Gast: Julia Reuter
Gute Positionierung = Nischenfokus + Bedarfsklarheit + Nutzenargument mit Leistungsbeweis
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Intro
Vorstellung von Julia
00:09:07 – Positionierung vs. Personal Branding
00:16:07 – Hebel einer starken Positionierung
00:27:30 – Umsetzung der Positionierung am Beispiel
00:38:08 – Häufige Fehler bei der Positionierung
00:47:56 – Zusammenfassung und Verabschiedung
00:00:01
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Erfolgsrezepte für Internetmarketing.
00:00:07
Hier ist Jan von Webgefährte.
00:00:09
Hast du das Gefühl, dass deine Marketingbotschaften im digitalen Trubel untergehen?
00:00:15
Oder dass dein Angebot so vielseitig ist, dass es schwer fällt Kunden wirklich zu überzeugen?
00:00:22
Genau darüber sprechen wir heute mit einer Expertin für Positionierung im digitalen Raum.
00:00:28
Wir klären, warum klare Botschaften entscheidend sind, um die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu gewinnen, wie eine präzise Positionierung deine Einzigartigkeit stärkt und warum es so wichtig ist, Kunden bei ihren Problemen und Emotionen abzuholen, statt nur über eigene Expertise zu sprechen und diese in den Vordergrund zu stellen. Freue dich auf praxisnahe Tipps, wie du deine Positionierung schärfst, zufriedene Lieblingskunden gewinnst und langfristig erfolgreich bleibst. Los geht’s!
Vorstellung der Expertin
00:01:15
Mein heutiger Gast ist eine echte Expertin, wenn es um die digitale Positionierung von Marken geht.
00:01:17
Schon der Name ihrer Webseite lässt vermuten, dass in ihren Adern digitales Blut fließt.
00:01:26
Ihr Antrieb?
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Marken mit großartigen Inhalten digital stark zu machen und ihnen eine klare, unverwechselbare Stimme zu geben.
00:01:35
Seit 27 Jahren, ja ihr hört richtig, ist sie im Marketing zu Hause und seit sechseinhalb Jahren mit ihrer Leidenschaft selbstständig. Ihre Kunden schwärmen von ihrer Arbeit mit Attributen wie super effektiv, qualitativ extrem hochwertig, professionell oder on point und all das mit einer großen Portion Leidenschaft und Kreativität. Neben ihrer Arbeit als Strategin und Konzeptentwicklerin für digitale Markenpflege teilt sie ihr Wissen auch als Dozentin für Social Media mit Fokus auf LinkedIn, an der VWA in Koblenz und der Hochschule in Bonn.
00:02:28
Und als Autorin eines Fachbuches bringt sie ihr geballtes Know-how in die Welt.
00:02:34
Ein Thema, zu dem wir heute sicherlich noch mehr hören werden.
00:02:38
Ich freue mich riesig auf das Gespräch.
00:02:40
Ein ganz herzliches Willkommen, liebe Julia Reuter.
00:02:43
Vielen Dank, Jan, für diese schöne Anmoderation.
00:02:45
Das ging ja runter wie Öl.
00:02:48
Dankeschön.
00:02:50
Ehre, wem Ehre gebührt, sage ich immer.
00:02:52
Und von daher erstmal vielen, vielen Dank für deine Zeit und dass du die mit uns und unseren Zuhörern heute teilst.
Persönliche Fragen an Julia
00:03:01
Nachdem wir eine Audio-Folge heute aufnehmen, können uns nicht alle sehen.
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Deswegen vielleicht erst mal ein paar persönliche Fragen, dass unsere Zuhörer dich auch so ein bisschen einordnen können. Bist du bereit? Ja. Bist du ein Kind der 80er oder der 90er Jahre?
00:03:17
Und was hat dich in diesem Jahrzehnt besonders geprägt? Ja, also geboren bin ich in den 80ern, aber ich würde schon sagen, ich bin ein Kind der 90er, einfach aufgrund der Musik und weil man dann so mehr in der Identitätsfindung war. Da hat man in der Kindheit oder in der Kleinkindphase noch nicht so viel mitbekommen, da gebe ich dir recht. Welchen Traumberuf hattest du als Kind und wenn ja, warum diesen? Ja, also mein erster Traumberuf war Seiltänzerin, warum weiß ich nicht so richtig, ehrlich gesagt. Und später wollte ich dann Wurstverkäuferin werden, weil die Dame auf dem Marktstand immer so lecker mir so eine Scheibe Wurst gegeben hat.
