkedIn oder sonst wo. ist denn überhaupt noch mal die Person? Holst du ein bisschen Background-Information noch rein? Das spielt da alles mit rein. Und jetzt im Video, wenn wir da noch mal weitergehen,

    Da musst du natürlich anders schneiden. Du schneidest jetzt ein bisschen anders. Du guckst, wie dynamisch möchtest du es aufziehen. Du machst dann nochmal den Ton separat. Dann verhochzeitest du wieder Audio und die Videospur. Dann lädst du das nochmal hoch. Du lädst auch auf YouTube hoch und so weiter. Du hast ja auch… Ich sage immer so, die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Also je tiefer ich in diese Podcastmaterie reingegangen bin, umso höher wurde ja dann auch mein Anspruch. Und…

    28:28
    Sehr schön.

    28:34
    Da machst du natürlich und du hast dann auch andere Kenntnisse. Also du weißt dann, wie machst du das Mastering. Klar, mit der Zeit wirst du schneller beim Bearbeiten. Aber der Bearbeitungsaufwand erhöht sich eben, weil du einen anderen Anspruch hast und du probierst ja auch mal Dinge aus. Das hat sich bei mir, mal so kurz mein Beispiel, ich habe ja wirklich nur rudimentär damals reingeschrieben, was ist jetzt Thema in die Podcast-Beschreibung, rausgehauen, fertig.

    28:38
    absolut.

    Mhm.

    Echt.

    Mhm.

    29:01
    Jetzt mache ich das ein bisschen größer. habe ich ja auch … KI sei Dank, das gab es ja vor vier Jahren so in der Form noch nicht. Kriegst du jetzt auch ja das Transkript und die Zusammenfassung. Die haue ich mir jetzt mittlerweile auch in Neuroflash. Ich nutze dafür Neuroflash. Hau ich rein, lass mir die Podcastbeschreibung erstellen. Lies die mir noch mal durch. Korrigiere. Sie wird also länger. Dann habe ich mittlerweile den Blog. Den hatte ich vorher ja auch nicht. Das heißt, das ist auch noch mal Zeit. Guckst dir da noch mal alles an. Liest dir zwar den Blog von oder ich lass mir den Blog von der KI …

    29:26
    Absolut.

    29:29
    inspirationstechnisch schreiben, guck da aber auch nochmal drüber. Dann hast du ja noch die Videobeschreibung für YouTube, wo du auch die Kapitelmarken setzt. Dann hast du auch mittlerweile ein Thumbnail, ein Bild, was du noch davor schießt. Das baust du ja dann auch nochmal. Du hast LinkedIn, was du dann auch noch anders bespielst. Also der Aufwand wird größer, der zeitliche Faktor zwar ein bisschen geringer, weitet sich aber trotzdem aus, weil nochmal die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Braucht auch bisschen länger, bis er ein Alkohol mittlerweile abgepowert hat als vorher.

    29:58
    So ist es ja.

    29:58
    Und

    von daher, also ich will nicht sagen, es ist ein Zeitfresser, weil er frisst die Zeit nicht. Das ist schon ein schönes Arbeiten. Man muss sich halt dessen bewusst sein, dass es etwas Zeit in Anspruch nimmt. Ja.

    aber in dem Moment relativ wenig Geld kostet, weil es dir sehr viel einbringen kann.

    30:23
    Ich glaube, dass das so die unternehmerische Brille ist, dass du da auch einen Return hast von dem, was du dort an Zeit investierst. Ich würde aber hier auch gerne nochmal diesen Vergleich. Wir sind von zwei Stunden gestartet, haben jetzt irgendwas von einem halben Arbeitstag und hier aber bewusste Entscheidungen als Podcast

    zu treffen und zu sagen muss es unbedingt Video sein. Kann ich mit einem Audio Format genauso meine Botschaft transportieren, meine Persönlichkeit transportieren und damit meine Hörer, das können ja tatsächlich auch Menschen sein, die mich noch nicht kennen. Ich kann aber einen Podcast auch positionieren, wie ich das zum Beispiel mache, für eine bestehende Community. Also Leute,

    mit denen man schon gemeinsam zusammenarbeitet und ein alternatives Format zu haben, mal neue Themen zu platzieren. Also diese Gedanken im Vorfeld sich einfach zu machen und dass mit jeder Entscheidung eine Implikation verbunden ist. Das ist zum einen, wenn ich einen Solopodcast habe, habe ich genau eine Audiospur, die ich schneiden muss. Habe ich ein Interview Format, habe ich gleich zwei Spuren, die ich parallel bearbeiten kann, natürlich nicht muss, aber ich…

    kann sie im Sinne einer hochwertigen Qualität natürlich parallel voneinander bearbeiten und dann wieder miteinander zusammenführen. Und beim Video ist es dann gleich der Faktor 4, weil ich sage, ich habe nicht nur zwei Audiospuren, sondern ich habe noch zwei Bildspuren dazu. Und hier möchte ich mitnichten irgendwie Angst machen, sondern ich will sagen, seid euch der Implikationen bewusst. Wenn ihr bestimmte Entscheidungen trefft, dann damit auch zurechtzukommen.

    Und wir haben vorher in unserem Vorgespräch, lieber Kevin, auch schon ganz kurz über Riverside gesprochen. Das ist ja auch die Software, die wir jetzt hier nutzen für unsere Aufzeichnung. Und da können natürlich die Dinge, die ich versucht habe, gerade so in Sachen Komplexität zu beschreiben, auch wieder reduziert werden. Denn dort kann ich dann beispielsweise, ohne dass ich mich mit Audiospuren auskenne,

    dort in einen Bearbeitungsmodus einsteigen, wo ich einfach das Transkript mir anschaue und dann sage, ok, bestimmte Textstellen möchte ich hier rausschneiden, dann markiere ich das im Text und die Software schneidet automatisch die Audio bzw. die Videospur. Das kann jetzt immer gut funktionieren. Ich möchte auch nicht sagen, dass das der höchst professionellste Weg ist, aber das ist eine Möglichkeit auch als jemand, der nicht tief in der Materie steckt und auch nicht stecken möchte.

    die Möglichkeiten an die Hand bekommt, diese Schnittaufgabe, die damit einhergehen kann, entsprechend zu lösen. sich durch Technik auch entsprechend unterstützen zu lassen.

    33:25
    Ich will noch

    Man sollte, wenn man einen Podcast macht, auch im Corporate-Bereich, nicht nur, sondern auch im privaten Bereich, es ist egal, wenn man einen Podcast macht, sollte man auf ein Tool setzen, was dir erlaubt, die Video- und Audiospuren einzeln bearbeiten zu können. In zwar in dem Sinne, wir nehmen jetzt über Riverside auf, du bekommst, wenn jetzt ich Host wäre, würde ich es bekommen, du bekommst deine Bildspur, meine Bildspur, deine Audiospur, meine Audiospur. Bei Zencaster, was ich früher genommen habe,

    33:32
    Mhm.

    33:57
    Genau das Gleiche. Jeder bekommt oder ich bekomme die einzelnen Bild- und die einzelnen Tonspuren. Wenn jetzt jemand ist, und ich habe auch schon Fälle gehabt, nehmen über Teams, die nehmen über Meet, über Google Meet, die nehmen über was auch immer auf, da hast du ein Bild, Punkt. In der Bildspur ist ja auch Ton immer mit drin, aber du hast nur das eine. Und du hast meistens auch nur die Spur, aufgezeichnet wurde in der Cloud. Bei Riverside ist es beispielsweise ja so,

    33:58
    Mhm.

