Wie kommen Firmen ohne meine explizite Zustimmung an meine E-Mail-Adresse?

Michael I.
2023-11-29
Jan (webGefährte)
2023-11-29

Grundsätzlich nutzen wir beispielsweise eine Webseite, Social Media Kanäle oder PR Plattformen, um Interessenten auf uns bzw. unser Angebot zu informieren (Vertriebsaktivität). Informationen auf öffentlich-zugänglichen Kanäle können allerdings auch andere Spieler im Web zu ihren Gunsten nutzen. Hier ein paar Beispiele:

  1. Suchmaschinen finden über sogenannte "Crawler" neue Inhalte auf Webseiten (grundsätzlich positiv)
  2. Spammer suchen so gezielt nach Formulare, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, über die Werbung ausgespielt werden kann
  3. Proxi-Dienste sammeln bspw. persönliche Daten von Webseitenbetreibern und bieten diese anderen zur Weiterverwendung an

Daraus lässt sich erkennen, dass ein grundsätzliches "Abdichten" der Webseite gegen andere Spieler nicht zielführend sein muss und eine differenzierte Betrachtung bedarf.

Verstehe. Welche Maßnahmen kann ich für Beispiel 2 und 3 einsetzen, um mich dagegen zu wehren?

Michael I.
2023-11-30
Jan (webGefährte)
2023-11-30

Für Beispiel 2 empfehle ich einen Spam-Schutz mit Augenmaß. Die Einrichtung dessen ist m.E. dann sinnvoll, wenn die Anzahl über ein erträgliches Maß von 1 bis 2 Werbenachrichten pro Woche hinausgeht.

Eine geeignete Maßnahme gegen Proxi-Dienste stellt die Einrichtung von Sperren gegen bestimmte Programme (sogenannten User-Agents dar).

Antri Crawler Schutz über User-Agent-Blocking

Abbildung 1: Einrichtung einer Sperre gegen User-Agents

Dabei analysieren wir über einen Zeitraum von mehreren Wochen das Zugriffsprotokoll der Webseite und identifizieren den Namen des Agenten, aktivieren für diesen eine technische Sperre und unterbinden damit dessen zukünftige Besuche der Webseite.

Hat ein Proxi-Dienst personenbezogene Daten bereits gesammelt, kann eine Löschanfrage mit Bezug auf Art. 17 Abs. 1 DSGVO gestellt werden. 

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