00:03:59
Und deswegen waren das so, waren das meine einzigen zwei Berufswünsche als Kind. Also Wurstverkäuferin mit dem wie sie ihre Wurst an den Mann oder an die Frau in deinem Fall an das Kind gebracht hat kann ich sogar nachvollziehen aber Seiltänzerin das musst du noch kurz erläutern Ja, vielleicht ist es doch jetzt so eine Fähigkeit die sich in der Selbstständigkeit wiederfindet so mit Balanceakt und so nicht so richtig Ja manchmal hat man einfach ein Buch gelesen oder irgendwie einen Film gesehen oder ich weiß es nicht wie es dann zu der Inspiration Kommt aber auf jeden Fall spannend ehrlich zu sein hatte ich das nicht so richtig ich war nie so der Idoltyp, warum auch immer. Auch ein Nein ist eine valide Antwort, alles gut.
00:04:40
Wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass du dich selbstständig machen möchtest und wie hat dich diese Entscheidung geprägt?
00:04:50
Also ich hatte witzigerweise gar nicht den Plan mich selbstständig zu machen, das war in der Tat ein Zufall, kommt noch vor, aber selten.
00:04:59
Und der ausschlaggebende Punkt war, dass mein Bruder schon seit sehr vielen langen Jahren selbstständig ist.
00:05:05
Und ich war auch in der Elternzeit und war gerade in der Orientierungsphase, was ich mache, wenn ich zurück in den Job kehre.
00:05:13
Und hatte mich auch schon beworben.
00:05:15
Und mein Bruder wusste, dass ich auch eine ganz gute Projektmanagerin bin.
00:05:19
Und meinte, er hätte gerade ein ganz großes Projekt, ob ich nicht das Projektmanagement übernehmen könnte.
00:05:24
Ich müsste mich dafür aber selbstständig machen.
00:05:26
Da dachte ich, ja, okay, mach ich einfach mal.
00:05:28
Und so bin ich reingerutscht.
00:05:30
So ein bisschen auch von den externen Rahmenbedingungen dann auch in eine Rolle reingesprungen.
00:05:37
Cool. Und dann bist du dabei geblieben.
00:05:40
Wie hab ich das recherchiert?
00:05:42
Seit sechseinhalb Jahren?
00:05:44
Oder war das schon früher, dass du dort diese Projektaufgabe hattest?
00:05:49
Ja, das waren so die noch ein paar drei, vier, fünf Monate davor, wo ich dieses Projekt gemacht habe.
00:05:55
und ich zähle meine Selbstständigkeit mit Herzblut Digital ab dem Punkt, wo ich dann auch dieses Projekt vorbei war und dann entschieden habe, hey, wie geht es jetzt weiter?
00:06:03
Und ich hatte dann jemand im Bekanntenkreis, der eine Online-Marketing-Agentur hatte und dem ich das erzählt hatte, was ich da gerade so mache und wo ich so herkomme, mit welchen Skills.
00:06:13
Ich hatte mich dann auch zusätzlich in der Zeit fortgebildet im digitalen Marketing.
00:06:18
Und der meinte, er hätte auch Projekte und wenn ich gerade selbstständig bin, könnte ich da einfach mit weitermachen und so bin ich dann am Ball geblieben und habe mir dann ein paar Monate später auch überlegt, ja wer ich bin, wer ich denn sein möchte, was mich auszeichnet und habe dann letztendlich meine eigene Positionierung und auch dann die Idee zu meiner Brand Herzblut Digital, ja entwickelt und ins Leben gerufen.
00:06:43
Also ich finde ja auch einen sehr beschreibenden Namen mich persönlich hat er gleich wie soll ich sagen erfasst so von dem dass es zu dem auch sehr.
00:06:55
Passend ist was was dann tatsächlich auch auf der Webseite geschrieben und auch illustriert ist.
00:07:01
Kannst du uns kurz abholen ich hab ja versucht so ein kleines Wortspiel am Anfang ja so mit mit digitalen Blut in deinen in deinen Adern.