    Ja.

    34:27
    Da wird zwar jetzt auch die Bild- und Audiospur in der Cloud aufgezeichnet, aber auch lokal auf unserem Rechner im Cache, was dann jetzt gerade parallel auch hochgeladen wird. Und das fehlt dir halt bei Google Meet und bei Microsoft Teams und so weiter. Die komprimieren das sogar. Und bei Riverside, aber auch Sendcaster ist das so, du bekommst die unkomprimierte Fassung.

    34:39
    Mhm.

    34:52
    die aber auch gleich Full HD 4K-Wave-Datei, also die unkomprimierte Audiodatei Und somit lässt sich das einfach viel besser schneiden. Beispiel jetzt, wenn ich jetzt machen würde… Und es wäre jetzt keine Absicht gewesen, wie jetzt gerade, sondern es wäre jetzt unabsichtlich gewesen, dann könntest du das in meiner Spur rausschneiden, ohne dass es deine Spur, weil du gerade gesprochen hast, betrifft. Das ist sowas, das muss man sich einfach vor Augen führen.

    35:07
    Ja.

    betrifft.

    35:19
    dass du die einzelnen Spuren hast, damit du sie auch bearbeiten kannst. Es gibt einen Pro-Tipp von mir an der Stelle. Auf Riverside beispielsweise. Einfach das Mikrofon standardmäßig ausstellen. Und wenn man reden will, einfach die Leertaste gedrückt halten, dann wird das Mikrofon temporär eingeschaltet. Und somit hat man immer eine saubere Audiospur. Somit muss man weniger bearbeiten.

    35:39
    Sehr geil, sehr geil. Hier erstmal danke auch in deine Richtung für diesen nicht nur Tipp, den ich bisher auch nicht nutze und auch nicht gewusst habe. Ich habe zwar gesehen, dass du in deinem Videobild immer mal wieder auf Mute bist, aber die Brücke hat sich mir gedanklich nicht geschlossen. daher vielen Dank. Vielen Dank. Toller Tipp. Ich würde hier ein Ja und ergänzen und würde sagen, für diejenigen,

    35:59
    Jetzt hast du sie.

    36:08
    die das jetzt hören und die sagen Mensch das wird mir jetzt aber schon alles Jan Schürmüller komplex. Woran muss ich denn da alles denken? Hier würde ich gerne so einen Gang zurückschalten und sagen natürlich mache ich das mit dieser Space-Taste nicht in meiner ersten Aufzeichnung. Wenn ich aber die ersten grundlegenden Schritte soweit für mich verinnerlicht habe und merke

    Das kann mein Gedächtnismuskel schon automatisiert abrufen. Dann kann ich mir auch im nächsten Schritt wieder, wie eine Treppe steigen, wieder eine Stufe höher gehen und sagen, okay, nehme ich mir jetzt eine andere Software, nehme ich vielleicht ein anderes Mikro. Also man wächst doch in dem Fall einfach in ein Thema rein. Und wenn man merkt, dass dieses Thema eine Resonanz da draußen findet, also dass Leute, egal wie schlecht die Aufnahme ist,

    das Thema cool finden, dann ist es meines Erachtens auch … … das grüne Licht an der Ampel zu sagen, jawohl, ich gebe in … die Richtung auch weiter Gas. Also natürlich sollte es jetzt, Audio sollte … verständlich sein, also nicht so vorauscht, dass man nichts hört, also ein bisschen im Kontext betrachtet. Aber das gibt einem ja dann auch Freigabe, auch dann … die nächste Stufe wiederzunehmen und nicht blind … in ein Thema reinzurutschen.

    Weil man vielleicht irgendwie technikverliebt ist oder was auch immer. glaube immer die Marktresonanz ist wichtig da auch zu sehen, geht das in die richtige Richtung und dann entsprechend darauf aufzubauen.

    Tipps und Erfahrungswerte

    37:40
    Und nicht nur das. Du darfst auch Fehler machen. Du darfst dich versprechen. Du darfst einen Verhaspler haben. Du darfst mal einen Rösper haben. Du darfst ähm, ähm, öhm sagen. Das rauszuschneiden finde ich immer fatal. Klar, an manchen Stellen logisch, schneidest du es raus. Zu lange Pausen, alles klar. Raus damit. Aber was ich immer auch sage, Fehler passieren,

    37:50
    Mhm.

    Mhm.

    Mhm.

    38:10
    Und es ist ganz klar, wie jetzt auch gerade, ich sehe es bei mir im Bild, irgendwie werde ich ab und zu mal heller, sieht aus als hätte ich einen Heiligen Schein und werde wieder dunkler. Warum die Kamera das macht, weiß ich nicht.

    Aber man kann es innerhalb des Podcasts, so wie ich es jetzt auch mache, ansprechen und dann ist auch alles gut. Es kann nicht immer alles perfekt sein. Wenn was zu lang ist, eine Pause, wenn ein Üben zu lang ist, dann schneidest du es weg. Aber ansonsten lass es drin. Warum? Du machst den Podcast ja nicht nur für dich. Du machst den Podcast ja auch für die Hörerin, für den Hörer. Und dieses Üben zeigt erstens, dass auch du nachdenkst, dass es zweitens spontan ist.

    38:28
    Ja, genau.

    38:52
    Und drittens gibst du auch dem Hörer, der Hörerin Zeit nachzudenken. Auch eine Pause gibt Zeit nachzudenken. Und auch ein Versprecher ist nicht schlimm, das ist auch alles authentisch und ehrlich. Und die meisten, und da sind wir beim Thema Sterben in Schönheit, die meisten machen den Podcast so, dass sie dann wirklich alle Irms, alle Übens, alle Füllwörter, alle Pausen und so weiter rausschneiden. Und dass alles so ein Frage-Antwort-Spiel ist mit Bam, bam, bam, bam, bam, bam, bam, bam, bam.

    39:18
    Ja,

    ja, ja.

    39:21
    Du gibst dem Hörer gar keine Zeit, darüber nachzudenken. Du stellst eine Frage, ich gebe dir sofort die Antwort. Also auf gut Deutsch wie gekünstelt willst du es machen? Ja bitte. Ein bisschen Pause, gerade wenn es dann doch authentisch ist oder wir haben ja auch jetzt keine Fragen in dem Sinne vorbereitet. Das mache ich bei mir ja auch nicht. Und somit entsteht eine Eigendynamik, die es auch braucht. Dieses durchgeskripte…

    Perfektionistische, das konntest du in den Anfängen vom Podcast machen, meiner Meinung nach. Mittlerweile hat sich das ein bisschen gewandelt hin zur Authentizität. Und da will ich auch so ein bisschen mal den Unternehmern, die jetzt gerade den Podcast von dir hören, mal auch die Angst nehmen. Man muss nicht in Schönheit sterben. Es kann auch mal ein Fehler passieren. Man muss es ansprechen. Ein schöner Fehler von mir. Ich hatte ein Podcast vor…

    39:59
    Mhm.

    Ja.

