Gast: Ira Schwerin
Print Marketing mit KI gezielt einsetzen
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Chapter
00:00 – Einstieg & Thema der Folge
03:40 – Persönlicher Hintergrund von Ira Schwerin
14:30 – Kindheitserinnerungen & Prägung durch Print
19:00 – Der große Denkfehler: „Print ist tot“
26:00 – Psychologie von Briefen & Printmedien
31:00 – Print als emotionaler Verstärker im Marketing
39:30 – Was Print wirklich kostet (und was nicht)
45:00 – Der erste sinnvolle Print-Schritt
51:00 – KI-gestützte Bildaufwertung in der Praxis
56:00 – Erinnerungskultur & Verantwortung
01:00:00 – Fazit & Impuls für Solo-Unternehmer:innen
Jan (webGefährte)
Unternehmer Podcast für Internet Marketing Folge 58
Willkommen zu einer neuen Ausgabe des Unternehmer Podcasts. Erfolgsgezepte für dein Internet Marketing. Ich bin Jan von Webgefährte. Heute blicken wir auf ein Thema, was viele von uns wahrscheinlich bereits abgeschrieben haben. Es geht Print. Und wir verbinden es mit etwas, das aktueller momentan nicht sein könnte. Nämlich mit künstlicher Intelligenz.
Denn die Frage ist nicht nur, brauchen wir als Einzelunternehmer Print überhaupt noch, sondern wie kann ich Print in Kombination mit KI zu einem echten Einzigartigkeitsfaktor im Marketing werden lassen. Und damit beispielsweise Erinnerungen wecken, Emotionen sichtbar machen, Wiedererkennung schaffen und all das
überschaubarem Budget. Genau darum geht es heute. Mein heutiger Gast hat ein spannendes Verfahren entwickelt, mit dem alte Bilder digitalisiert, von Kratzer befreit und mit KI so aufgewertet werden, dass
das aus einer kleinen Vorlage plötzlich ein großes Banner werden kann. Wie Solounternehmer wie wir Print neu für sich entdecken können. Warum es eben noch nicht tot ist und wo KI dabei einen entscheidenden Unterschied machen kann, das hören wir jetzt. Also bleibt dran für dieses besondere Erfolgsrezept.
Mein heutiger Gast ist Mediengestalterin mit Herzblut und angehende Wirtschaftspsychologin. Mit Löwenherz-Mediengestaltung hat sie nicht nur ein eigenes Label aufgebaut, sondern auch ein klares Versprechen geliefert. Design, das berührt und wirkt. Sie verbindet Kreativität mit Struktur. Denn seit über sieben Jahren hat sie
mit digital und print. Treffen sich bei ihr mit digital und print auf ein psychologisches Verständnis für Menschen und Märkte. Sie entstehen. So entstehen Lösungen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch im Kopf bleiben. Ob Branding, Konzeption oder Text. Sie denkt, seien immer ganzheitlich.
Und sie gibt ihr Wissen übrigens auch weiter als Mitglied des Prüfungsausschusses der IHK beispielsweise. Was sie besonders auszeichnet aus meiner Sicht, sie gestaltet nicht nur für Unternehmen, sondern sie schafft mit ihren Projekten auch Räume für Begegnung, für Erinnerung und Identität. Gestartet ist alles mit ihrer Leidenschaft für Gestaltung. Heute
verbindet sie Fachwissen mit Empathie und Haltung, Menschen visuell und emotional abzuholen. Herzlich willkommen im Podcast, liebe Ira Schwerin.
Ira Schwerin
Danke, ja.
Jan (webGefährte)
Sehr, sehr gerne. Und ich freue mich riesig, dass du da bist.
Ira Schwerin
Ich mich auch. Danke für die Einladung.
Jan (webGefährte)
Ja, gern geschehen. Geben wir doch unseren Zuhörerinnen und Zuhörern mal die Möglichkeit, dich so bisschen persönlich kennenzulernen. Bist du bereit für ein paar persönliche Fragen? Bist du ein Kind der 80er oder 90er Jahre und was hat dich in diesem Jahrzehnt besonders geprägt?
Ira Schwerin
Ab immer.
Ich bin Jahrgang 96 und habe damit eigentlich eher so die 2000er Jahre so ganz bewusst mitgekriegt und das erste woran ich denke ist, ich die Telefonnummer, die Festnetznummer natürlich von meinen Freundinnen auswendig konnte und dann immer gefragt habe, wer gerade Zeit hat oder dass man noch von Tür zu Tür gegangen ist. Ich denke an Armbänder aus Zuckerpälen und aus
eigenwillige Haarschnitte fallen mir noch ein. Genau.
