Sind Slider oder Karussells für eine Landing-Page ein Conversion Killer?

Alissa S.
2024-04-08
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Ja, Slider verschlechtern die Conversion Rate von Landing-Pages.

Das primäre Ziel einer Landing-Page besteht darin, genau eine Handlungsempfehlung beim Nutzer auszulösen. Folgende 6 Eigenschaften von Slidern bzw. Karussells stehen dem häufig entgegen:

  1. Ablenkung: Automatische Slider werden unbewusst wahrgenommen und schwächen die Kaufintention 
  2. Kognition: Bei Ähnlichkeit mit Werbebannern werden diese von Nutzern bewusst ignoriert ("Banner Blindness")
  3. Paradox of Choice: Zu viel Auswahl sorgt dafür, dass Nutzer bei Seitenbesuch gar nichts entscheiden  
  4. Unbehagen: Der unterschwellige Nutzerwunsch nach Stabilität wird durch fehlende Konsistenz untergraben
  5. Kontrollverlust: Zu schnelle Bildwechsel lassen Nutzer die Inhalte nicht erfassen und können Stress auslösen
  6. Erreichbarkeit: Slider-Inhalte können von Screenreader nicht verarbeitet werden (Barrierefreiheit) 

Auch wenn Slider für Webdesigner (mich eingeschlossen) ein reizvolles Gestaltungselement darstellen, empfehle ich die Zielstellung der Seite, den Ort der Platzierung und die darin dargestellten Inhalte unbedingt als Entscheidungskriterien zu nutzen.

Ein anerkannter Concersion Killer sind Slider im Einstiegsbereich der Startseite "Above the fold". Mehr dazu in diesem Post auf LinkedIn

Slider als Conversion Killer above-the-fold

Vorschau: Post erklärt, was im Einstiegsbereich der Website von Nutzern erwartet wird

Danke. In welchen Fällen ist der Einsatz von Slider empfehlenswert?

Alissa S.
2024-04-09
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Erprobt und aus Nutzersicht erwartet kommen Slider auf Produktseiten zum Einsatz, um das Produkt aus verschiedenen Perspektiven darzustellen. Hierbei kommt die Funktion eines Sliders, jedoch eher einer Bildergalerie gleich. 

Grundsätzliche empfehle ich vor dem Einsatz von Slidern einen A/B Test durchzuführen und damit eine datengesteuerte Entscheidung zu treffen.

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