00:07:11
Aber wie bist du denn zu dem Namen gekommen?
00:07:13
Da sind wir, glaube ich, ja schon ganz, ganz nah an unserem heutigen Thema auch dran.
00:07:18
Genau, also ich habe mich wirklich hingesetzt und mir überlegt, was macht mich aus und was, was zeichnet mich aus?
00:07:24
Wie kann ich halt rüberbringen, was jemand erwarten kann, wenn er mit mir arbeitet?
00:07:30
Und ein ganz großer Aspekt ist, glaube ich, mein Herzblut oder meine Leidenschaft.
00:07:35
Und das ist meine Haltung, sowieso meine Lebenshaltung.
00:07:38
Ich mache quasi immer alles gerne mit 100 Prozent und gehe immer gerne all in.
00:07:43
Und ja, das ist für mich auch so ein grundlegendes Ding, dass ich auch bei Projekten entscheide, kann ich da mit Herzblut dabei sein, stehe ich dahinter.
00:07:53
Also es ist, glaube ich, sehr nah an Purpose und Werten geschmiedet und hat sich dann auch einfach sehr stimmig angefühlt.
00:07:59
Und digital war für mich ganz klar, dass ich in diese Richtung gehen will, weil mich der Themenbereich total fasziniert, obwohl ich auch sehr viele und lange Jahre im klassischen Marketing gearbeitet habe und in den typischen Agenturjahren, bevor es das Internet gab. Das bringe ich auch noch alles mit. Und ich mag aber auch diese Kombination und den Brückenschlag, den es da manchmal geben muss. Und das Digitale fasziniert mich aber nach wie vor. Und vor allen Dingen aus dem Aspekt, dass wir alle eine ganz andere Möglichkeit bekommen haben, halt sichtbar zu werden, als wie es war, bevor es die digitale Welt gab.
Defining Moment und Positionierung
00:09:07
Ja spannend. Mich hat zum Beispiel noch ja auch ein bisschen bewegt die Frage, was war denn so dein, neudeutsch sagt man so, dein defining moment. Du hast uns gerade gesagt, dass ein Freund auf dich zugekommen ist, sagt hier ich bräuchte für das Projekt eine Unterstützung, aber wann war denn für das Thema Positionierung bei dir der Moment, wo du gesagt hast, ja das ist besonders wichtig, weiß ich nicht, erfolgreich zu sein oder mein Projektziel zu erreichen.
00:09:14
Was, ja, wo hat da sich bei dir der gedankliche Schalter umgelegt?
00:09:50
Ja, also das war dann im Herbst, wo ich letztendlich diesen, in die Richtung Marketing auch klar war, dass ich da jetzt auch Projekte kriege. Und das war dann so drei Monate später, das war wirklich in dieser Weihnachtszeit, wo ich mir dann wirklich gesagt habe, okay, wenn ich das jetzt ernsthaft weitermachen möchte und angehen möchte, dann brauche ich natürlich auch mehr Kunden. Und da war klar, dass ich jetzt mir meine eigene digitale Sichtbarkeit und Identität erschaffen möchte. Und damit fing es halt an zu sagen, okay, wer bin ich, was macht mich aus, was ist meine, was ist meine, letztendlich meine Brand? Und die dann zu, zu definieren und natürlich auch dann alles drumherum aufzubauen. Also ja, das war der entscheidende Punkt, dass es dann gesagt hat, okay, wenn dann auch da All-in und Klarheit und Fokus und dann auch umsetzen in die Richtung und Gas geben.
00:10:03
Klingt nach einem, wie sagt man so schön, einem perfekten Match.
00:10:06
Also nicht jeder Einzelunternehmer oder jeder Gründer ist ja vom Mindset auch Marketer.
00:10:12
Und also wenn jetzt zum Beispiel jemand daherkommt, der sagt hier, ich nehme die Wurstverkäuferin ja einfach nochmal her.
00:10:18
Und wenn die sagt, hey, ich möchte gerne meine Wurst verkaufen, die kommt vielleicht nicht gleich auf den Gedanken, wie ist es hier mit meiner Einzigartigkeit oder wie wirkt meine Botschaft nach draußen und so weiter.