Jan (webGefährte)
Okay,
macht total Sinn. die Armbänder kann ich mich auch daran erinnern, obwohl die jetzt bei uns bei den Jungs nicht so verbreitet waren, aber ich hatte die tatsächlich auch so bisschen auf dem Schirm. Ich darf mich auch outen, 96 ist meine Matrikelnummer beim Studium. Also uns trennen dann tatsächlich ein paar Jahre, aber ein schöner gedanklicher Auftakt.
Welchen Traumberuf hattest du als Kind und warum diesen?
Ira Schwerin
Ich wollte eigentlich immer Lehrer werden und habe dann auch in der Schulzeit zwei Praktika gemacht an verschiedenen Schulen und dann für mich gemerkt, das bin ich nicht. Also mir hat das Spaß gemacht mit Menschen zu arbeiten, auch mit Kindern und Kinder sind ein super dankbares Publikum. Aber mir war es tatsächlich zu eintönig. Also ich wollte irgendwie mehr, ich wollte mehr Abwechslung, mehr Vielfalt und
Das hat mir tatsächlich nach zwei Wochen Praktikum Diesdeier waren schon gereicht, das zu erkennen.
Jan (webGefährte)
Würdest du heute sagen, das war die richtige Wahrnehmung? Oder sagst du, wenn du jetzt auch so bisschen selbst einen Einblick in die Schulbildung hast, dadurch, dass du selber den Weg gegangen bist, dass das damals die richtige Einschätzung war? Ich will dich nicht auf einen anderen Pfad bringen, sondern einfach man hat ja jetzt mit ein paar Jahren dazwischen vielleicht auch eine andere Reflektion dazu.
Ira Schwerin
Ja, Also insgesamt auf jeden Fall. Ich glaube, das geht jedem Selbstständigen so, vor allem uns Einzelunternehmern einmal im Jahr. Da fragst du dich, ob es woanders schöner ist. Und das halte ich auch für ganz gesund, dass man seinen Standpunkt immer mal wieder einfach hinterfragt, einfach so für die persönliche Weiterentwicklung. Aber im Nachhinein, ich würde nichts anders machen. Ich bin wirklich froh und dankbar, dass ich hier bin.
habe aber im Umkehrschluss eine Hochachtung vor allen sozialen Berufen. was da geleistet wird, das ist wirklich krass und das wird immer heftiger.
Jan (webGefährte)
Genau das ist der Punkt. Ich glaube, da verschwindet manchmal, da bin ich jetzt sehr selbstkritisches Elternteil bei dem ein oder anderen zu Hause auch die Wahrnehmung und die Erwartungshaltung. Wo fängt Schulbildung an und wo endet Erziehung? Und wenn ich da tatsächlich als Elternteil auch von der Schule erwarte, sie würden mein Kind noch mit erziehen.
dann ist das, wie ich finde, schon eine sehr ambitionierte Sichtweise, ohne dass ich das irgendwie einschätzen und bewerten möchte. Aber was da tatsächlich geschaffen wird oder gefordert wird und auch erwartet wird, das ist schon knochenhart, würde ich unterschreiben. Ich bekomme das tatsächlich so, wie soll ich sagen, man bekommt das so richtig vor Augen geführt, wenn man sieht,
wie Lehrer in Rente gehen. Also ich habe in der Familie bestimmt drei Lehrer und keiner geht aus einem Beruf raus, wo du sagst, wow, ich hatte eine erfüllte Zeit. Und einer, tatsächlich nach seinem letzten Schultag die wirklich buchstäblich die Mülltonne aufgemacht hat, seine Schultasche da rein versenkt hat und für sich auch ein
ein Kapitel geschlossen hat. so rein. Das finde ich, das wünsche ich nicht. Wünsche ich keinem da draußen. Aber es geht ja auch nichts über einen erfüllten Beruf. Ja, und da auch für sich selber was mitzunehmen und nicht total auszubrennen. Da glaube ich. Wow. Also auch ich Hut ab von meiner Seite für die für die Leistung, die dort geboten wird und vielleicht auch ein bisschen den Appell an.
Eltern da draußen da auch einen realistischen Blick zu haben. Was kann die Schule leisten und wo bin ich auch selber in der Pflicht zu Hause und bestimmte Dinge an Grundlagenarbeit einfach auch zu machen. ⁓
Ira Schwerin
Genau das.
Jan (webGefährte)
Hast du eine Idol in deiner Kindheit? Und wenn ja, was hast du an ihm oder ihr bewundert?