    40:18
    drei, vier Monaten ungefähr. Und jetzt bin ich ja auch schon vier Jahre im Podcastgeschäft. All right. Man denkt, ja, Fehler passiert dem nicht. Ich habe das falsche Mikrofon ausgewählt und habe die ganze Zeit mit meinem Webcam-Mikrofon gelabert. Passiert. Ich habe es nach der Hälfte gemerkt, habe die Aufnahme kurz gestoppt, habe sie dann wieder mit dem richtigen Mikrofon weiterlaufen lassen und habe aber meine Hörerinnen und Hörer dann noch gefragt, Leute, ist euch mal was aufgefallen? Ich habe das falsche Mikrofon.

    40:19
    Mhm.

    40:48
    Also wenn du mit dem Fehler spielst, überhaupt kein Problem. Passiert. Alles gut. Es ist ja noch nie ein Meister vom Himmel gefallen.

    40:56
    Ich würde da bei dem Thema Fehler vielleicht können wir das hier gleich ganz gut einflechten. Ich glaube das ist jedem schon mal passiert. Ich versuche das so ein bisschen zu reflektieren. Ist mein technisches Setup zu kompliziert auf der einen Seite? Könnte eine Reflektion sein, wenn man etwas vergisst. Also kann man Dinge vielleicht auch einfacher halten, ohne damit einen großen Abstrich Richtung Qualität zu machen.

    Das könnte ein Gedankengang sein. Und das zweite, einfach mit diesem Fehler auch im nächsten Social Media Post mal offen umzugehen, ist wie ich finde eine tolle Möglichkeit auch diesen… Ich gebe es offen zu, ja. Ich bin auch so perfektionistischer Typ, ja. Und wenn mir dann so was passiert und ich hatte tatsächlich auch in einer Folge das Problem, dass, ich weiß nicht mehr, ich glaube, es war tatsächlich nicht das Mikro an und es war das vom Laptop irgendwie verwendet worden und es hörte sich…

    total blechern an. Dann kann man versuchen, irgendwie mit Hokus Pokus … … da noch ein bisschen was rauszuholen. Aber grundsätzlich ist die Qualität eine andere. Und dann dieses Thema aber vielleicht auch aufzugreifen, … es ist nicht irgendwie für sich selber auszutragen und weiß ich nicht, hier im Fitnessstudio … den Punching Ball zu hauen, sondern zu sagen, … … hey, wie ist mir das passiert? Was haltet ihr davon da draußen? Wie geht ihr mit so einem Thema um? Das finde ich auch eine ganz weise Art und Weise.

    42:17
    Perfekt, genau so. Und so habe ich es auch gemacht. Es gibt immer Dinge, worauf du nicht vorbereitest. Du kannst noch das perfekteste Studio haben oder die perfekteste Umgebung oder jetzt… Ich sitze ja auch hier gerade im Studio und habe hier gerade… Ich gucke dich ja direkt an, auch wenn ich in die Kamera gucke, aber ich sehe dich durch den Teleprompter, habe hier unten noch einen Bildschirm, da ein Bildschirm. Perfektes Setup.

    42:26
    Mhm.

    Mhm.

    42:43
    Und trotzdem macht die Kamera jetzt ab und zu so einen Krempel. Obwohl ich seit gestern oder vorgestern oder letzte Woche nichts verändert habe. Keine Ahnung, was manchmal die Technik macht. Das ist halt nur mal so, du steckst nicht drin. Passiert einfach damit, umgehen, offen umgehen. Wir haben, glaube ich, ab und zu… Jetzt wird es bisschen gesellschaftlich. Wir haben die Fehlerkultur vergessen. Man, es ist ja nicht immer alles eitler Sonnenschein, rosa, rot und alles ist toll und super und fancy und hast du nicht gesehen. Nein.

    42:50
    Mhm.

    43:13
    Du hast auch mal einfach entweder A. einen Scheißtag oder B. funktioniert was nicht richtig oder oder oder oder oder. Man muss einfach damit umgehen und es ist einem auch niemand böse. Da kann immer mal was passieren. Es ist halt so.

    43:29
    Ist das Kevin ist es so ein bisschen unsere nichts gegen Instagram und Facebook. Aber ist das so bisschen auch der Trend, den wir sehen? Es wird eine perfekte Welt dargestellt. Wie mit Dingen, denen man sich umgibt und wie toll man ist, was man kann. Und hier könnte vielleicht vielleicht ist der Schritt auch ein bisschen weit gewagt. Aber der Podcast vielleicht auch ein.

    ein Beispiel sein, wo man sagt, ja, ich habe da ein Fehler gemacht und wie bin ich mit, wie kann ich mit diesem Fehler umgehen? Wie vermeide ich den vielleicht auch das nächste Mal? Oder warum bin ich eigentlich auch sehr glücklich, dass mir der passiert ist, dann auch eine neue Erkenntnis zu haben? Also bewusst nicht diese perfekte Welt dort zu zu stilisieren. Und ich nehme auch deinen Hinweis mit. Ja, also nicht nicht jeden.

    ja, räusper oder jedes Füllwort irgendwie rauszunehmen, weil an dem einen Tag, da denkt man halt einfach mal schneller, weil es draußen Sonnenschein hat oder man gut ausgeschlafen ist. Und am anderen ist das vielleicht nicht so. Und das aber auch bewusst als Teil der Folge zu akzeptieren, finde ich einen ganz, tollen Tipp schon von deiner Seite.

    44:41
    Du hast gerade was tolles gesagt. könnte ich jetzt eine dreiviertel Stunde drüber referieren. Diese glitzi-bunti-perfekte Instagram, Facebook, TikTok, Hyti-Titi Influencer-Welt, die da jetzt ja seit mittlerweile was weiß ich wie viele Jahren durch die Gegend wabert. Es wird etwas suggeriert, was es so eigentlich nicht gibt. Warum?

    weil das halt 20.000 Mal neu aufnehmen, weil sie sich versprochen haben und dann alles zusammenschneiden in CapCut. Und dann so, ja, und ich habe heute den neuesten, was auch immer conditioner und scheiß die Wand anbenutzt. Morgen ist es eh schon wieder ein anderes Produkt. Egal, ob es da die Kooperation gibt, es ist ein Verdienst Kohle. Es ist halt nun mal so. Mir persönlich, ich bin jetzt 35, ich bin damit nicht aufgewachsen.

    45:13
    Ja, ja, ja.

    Ja, ja.

    45:33
    Bei mir gab’s noch kein Smartphone, ich hatte damals mein erstes Handy, war ein Alcatel One Touch Easy und danach hatte ich ein Nokia 5110. So.

    45:39
    Wir haben noch mehr Dinge gemeinsam, stelle ich gerade fest.

    45:41
    Ich hatte noch Snake auf dem Handy.

    Viele wissen ja gar nicht mehr, was Snake ist. Es war noch kein Touchscreen. Ich hatte noch T9. Für die, nicht wissen, was T9 ist, einfach mal So. Und … Da gab es das ja noch gar nicht. Und somit sind … Meine Generation ist ein bisschen authentischer aufgewachsen. Und dann gab es diese Glitzi Bunti und

    Da gibt es auch viele, die dann einfach sagen, sie sind jetzt Fame und sie sind jetzt ein Star, nur weil sie irgendwie drei virale Posts auf Instagram gemacht haben. Leute, das hat noch nichts mit Prominent zu tun. Es wird eine perfekte Welt suggeriert, die es einfach so nicht gibt, weil es Fehler gibt und nur und nur und das sage ich jetzt ganz deutlich. Nur aus den Fehlern, die wir machen, kann man auch lernen. Und wenn die kein Fehler zugeben,

    46:18
    Ja.