00:10:31
Von daher hast du natürlich da eine tolle Kombination auch aus deinem Produkt und dem, was es eigentlich fachlich braucht, um dieses Produkt auch sinnvoll nach außen zu tragen oder verständlich nach außen zu tragen.
00:10:43
Also da freue ich mich jetzt schon drauf, da auch gedanklich und inhaltlich so ein bisschen einzusteigen.
Abgrenzung Positionierung und Personal Branding
00:10:49
Wollen wir mal vielleicht mit einer Abgrenzung starten.
00:10:54
Ich habe mit dem Sven, der ja ein guter Freund ist von dir oder auch ein Geschäftspartner, sollte ich glaube ich sagen.
00:10:58
Schöne Grüße gehen raus übrigens an der Stelle.
00:11:00
Mit ihm in der letzten Folge über das Thema Personal Branding gesprochen.
00:11:02
Und heute haben wir das Thema Positionierung.
00:11:08
Und ich könnte mir vorstellen, dass unsere Zuhörer da, ja, nicht alle zumindest, eine klare Abgrenzung hinbekommen.
00:11:11
Was ist das eine und was macht das andere?
00:11:18
Vielleicht kannst du uns da mal so einen gedanklichen Aufsatz geben.
00:11:20
Also die Positionierung ist letztendlich die strategische Grundsatzentscheidung, wie ich mich an einem zuvor definierten, relevanten Markt aufstellen möchte, wie ich mich abgrenzen möchte, was mein Nutzen ist und meine Berechtigung am Markt.
00:11:24
Und die Personal Brand ist letztendlich eine Art und Weise, wie ich auch meine Positionierung dann umsetzen kann.
00:11:34
Es muss auch nicht die Entscheidung getroffen werden, dass ich mit einer Personal Brand nach draußen gehe, sondern ich habe ja letztendlich auch, meine Personal Brand, glaube ich, gibt es schon irgendwo, aber ich habe trotzdem mich entschieden, Herzblut Digital als Brand nach draußen zu tun und halt nicht meinen Namen.
00:11:54
Und es gibt eigentlich, glaube ich, unterschiedliche Wege und da muss auch jeder für sich finden, welche Maßnahme sinnvoll ist.
00:12:11
Und die Positionierung, die Aufgabe hat letztendlich auch jedes größere Unternehmen, sich den Gedanken zu machen, wer ist mein Markt, wer sind die Mitbewerber und welche Zielgruppe möchte ich da erreichen und mit welchen Nutzen möchte ich mich dann da halt auch wirklich mir diese Marktberechtigung erarbeiten. Da fällt mir gleich noch eine Frage ein, die ich dem Sven dann mal stellen werde, wenn wir unsere Follow-up-Folge machen.
00:12:45
Einfach auch so. Ich werde ganz häufig von den Einzelunternehmern gefragt, die jetzt in der Gründungsphase sind.
00:12:53
Nehme ich jetzt so einen klassischen Websitenamen, der auch meinem realen Namen entspricht, oder nehme ich etwas, was eher geeigneten Suchwortvolumen entspricht, was zu meiner Dienstleistung passt, Oder nehme ich auch einen Fantasienamen, der vielleicht irgendwie schon für dieses Thema in den Gedanken oder in den Köpfen meiner Zielgruppe schon gesetzt ist, um da einfach einen leichteren Start zu haben und so was.
00:13:19
Also das werde ich Sven auf jeden Fall fragen.
00:13:20
Aber hast du dazu auch eine Meinung?
00:13:22
Du hast dich jetzt für Herzblut Digital entschieden.
00:13:33
Auch so ein bisschen ein Fantasiewort vielleicht, so ein kombiniertes Fantasiewort.
00:13:36
Wie gehst du das für dich selber an?
00:13:39
Ich glaube, da müsste die Antwort sein, es kommt darauf an, je nachdem, nach welchen Kriterien ich das aussuche und auch, wie das vielleicht für die Zielgruppe wichtig ist in der Wahrnehmung.
00:13:47
Namen natürlich kann ich immer nehmen. Vielleicht sollte ich da nochmal überlegen, inwieweit mein Name auch unique genug ist. Wenn ich Sabine Müller heiße, wird es jetzt schwieriger sein, vielleicht überhaupt auch die URL zu bekommen und diesen Namen dann auch durchzusetzen. Da könnte sich jeder auch einfach mal selber googeln und auch gucken, wie stark da die Mitbewerber sind, weil es natürlich auch immer blöd, wenn man da mit anderen Namen konkurriert. Das kann man sich angucken, wenn man einen sehr uniken Namen hat, der vielleicht auch leicht auszusprechen ist oder leicht zu behalten ist. Ich denke, ich kann man super auf einen Namen gehen. Der Vorteil von der Dienstleistung ist natürlich, dass ein schnellerer Kontext in der Erfassung für die Zielgruppe gegeben ist. Wenn ich halt heißt, die URL heißt zum Beispiel, ja weiß ich nicht, Zahnarztpraxis minus Bonn, dann weiß ich ja schon, wo ich bin.
00:14:38
Das kann natürlich auch ein Vorteil sein, was die Schnelligkeit angeht, zu verstehen, was steht dahinter.
00:14:45
Also es ist ja manchmal auch schwierig, wenn Firmennamen oder Produktnamen super kompliziert sind oder irgendwelche Buchstaben und Zahlen, da finden wir gar keine emotionale Verbindung zu, überhaupt gar keine Verbindung zu.
00:14:57
Ein gutes Beispiel sind da übrigens zum Beispiel diese Staubsaugerroboter.
00:15:00
Die heißen ja manchmal MXY738.
00:15:03
Und die Menschen geben denen ja Namen.
00:15:07
Die heißen dann bei denen Saugi oder Staubi.
00:15:10
Und das ist eigentlich ganz interessant.
00:15:14
Wenn ich ein Hersteller wäre, ich würde meine Produkte jetzt auch nach so Namen benennen, weil ich glaube, das ist doch schon super ein Abgrenzungsmerkmal oder wieder ein Einstellungsmerkmal.
00:15:21
Und wir sehen halt auch rationale Menschen, die ja mal sagen, sie entscheiden nicht emotional, dass emotionale Entscheidungskriterien einfach immer eine große Rolle spielen.
00:15:30
Und das sollte man bei all diesen Entscheidungen, auch was Namensgebung und so betrifft, mitbedenken.
00:15:37
Also sowohl was löst ein Name vielleicht aus und wie schnell ist ein Name verständlich, wie kurz ist er, wie schnell ist er zu verfassen.
00:15:46
Weil was schnell und leicht und kurz zu verfassen ist
Show notes
Begriffsklärung:
- Die fünf zentralen Elemente des Marketings: Product, Price, Place, Promotion und People. Das Modell der 5P hilft Einzelunternehmern, ihre Marketingstrategie gezielt auf ihre Zielgruppe auszurichten.
- Die Customer Journey beschreibt die Reise eines Kunden von der ersten Berührung mit einer Marke bis hin zum Kauf. Sie ist essenziell, um gezielte Marketingmaßnahmen zu entwickeln.
- Eine Metapher für die Gesamtheit aller digitalen Assets eines Unternehmers, von der Website bis zu Social Media. Ein stabiles digitales Haus bietet Einzelunternehmern eine starke Basis für langfristigen Erfolg.
- Konkrete Nachweise für die Qualität und den Erfolg einer Dienstleistung, z. B. durch Kundenstimmen oder Case Studies. Ein überzeugender Leistungsbeweis schafft Vertrauen und erleichtert die Kundengewinnung.
- Marketing Kanäle sind die Plattformen und Wege, über die Unternehmen mit ihrer Zielgruppe kommunizieren. Einzelunternehmer sollten die Kanäle wählen, die ihre Zielgruppe am effektivsten erreichen, z. B. Social Media, E-Mail oder Blogs. Mehr zu Online-Marketing Kanäle.
- Ein geplanter Ansatz zur Positionierung einer Marke und zur Gewinnung von Kunden. Eine klare Marketing-Strategie hilft Solo-Unternehmern, Ressourcen effizient einzusetzen und nachhaltig zu wachsen. Beispiele für Online Marketing Strategien sind im Online Marketing Guide verfügbar.
- Personal Branding ist der Aufbau und die Pflege einer individuellen, unverwechselbaren Marke. Es hilft Einzelunternehmern, Vertrauen aufzubauen und sich in ihrem Markt als Experte zu positionieren.