    46:33
    Weil sie ja keinen Fehler machen. sind ja so perfekt, die ganzen Influencer da draußen. Was für ein Bild vermittel ich denn da bitte? Also jetzt wird’s ein bisschen, du merkst, es wird jetzt bisschen gesellschaftlich und kritisch und ihr könnt mich auch voll drüber aufregen. Und deswegen sag ich auch einfach, lass diese Fehlerkultur, diese Authentizität, lass sie zu. Weil das ist gerade auch im Corporate. Warum?

    46:58
    Das ist zu.

    47:01
    Wir Menschen wollen mittlerweile, gerade nach Corona ganz intensiv, habe ich festgestellt, gut, vielleicht hat es auch jemand nicht festgestellt, aber es ist jetzt einfach nur meine Feststellung in dem Moment, wir Menschen wollen ein Vertrauen haben zu dem Unternehmen, mit dem wir jetzt eine Geschäftsbeziehung eingehen wollen. Und Vertrauen entsteht durch Authentizität. Und wenn man die nicht hat, wenn ich einem Unternehmen nicht vertraue, dann kann der Seller noch so gut sein und Dinge verkaufen wollen und mir noch so viel Rabatt geben, ich werde nicht kaufen.

    47:18
    Mhm.

    47:29
    Und Authentizität entsteht auch mal aus Fehlern zu geben und auch darüber mal zu reden. Offene Fehlerkultur, aber sich auch einen Spaß darüber zu machen. Und auch mal über sich selber zu langen. Mein Vorname ist Kevin, ich bin 1,60. Also wenn ich nicht über mich selber lachen kann, hallo. das ist halt was, was auch bei Unternehmen, das hat mit Seriosität in dem Moment nichts zu tun, sondern mit Authentizität und mit Ehrlichkeit und …

    47:38
    über sich selber mal lachen können.

    47:56
    Das finde ich, das darf auch gerne sein. Auch im Podcast darf es sein. von daher, ist nicht alles eidler Sonnenschein, so wie uns suggeriert wird in Instagram, TikTok und hast du nicht gesehen, sondern es kann auch mal was passieren. Jetzt hier, ich habe einen Bürohund, hat letztens, also ist nicht meiner, ist der von meinem Kollegen, der hat letztens einfach in der Podcast Folge gebellt. Was habe ich gemacht? Ich habe gesagt, mein Statement hat jetzt der Hund unterstützt. Dankeschön. Und fertig aus.

    48:18
    Ja klar.

    48:20
    Es passiert, ich hab dir ja auch im Vorgespräch gesagt, damals noch, wo ich im Wohnzimmer aufgenommen hab, zu Hause hat mein Kind ab und zu, weil es noch nicht in der Kita oder Tagesmutter war, dazwischen geplärt. Ist so, gehört einfach dazu. Warum sollte ich das rausschneiden? Es hat mal jemanden gestört, dem hab ich gesagt, Dankeschön, dann entfolgt mir einfach. Es ist einfach ein Stück weit, das ist ja auch kein Fehler in dem Sinn, aber es gehört einfach dazu, that’s life. Und von daher, einfach mal machen.

    48:26
    Mhm. Mhm.

    Sehr gutes Statement, komme ich gleich auch nochmal drauf zurück. Ich würde gerne die armen Influencer ein bisschen einfangen da draußen. ihr habt, das ist alles vielleicht auch so bisschen systemisch getrieben. Ich würde noch ein zusätzliches Beispiel bringen wollen, wo ich sage, da kann ich auch von meiner eigenen Tür kehren. In Sachen Perfektionismus, ich sage, ich schneide da irgendwie alles raus oder ich würde alles rausschneiden an einer Folge, was irgendwie ein Versprecher ist oder ein Reusbau oder was auch immer.

    Ich würde bei mir selber fast auch vermuten, es ein bisschen was damit zu tun hat, wie ich auch andere Podcasts konsumiere. Das heißt, wenn ich irgendwie auf einer Jogrunde meine beiden Mädels hier zu Hause, sagen immer, hey, wir hören mit dir nur Podcasts, wenn du den nicht wieder in anderthalbfacher Geschwindigkeit hörst. Also wie kaputt ist man eigentlich, dass man sagt, hey, ich kann mir nicht diese Stunde Zeit nehmen.

    Es gibt auch ein, zwei Podcasts, sind zweieinhalb Stunden lang und die verteile ich dann halt über mehrere Wochen, weil es muss ja nicht alles am Stück angehört sein. Das lässt ja dieses Format zu. Aber vielleicht ist es auch so bisschen so die gedankliche Getriebenheit, die man persönlich hat und die man dann projiziert auf, es muss jetzt mein Podcast auch irgendwie super komprimiert und optimiert sein und damit vielleicht auch so ein bisschen die Authentizität dann verloren geht.

    Ich möchte nicht sagen, dass das unbedingt auf alle zutrifft oder dass das vielleicht auch genauen Bezug hat zu Thema Perfektionismus. Aber was sind so Rahmenbedingungen, die entweder andere schaffen oder die man sich selber schafft und die dann einen Einfluss auf so eine Entscheidung haben? Wie stark schneide ich den Podcast und wie viel Zeit investiere ich dann auch da rein, wo wir wieder bei dem Anführungsstrichen Zeitmonster sind?

    Muss es das Zeitmonster werden oder stehe ich mir irgendwo auch vielleicht selber im Weg?

    Resümee

    50:37
    Ja,

    nicht nur das, sondern du musst dir auch im Klaren werden, nicht nur wie viel Zeit möchte ich investieren, sondern wie viel Zeit möchte ich vielleicht wöchentlich investieren. Also mein Podcast zum Beispiel kommt einmal die Woche. Jetzt gibt es aber auch Podcasts, kommen nur alle zwei Wochen. Es gibt Podcasts, kommen nur jeden Monat, je nach Zeit. Aber ich kann den Hörer, die Hörerin ein bisschen als Host darauf trainieren und kann im Vorfeld schon sagen, mein Podcast kommt einmal im Monat. Dann kann man sich darauf einstellen. Auch wenn das ist ja…

    50:44
    Mhm. Klar.

    Ja.

    51:05
    gibt ja da so zwei verschiedene Lager, die einen sagen, das ist Play on Demand, also POD für Podcast, Play on Demand Broadcasting. Und die anderen sagen, ja, das ist eine Ableitung vom iPod. Ich persönlich sage, iPod heißt nichts anderes wie I Play on Demand. Also ich spiele nach, so, ich Bock hab. Aber wenn ich halt sage oder wenn ich im Vorfeld schon sage, jeden Mittwoch fünf oder jeden, wie bei mir, jeden Samstag zehn kommt eine neue Folge.

    51:11
    Mhm, mhm.

    51:33
    Dann habe ich die auch nach 5, 6, 7, 8 Folgen ein bisschen darauf trainiert, dass der Hörer weiß, alles klar. Da kommt die Folge raus. Ich höre sie als Erster, wenn ich keine Zeit habe. Ich habe ja den Podcast abonniert, dann höre ich die vielleicht in der Bahn morgens oder beim Autofahren oder whatever. Und da sind wir auch schon sogar beim Stichwort, ich immer das aufnehmen, was du vorhin gesagt hast, beim Stichwort Videopodcast.

    51:41
    Ja, ja.

    51:56
    Ich war ein großer Verfechter eigentlich, muss ich dir ganz ehrlich sagen, dagegen. Ich wollte nie einen Videopodcast machen. Aber durch jetzt die neuen Funktionen und auch so bisschen durch die KI habe ich meine Meinung geändert. Du nimmst den Podcast, so wie wir jetzt, wir nehmen den auf, mit Video, haust den YouTube. Das ist ja trotzdem die Audiospur. Du kannst das Video zweit verwerten, in YouTube Shorts, auf LinkedIn als Snippet.

    Du kannst ihn ja auch in TikTok und Instagram und whatever reinschmeißen. Das Video-Snippet. kannst ihn trotzdem offline und bei Spotify und so weiter im Audio-Format hören. Aber wenn doch jemand Video dann mag, kann er auf YouTube gehen, kann uns zugucken. Und diese Zweit-, Dritt-, Viertverwertung, die macht keine Arbeit mehr, eben weil es sehr geile KI-Tools mittlerweile gibt, uns die Arbeit ein Stück weit abnehmen, was das angeht.

    52:38
    Absolut.

    52:51
    Und auch jetzt diese Clip-Erstellung. Gibt ja dann auch Opus-Clips zum Beispiel als KI, was dir aus den langen Sachen aus einem Podcast ein paar Clips erstellt. Eine Minute, eins, dreißig, zwei Minuten, die du dann einfach raushauen kannst. Und so hast du deinen Podcast, deinen Content zwei, drei, verwertet und kannst halt entsprechend – Podcast lebt von der Bewerbung – kannst du entsprechend deinen Podcast oder die Folge bewerben.

    53:16
    Ja.

    53:17
    Von daher ist das eigentlich wirklich eine schöne Sache mittlerweile.

    53:21
    Noch ein paar richtig coole Tipps obendrauf. Also ihr merkt schon, dass wenn jetzt mein Podcast Format sich erst mal etabliert hat und ich dann sage, okay, wie kann ich die nächste Stufe nehmen, welche Möglichkeiten ergeben sich da, dann habe ich natürlich nicht nur, ich sage mal, das Format über einen Podcast-Anbieter, wo die Folge dann und Demand auch abgerufen werden kann.

    sondern auch andere Marketingkanäle, die ich mit adressieren kann. Du wolltest noch was sagen, Kevin?

    53:57
    Ja, also eine Sache würde ich gerne noch ergänzen, gerade wenn es Corporate Podcasts geht. Ja, ich weiß, es geht alles über Zahlen, KPI und haste nicht gesehen. Beim Podcast muss man nur wissen, messen lässt sich das relativ schwierig, weil jeder Streaming-Anbieter, Spotify, Deezer, Amazon etc. pp. hat seine eigenen A, Metriken und B, geben die nicht immer alle Metriken raus.

    54:00
    Mhm.

    Mhm.

    54:26
    Du musst immer in die jeweiligen einzelnen Analytics rein, Spotify Analytics, Amazon Analytics, Apple Analytics, blablabla, musst du das einmal zusammenrechnen. Dann hast du deine Follower, dann hast du deine, wer hört was und etc. pp. Wie gesagt, nicht alle geben auch alle Daten her. Die Daten im Hosted, das sind immer nur so angenährte Daten, weil Spotify zum Beispiel gibt die Daten nicht raus. Das ist nur in seinem Ökosystem.

    Und da musst du bei Spotify in die Podcastanalytik selber rein und musst dann halt auch gucken. Die geben relativ viele Daten für den Host raus. Aber zum Beispiel dieser Amazon, ja gut, die geben raus, okay, der und der hat nicht nur der und der, sondern Podcastfolge wurde 80-mal abgespielt, fertig aus. Aber ob das jetzt Männlein, Weiblein, Diverse, whatever, woher? Aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Simbapfe.

    55:00
    Vielen für’s

    55:19
    Das geben die nicht raus. Da gibt es Spotify-Daten. Also Daten oder Analytics sind da, ja. Aber die sind mit Vorsicht zu genießen. ist das eine. Und jetzt eigentlich die wichtigste Botschaft, die ich habe an Corporate Podcast, ist folgende. Ein Podcast soll nie, nie, nie, nie, nie, ein Akquise-Lied-Generierungs-Sales-Tool sein. Ein Podcast ist immer

    ein Tool, ein trustbildendes Medium, ein vertrauensaufbauendes Medium entlang der Customer Journey. Es kann helfen, es kann unterstützen, es kann Vertrauen aufbauen, je nachdem wie man den Podcast aufzieht. Es kann eine Hilfestellung sein, eine Entscheidungshilfe sein, etc. Aber es sollte niemals als Lead-Generierungskanal à la KDS Prinzip, sag ich immer, KDS für mich, kauf du Sau.

    sollte es nie sein. Das ist unauthentisch as fuck. Sag ich ganz ehrlich und auch ganz deutlich. Weil viele sagen, ja, ist so, ich muss ja verkaufen und bla. Nein, es ist ein Medium entlang der Customer Journey. Es unterstützt. Aber es soll nie der einzige Kanal sein. Da verspielst du dir jegliches Vertrauen, was du hast.

    56:19
    Oh mein ich stand…

    Ja, ich glaube, das kannst du sogar auch weiter fassen, nicht nur im Corporate Bereich, sondern auch wenn ein Einzelunternehmer im B2C unterwegs ist und sagt, ich möchte hiermit beispielsweise Erfahrungen teilen aus meinen, weiß ich nicht, Behandlungen als Therapeut oder als Ernährungsberaterin oder was auch immer. Ich fände es, und da muss man sich glaube ich einfach nur

    in die die Rolle des Hörers versetzen und sagen Wie würde ich das empfangen, wenn es am Ende halt heißt hier bitte da ist der Affiliate Link oder hier bitte meine mein Erstgespräch buchen. Das passt aus meiner Sicht einfach schlecht in diese Erwartung Haltung auch mit der jemand in so einen Podcast kommt.

    57:34
    Es gibt einen Podcast-Kollegen, ich kenne ihn, ich hatte ihn auch schon bei mir mal zu Gast. Ist jetzt nicht so, dass wir täglich so was schreiben, aber man kennt sich durch den Podcast und so weiter. Er auch einen eigenen Podcast und redet über das Thema. Alles top, Podcast an sich super. Die letzte Viertelstunde hält er jedes Mal einen Pitch über sich und seine Dienstleistung.

    greife ich mich jedes mal an den Schädel. du kannst über das Thema reden, du kannst die Expertisen ausschöcheln, kannst dir alles machen. Allein das ist Trust bildend und ja, kann den Verkauf fördern. Aber danach noch mal so eine Viertelstunde Pitch machen mit Buch doch bitte jetzt ein Coaching bei mir oder mach und tu. Boah, krieg ich jedes Mal Hautausschlag. Und das ist dann halt einfach, nee, lass es doch einfach. Natürlich sag am Ende, wie kann man mich erreichen, wie kann man mich kontaktieren? Ja na klar, also überhaupt kein Thema. Sag die E-Mail Adresse Sache, erreich mich über LinkedIn, bla.