- Die Positionierung beschreibt, wie sich ein Unternehmen oder eine Marke im Markt einzigartig darstellt. Für Einzelunternehmer ist sie entscheidend, um sich von der Konkurrenz abzuheben und die richtige Zielgruppe anzusprechen.
- Ein visuelles Tool zur Entwicklung einer klaren Markenpositionierung und Abgrenzung vom Wettbewerb. Das Positionierungs-Canva hilft Solo-Unternehmern, ihre Stärken gezielt herauszuarbeiten und ihre Botschaft zu schärfen.
- Eine Betrachtungsweise, die Märkte und Kundenbedürfnisse als vernetzte Systeme versteht. Die systemische Perspektive hilft Einzelunternehmern, verborgene Chancen zu erkennen und Angebote präziser auszurichten.
Beispiel: Ohne systemischen Blick schlussfolgert ein Marketer, dass viele Kunden immer wieder Social-Media-Postings kurzfristig beauftragen uns arbeitet die Aufträge einzeln ab. Betrachtet er das Problem systemisch, erkennt er den eigentlichen Bedarf nicht bei den einzelnen Postings, sondern in fehlender Planung und Struktur. Mit dieser Erkenntnis bietet er seinen Kunden ein Content-Planungspaket an, das langfristig Zeit spart und strategischeres Marketing ermöglicht. - Alle Berührungspunkte, an denen potenzielle Kunden mit einer Marke oder einem Unternehmen in Kontakt kommen. Durch gezieltes Management der Touch Points können Einzelunternehmer Vertrauen aufbauen und die Conversion-Rate erhöhen.
Checkliste: Positionierung im digitalen Raum für Solo-Dienstleister
(1) Fundament der Positionierung klären
- Kernangebot definieren: Welche Dienstleistung bietest du an? Was macht sie besonders?
- Zielgruppe festlegen: Wer sind deine idealen Kunden? Welche Probleme haben sie?
- Klarer Nutzen: Warum sollte ein Kunde genau dich beauftragen? Welchen Mehrwert bietest du?
- Marktanalyse: Gibt es Nachfrage für dein Angebot? Wer sind deine Mitbewerber?
(2) Schärfung der Positionierung
- Abgrenzung zur Konkurrenz: Was unterscheidet dich von anderen Anbietern?
- Emotionale Ansprache: Welche Gefühle löst dein Angebot bei potenziellen Kunden aus?
- Klarheit statt Vielfalt: Fokus auf eine Kernbotschaft, die sich leicht merken lässt
- Spitz statt breit: Ist dein Angebot spezifisch genug, um als Experte wahrgenommen zu werden?
(3) Digitale Sichtbarkeit aufbauen
- Professionelle Website: Klare Positionierung, verständliches Angebot, starke Call-to-Actions
- SEO-Optimierung: Keywords, die deine Zielgruppe bei Google sucht, strategisch einsetzen
- Google My Business: Eintrag anlegen & optimieren, um lokal besser gefunden zu werden
- Social Media Präsenz: Kanäle wählen, auf denen deine Zielgruppe aktiv ist
- Konsistentes Branding: Einheitliche Bildsprache, Farben & Tonalität in allen digitalen Auftritten
(4) Content & Expertenstatus stärken
- Blogartikel / LinkedIn-Posts: Fachwissen teilen, um als Experte sichtbar zu werden
- Kundenstimmen & Case Studies: Erfolgsgeschichten von zufriedenen Kunden präsentieren
- Videos & Podcasts: Komplexe Themen einfach erklären und Vertrauen aufbauen
- Webinare / Workshops: Kostenlose oder kostenpflichtige Sessions zur Lead-Generierung
(5) Kontinuierliche Optimierung & Skalierung
- Feedback einholen: Kundenstimmen analysieren & Positionierung weiter verfeinern
- KPIs tracken: Website-Besucher, Anfragen, Conversion-Raten regelmäßig auswerten
- Anpassungen vornehmen: Funktionierende Inhalte & Strategien weiterentwickeln
- Neue Trends beobachten: Positionierung flexibel halten & an Marktveränderungen anpassen
Bonus-Tipp von Julia: Arbeite mit einem Positionierungs-Canvas, um dein Alleinstellungsmerkmal klar herauszuarbeiten!