    58:29
    Ja.

    58:30
    Aber doch

    nicht. Und jetzt buch dir doch bitte mal ein Coaching bei mir, denn bei mir erfährst du, wie das funktioniert. Nee. So ist es dann alleinfach auch nicht.

    58:39
    Ich

    würde das tatsächlich auch als … Also vielleicht funktioniert es für denjenigen. Kann er sich selber hinterfragen. Aber für mich persönlich ist es tatsächlich auch eher so die Schublade, welche Dinge sollte ich besser in einem Podcast-Format. Wenn es nicht ein Podcast ist, wo vorne drauf steht, hier wird dir, weiß ich nicht, XY verkauft. Kann ja sein, dass Leute sich sowas auch anhören möchten, weiß ich nicht. Aber da würde ich das auch für Fehlern platze.

    Aber guter Tipp.

    59:09
    Ja, also es

    gibt viele, die das einfach denken. Und da kann ich einfach nur sagen, nee, so ist es halt einfach nett. Und es muss auch nicht ein prominenter oder eine prominente Person sein, die die hostet oder die den Podcast macht, sondern es kann jemand sein, der vielleicht audio- und videoaffin ist im Unternehmen, der das machen möchte.

    59:16
    Mhm.

    59:33
    Das ist authentisch. macht ein Kollege. Das muss ja nicht der Chef machen. Das macht ein Kollege. Das mache ich ja auch im Corporate-Bereich. Klar, ich bin Zeitpreneur nebenher. Klar, Kevin alleine Marketing, selbstständig. Aber ich arbeite ja auch noch. Ich habe ja auch einen Arbeitgeber, lustigerweise auch erst mein Podcast-Gast war. Mein jetziger Chef. Und ich mache den Podcast für die Firma. Warum? A, weil ich es kann. weil es aber auch eine gewisse Authentizität jetzt schon ist. Jemanden aus dem Unternehmen für die Themen.

    59:38
    Ja.

    Mhm.

    Das glaube ich auch,

    Kevin Gründling (1:00:02)
    Und es gibt

    ein da hat ein Unternehmen eine prominente Persönlichkeit als Host eingesetzt, wo ich dachte, die hat mit dem Unternehmen nichts zu tun, gar nichts. Und dann ging es auch noch ein Thema, wo ich denke, das Thema hat genauso wenig mit dem Unternehmen zu tun wie die prominente Persönlichkeit, die den Podcast hostet. Am Ende ist das Ding nach sechs Folgen eingestellt worden. Warum? Es hat keine Sau Logisch. Du hast ein Unternehmen, du hast ein Thema.

    wo du das Unternehmen nicht mit assoziierst und du hast eine Persönlichkeit, die zu einem Thema spricht und beides assoziiert, du nicht mit dem Unternehmen. Das kann nichts werden. Also es muss schon, irgendwo muss das schon mit einspielen und einfach mal ausprobieren. Man verbrennt auch nicht viel Kohle. also im Gegenteil, es kann einem, wenn man es gescheit macht,

    Jan (webGefährte) (1:00:36)
    Das ist richtig.

    Kevin Gründling (1:00:53)
    aber es kann einem auch Wissen und Expertenstatus bringen und ein gewisses Word of Mouth. diese Mundpropaganda ist mittlerweile auch bei uns in der LinkedIn-Bubble und aber auch in der Offline-Welt viel stärker wieder noch als vor Corona. Und da geht die Reise auch hin. Und das ist halt auch immer dann geil zu sehen. Du wirst mittlerweile erkannt, gemacht, getan, nur …

    Jan (webGefährte) (1:00:59)
    Mhm.

    Kevin Gründling (1:01:21)
    jetzt dann du als Person, sondern dann auch du wirst mit dem Unternehmen assoziiert. Und das ist einfach was, was auch vielleicht so manch Arbeitgeber noch nicht so ganz verstanden hat. Wenn jetzt jemand seinen eigenen Podcast macht, weil ihm nicht nur die Arbeit Spaß macht, sondern auch das Thema der Arbeit interessiert und du machst jetzt deinen eigenen Podcast, weil du dich auch noch nebenher weiterbilden möchtest. Ich sage immer, ein Podcast ist auch irgendwo ein Stück weit Weiterbildungsmedium.

    Jan (webGefährte) (1:01:26)
    Ja

    Mhm.

    Kevin Gründling (1:01:47)
    Und dann geht jemand, weil er dein Podcast hört, dein LinkedIn-Profil und sieht, wo er arbeitet. Auch das ist ein Trust-Aufbaufaktor. Und das ist aber auch das, was viele unterschätzen. Aber diese Bindung ist extrem stark. Und da ist es mir jetzt auch schon ein paar Mal passiert, dass ich einfach auch mit meinem Arbeitgeber in Verbindung gebracht wurde, weil auch mein Podcast gehört wird und weil er dann geguckt hat auf dem Profil. Ach guck mal, der arbeitet da und da. Hey, cool. Da fragen wir jetzt mal an. Die hatte ich überhaupt nicht umschirmen.

    Jan (webGefährte) (1:01:53)
    Genau.

    Mhm.

    Ja klar.

    Kevin Gründling (1:02:17)
    Das

    ist dann halt einfach sehr, sehr geil. Und wenn ich noch ein Beispiel dazu geben darf, er hat einen Kunden, der hat gesagt, hier, wir gucken uns nebenbei nochmal die Konkurrenz an. Und ich kannte die Konkurrenz und habe gesagt, okay, ich möchte mit dem Kunden sprechen. Ja, aber du kennst ihn doch gar nicht. Ist egal. Lass mich mit dem Kunden sprechen. Und dann war alles, ne? Online-Meeting, Kollege, Sales-Kollege.

    alles dabei und der Kunde mit drei, vier Leuten. Da war auch der Vorgesetzte, bla, bla. Und dann machen wir eine Vorstellungsrunde. War so geil. Vorstellungsrunde. Und dann war ich eigentlich dran, was zu sagen. Und dann sagt der Chef des Unternehmens, des Kunden, den kenne ich. Ich höre seinen Podcast seit drei Jahren. Den brauchen Sie mir nicht vorstellen.

    Jan (webGefährte) (1:03:10)
    Sehr gut.

    Kevin Gründling (1:03:10)
    Da bin ich fast abgebrochen. Das ist mir so geil den Rücken runtergelaufen in dem Moment. In dem Moment wusste ich aber dann auch, alright, der guckt sich den Konkurrenten nicht mehr an. ein sau geiles Beispiel. Ich habe mich so gefreut in dem Moment. Ich sage ja, hätte mir das vor fünf Jahren gesagt, dass das so passiert, das passiert, hätte ich gesagt, nimm weniger oder gib mir was ab. Aber ich bin einfach und das sollte man auch sagen, bin wirklich dankbar, dass es so gekommen ist.

    Und auch wirklich ein Stück weit froh, dass es so gekommen ist. Und ohne die Hörerinnen und Hörer und ohne die Zuschauer und die Community, die du hast oder die man sich dann aufgebaut hat in dem Moment, da wäre das nicht so weit, das ist. Und das ist einfach ein so schönes und dankbares Gefühl. Dessen muss man sich auch, auch wenn man das im Corporate-Bereich macht, das muss man sich einfach bewusst sein. Das ist nicht selbstverständlich, sondern…

    Das wird geprägt durch die Natürlichkeit des jeweiligen Hosts und durch die Gäste und auch durch dann das Miteinander und diese Community, die sich dann da zwangsläufig aufbaut. Und das macht dann halt auch einfach dann extrem viel Spaß. Das motiviert einen auch dann weiterzumachen, auch vielleicht über Unternehmensgrenzen hinaus.

    Jan (webGefährte) (1:04:20)
    Klar, Also sind ja schon ein paar sehr schöne, abschließende Worte, die ich jetzt gar nicht schöner formulieren können. Also von dem, was ich jetzt aus deiner letzten Aussage mitnehme, Podcast kann auch viel mehr bewirken als einfach nur eine gewisse Community zu bilden, sondern vielleicht auch berufliche Weichen stellen oder einen Geschäftspartner, einen Kooperationspartner anzusprechen.

    auf den ich vielleicht selber nicht gekommen wäre. Also so eine Podcastreise kann auch, ich sag mal, Weichen in der beruflichen Welt stellen, das vielleicht auch hier nochmal als Erkenntnis mitzunehmen. Ich würde von meiner Seite, Kevin, zumindest mal dazu anregen. Vielleicht kann ich dich dafür gewinnen, ganze Analytics-Thema rund Podcasts als auch das, was du jetzt für dich neu entdeckt hast, auch tatsächlich für

    eine Podcast Folge auch noch mal auf einer Webseite zu vervielfältigen mit Transkript und so weiter. wären, wie ich finde, zwei schöne Themen, die wir vielleicht mal in einer Folge Session miteinander besprechen können, wenn du da Interesse dran hast. Ich könnte mir vorstellen, dass für diejenigen, die jetzt heute hier tatsächlich auch ein bisschen Appetit bekommen haben, dass das für unsere Hörer auch, ich sag mal, mit ein bisschen zeitlichen Versatz

    durchaus auch ein schönes Vertiefungsthema sein kann.

    Kevin Gründling (1:05:44)
    könnte mit dir sowieso noch Stunden darüber reden, sag ich ganz ehrlich. Also lass uns gerne da eine weitere Session machen, überhaupt kein Thema. Jederzeit, ich stehe dir zur Verfügung.

    Jan (webGefährte) (1:05:53)
    Das klingt super. Ich komme auf dich zurück. Angebot nehme ich sehr, sehr gerne an.

    Kevin Gründling (1:05:57)
    Weißt du

    was? Ich mach folgendes. Buch dir doch gerne über mein Buchungstool eine Aufzeichnung und wir machen das bei mir.

    Jan (webGefährte) (1:06:05)
    Wir machen das bei dir. Auch das sehr, sehr gerne.

    Kevin, jetzt würde ich es gerne richtig machen und sagen, ohne jetzt die Marketingpeitsche rauszuholen, wenn sich jemand für dein Thema interessiert, was ist dein präferierter Kanal? Wie sollte der oder diejenige mit dir?

    Kevin Gründling (1:06:24)
    Gerne über LinkedIn, Kevin Gründling einfach eingeben, da sieht man mich schon. Oder einfach über kevin at kevin-alany-marketing.de.

    Jan (webGefährte) (1:06:28)
    Mhm.

    Okay, also per E-Mail nehme ich gerne mit. Kommt mit auf die Folgenseite, sodass wir da auch dem reibungslosen Kontakt auf jeden Fall in die Karten spielen.

    Kevin Gründling (1:06:40)
    Danke, danke.

    Und lass mich noch eine Sache ganz kurz ergänzen, bevor du zum Abschluss kommst. Wir beide, kannten uns auch nicht. Und die Julia Reuter hat uns einander vorgestellt und vernetzt und gesagt hier, genau, wollte ich auch gerade sagen, liebe Grüße, wenn du es hörst oder siehst und oder siehst. Und das ist auch so ein schöner Nebeneffekt, den es gibt. Es gibt im Podcast einfach kein Konkurrenzdenken.

    Jan (webGefährte) (1:06:48)
    Gönnen?

    Grüße gehen raus an der Stelle.

    Kevin Gründling (1:07:14)
    Ist mal bei dem einen, man ist mal bei dem anderen im Podcast, dann wird sich vernetzt, wird ausgetauscht. Julia war bei mir und ich hab mal geguckt in Folge 118. Das ist jetzt, heute, wo wir aufnehmen, 100 Folgen her. Das ist… Das sind zwei Jahre. Und da kam sie ja dann und hat gesagt, hey Kevin, ich hab hier jemanden für dich. Und dann hat sie uns vorgestellt einander, jetzt podcasten wir. Und… Das ist das, was es ausmacht.

    Jan (webGefährte) (1:07:23)
    Mhm.

    Hammer.

    Kevin Gründling (1:07:41)
    Und das ist einfach so schön zu sehen, dass auch nach, wir haben uns nicht oft, fast gar nicht geschrieben mehr, aber nach zwei Jahren kommt es zu dem, wie es kam. Und es wird sich an jemanden erinnert und dann wird sich jemandem vorgestellt. Und so eine Reise, so eine Journey, das kann man eigentlich sich nur wünschen, sowohl im privaten als auch im Corporate-Bereich. Scheißegal an der Stelle. Aber das ist einfach etwas Schönes, was ich auch noch mal zum Abschluss gerne mitgeben wollen würde, dass so etwas auch passieren kann. Und siehst du, wie jetzt auch,

    Wir planen jetzt schon die zweite, dritte, vierte, fünfte Folge.

    Jan (webGefährte) (1:08:14)
    und nur weil wir miteinander sprechen. … … spreche sehr gut. Sehr gut. Ich suche noch ein Zitat für die Folgenseite. Ich glaube, das qualifiziert sich an der Stelle. Lieber Kevin, ich möchte mich auch im Namen … aller unserer Zuhörer und wahrscheinlich auch … vielen Zuschauern für die tolle, ungeschminkte Folge … bedanken, dass du dein Wissen …

    Kevin Gründling (1:08:16)
    Richtig, nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

    ZDG, ne?

    Jan (webGefährte) (1:08:38)
    und deine Erfahrung so offen mit uns geteilt hast, ganz viele praktische Tipps uns mitgegeben hast. Und vielleicht konnten wir gemeinsam auch so bisschen die Bedenken rund technische Hürde oder auch zeitlichen Aufwand hier mal so ein bisschen zumindest relativieren und mehr da draußen, die glauben, dass mit so einem Format sie auch ihrer Community einen Mehrwert liefern können, sich da tatsächlich auch trauen, einfach mal loszulegen. Ja, ich wünsche dir

    Kevin Gründling (1:09:05)
    Einfach mal machen.

    Jan (webGefährte) (1:09:08)
    … für deinen Podcast, den du ja auch schon, wie ich gehört habe, bis Ewigkeiten ausgebucht bist, … werde wahrscheinlich gar keinen Platz kriegen, … dass der weiterhin immer hohe Wellen schlägt und dass deine Stimme nie ins Rauschen gerät.

    Kevin Gründling (1:09:22)
    vielen lieben

    Jan (webGefährte) (1:09:25)
    Sehr gerne. Ich freue mich auf die Fortsetzung, lieber Kevin.

    Kevin Gründling (1:09:28)
    Ich freue mich auch, ich danke dir für die Einladung.

    Resümee

    Jan (webGefährte) (1:09:31)
    Ok, Kevin hat eindrucksvoll gezeigt, ein eigener Podcast muss gerade am Anfang kein Hexenwerk sein. Statt sich von Perfektionismus ausbremsen zu lassen, hat er eine Herausforderung aus dem Studium hergenommen und mit dem Podcast-Format dafür eine Lösung geschaffen. Sein minimalistischer Ansatz. Einfach mal loslegen. Und

    Mit dem Feedback der Hörer später zu wachsen, nimmt die Hürde vor Technik und Zeitaufwand und macht Platz für die Freude am kreativen Schaffen. Besonders spannend für mich war sein Blick auf das Thema Fehlerkultur. Fehler also nicht als Stolpersteine, sondern als Chance für mehr Authentizität zu sehen. Das fand ich besonders spannend.

    Schnitt. der Nachbereitung weniger, manchmal sogar mehr.

    Hast du eigene Erfahrungen als Podcast-Host oder gegebenenfalls schon mal als Gast daran teilgenommen? Dann schreib mir an jan.webgefährte.de. Ich freue mich sehr auf den Bleib und offen für Neues. Mir gewogen bis zur nächsten Folge und bis dahin eine gute Zeit mit allzeit guten Rankings.

    Dein Jan Czichos

    Folge als Video

    Folge 048 – Podcast ein Case für Reichweite als Video.

    Show notes

    Begriffsklärung:

    • Digitale Inhalte (Content) sind das Herzstück jeder Online-Marketingstrategie. Sie informieren, unterhalten und konvertieren potenzielle Kunden.
    • Die Customer Journey beschreibt die Reise eines Kunden von der ersten Berührung mit einer Marke bis hin zum Kauf. Sie ist essenziell, um gezielte Marketingmaßnahmen zu entwickeln.
    • Ein Hoster für Podcasts stellt Speicherplatz und technische Infrastruktur zur Verfügung, um Audiodateien auszuliefern. Für Solo-Podcaster ist ein zuverlässiger Hoster entscheidend, damit Episoden schnell laden und überall verfügbar sind.
    • Episode in thematische Abschnitte und erleichtern so das gezielte Anhören. Für Solo-Unternehmer bieten Kapitelmarken Mehrwert für Hörer und verbessern die Nutzererfahrung.
    • Podcasts bestehen aus einer Serie von abonnierbaren Audio- manchmal auch Video-Dateien im Internet. Abgerufen werden die Dateien überwiegend mit Podcatcher-Apps.
    • Der RSS-Feed ist ein maschinenlesbarer Datenstrom, über den neue Podcast-Folgen oder Blogbeiträge automatisch verteilt werden. Einzelunternehmer nutzen RSS, um Inhalte effizient an Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts auszuliefern.
    • Ein Sitepreneur ist jemand, der mit kleinen, spezialisierten Projekten gezielt Einkommen generiert. Für Einzelunternehmer kann das ein skalierbares Geschäftsmodell sein, um sich zusätzliche Einnahmequellen aufzubauen.
    • Ein Teleprompter zeigt den gesprochenen Text direkt im Sichtfeld der Kamera an, ohne dass der Blickkontakt verloren geht. Für Einzelunternehmer ist ein Teleprompter ideal, um Videos professionell aufzunehmen, ohne ständig auf Notizen schauen zu müssen.
    • Unterstützende Werkzeuge (Tools) im Online-Marketing erleichtern die Arbeit und verbessern die Effizienz, indem sie wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Daten analysieren.
    • Ein Transkript für ein Video ist eine schriftliche Niederschrift oder Aufzeichnung aller gesprochenen Worte und oft auch der relevanten Hintergrundgeräusche in einem Video. Es ist im Grunde eine textuelle Version des gesamten gesprochenen Inhalts des Videos.
    • Video conferencing ermöglicht virtuelle Treffen über Tools wie Microsoft Teams oder Google Meet. Gerade Einzelunternehmer nutzen Video conferencing, um Kundengespräche, Interviews oder Workshops flexibel online abzuhalten.

    Erwähnte Unternehmen:

    • t3n: Das Magazin für digitale Wirtschaft wurde in der Folge als inspirierende Quelle für Trends rund um Podcasts, Content-Marketing und digitale Sichtbarkeit genannt.
    • Als einer der größten Distributoren für Podcasts wurde Amazon Music in der Folge als zusätzliche Plattform vorgestellt, um die eigene Podcast Reichweite gezielt auszubauen.
    • Der Streamingdienst Deezer wurde als weiterer relevanter Kanal angesprochen, auf dem Einzelunternehmer mit ihrem Podcast neue Zielgruppen erreichen können.
    • Spotify wurde in der Folge als Plattform hervorgehoben, um Podcasts zu hosten, zu verbreiten und damit nachhaltig Reichweite und Markenbekanntheit aufzubauen.
    • Die Lernplattform Udacity bietet praxisnahe Online-Kurse, mit denen Einzelunternehmer gezielt digitales Know-how aufbauen können – ideal für Marketing, Data Science oder KI-Themen, die direkt ins eigene Business einfließen.

    Erwähnte Tools / Plattformen

    • Adobe Audition ist ein professionelles Audio-Tool zur Aufnahme, Bearbeitung und Optimierung von Podcasts – perfekt für Einzelunternehmer, die Wert auf hochwertigen Klang und präzise Nachbearbeitung legen.
    • Die Riverside-Plattform ermöglicht hochwertige Remote-Podcast-Aufnahmen mit Studioqualität – besonders praktisch für Solo-Unternehmer, die regelmäßig Gäste per Video oder Audio remote interviewen.
    • Neuroflash ist ein KI-basierter Textassistent zur schnellen Erstellung von Marketingtexten – ideal für Einzelunternehmer, die überzeugende Podcast-Beschreibungen, Blogposts oder Social-Media-Inhalte schreiben möchten.
    • CapCut ist ein einsteigerfreundlicher Video-Editor, mit dem Einzelunternehmer Social-Media-Videos, Reels oder kurze Podcast-Snippets schnell und visuell ansprechend schneiden können – auch mobil.
    • OpusClip ist ein KI-Tool, das automatisch aus langen Videoaufnahmen kurze, aufmerksamkeitsstarke Clips erstellt – ideal für Einzelunternehmer, die ihren Podcast effektiv auf Social Media teasern wollen.
    Bonusmaterial

    Vergleich von Podcast Formaten

    Schreibe einen Kommentar

    Weitere Folgen

    Folge 058 – Print Marketing mit KI

    Print ist kein Relikt - sondern ein strategischer Hebel. In dieser Podcastfolge erfährst du, wie Solo- Unternehmer:innen Print Marketing mit ... weiterlesen

    Folge 057 – KI Agenten für Einzelunternehmer

    Wie lassen sich KI-Agenten konkret im Solo-Business einsetzen? In dieser Episode spricht Christian Tembrink über echte Praxisbeispiele, smarte Agent-Setups und ... weiterlesen