Ira Schwerin
Tatsächlich nicht. Ich hab mir die Frage lange durch den Kopf gehen lassen und hatte immer ein klares Nein. Aber ich kann dir nicht sagen, woran das liegt. hatte… Nee, ich hatte einfach keins.
Jan (webGefährte)
Nein, ist auch eine legitime Antwort. Alles gut. Du hast schon gerade kurz deine Selbstständigkeit erwähnt. Wann war denn für dich das erste Mal, als du gemerkt hast, Mensch, ich möchte mich selbstständig machen und vielleicht auch so bisschen der Hintergrund, was dich zu dieser Entscheidung gebracht hat? Vielleicht kannst du das mal mit uns teilen.
Ira Schwerin
Ja, gern. Ich habe zu Studienzeiten schon ein kleines Unternehmen gegründet und da war ich im zweiten Semester also wirklich verhältnismäßig früh und da habe ich einfach gemerkt, dass mir das Spaß macht, mich auch selbst zu organisieren und in die verschiedenen Richtungen tief reinzublicken. Also ich glaube, ich kann tiefer gucken als jemand, jetzt einfach die ausführende Kraft ist. Und das hat mir besonders gefallen.
Und dadurch, dass sich das so aufgebaut hat, also das wurde irgendwann so Multiplikator. Also das fing an und dann ging das immer weiter. Und das Coole ist, dass meine Schule, die Design Academy Rostock, mich da auch super unterstützt hat. Die haben mir dann immer wieder, wenn Anfragen von außen kamen, gleich was zugeschoben. Das ging ratzfatz. Und ja, dann war ich im letzten Semester, hab überlegt, was tust du? Und dann hab ich gesehen, dass sich auch viele meiner Freunde für
Mindestlohn haben wir anstellen lassen und das wollte ich nicht. Und dann hab ich wirklich ganz trocken gesagt, von mir aus jetzt das erste Jahr Nudeln mit Ketchup, aber das tu ich nicht.
Jan (webGefährte)
Sehr nett.
Ira Schwerin
Genau, also ich hatte nur mich zu versorgen und niemand anderes. hatte keine Schulden, hatte keine Verpflichtungen, kein Kind zu dem Zeitpunkt, dass ich gesagt habe, ich traue mich jetzt. Ich war exakt einen Tag 22, als ich gegründet habe. Glückszahl 1818, 1. August 2018. ja, dann ging es los. Und zum Glück ohne Kaltstart.
Jan (webGefährte)
Well…
Ira Schwerin
Aber mit einem Budget im Rücken, was ich mir zu Studienzeiten durch diese Aufträge ersemmelt habe, ich habe mich so vorbereitet, dass ich ein halbes Jahr mit Null rausgehen kann. Das war mir damals wichtig. Also ich habe mich finanziell auf eigenes Risiko ein bisschen abgesichert. Genau.
Jan (webGefährte)
Wow, das ist eine tolle Geschichte. Auch im Hinblick, dass da natürlich immer vielleicht auch bisschen der Glück des jeweiligen Momentes dazugehört. Nicht jeder hat die gleiche Ausgangssituation. Das hast du auch schon meines Erachtens auch richtig eingeschätzt. Aber wenn die Ausgangssituation passt, dann trotzdem auch den Mut aufzubringen und zu sagen, ich habe nicht nur den Gedanken, das zu machen, sondern
Ich habe auch vorgebaut und damit auch das, was eigentlich auch uns als Unternehmer auszeichnen sollte, mögliche Risiken im Griff. Also ich weiß dann auch, solange trägt mich meine Rücklage oder das, ich mir erarbeitet habe. Was du mir im Vorgespräche auch erzählt hast, ist ja dann nicht so gewesen, dass du mit null Kunden angefangen hast, sondern du hast ja in dem Fall auch schon ein bisschen laufendes Geschäft gehabt, auch wenn das vielleicht noch nicht alle.
Kosten für dich dann persönlich gedeckt hat. damit glaube ich, können unsere Zuhörer sich doch ein ganz gutes Bild machen, wie du für dich da einen Weg in die Selbstständigkeit gefunden hast. Ist ja fast so ein bisschen wie nebenberuflich selbstständig machen. Also du hast eigentlich studiert, hattest dort deine Hauptaufgabe für den Teil deines Lebens und hast parallel schon geschaut, ja gut, dann lege ich mich halt nicht an die schöne Ostsee.
Und ich schaue, dass ich mir neben dem Studium noch was aufbaue. Und damit hat man natürlich auch eine andere Ausgangssituation nachher beim Einstieg, die aber nichts mit Zufall zu tun hat. Ja, noch mal. Es ist ja dir nicht in Schoß gefallen, sondern da hast du ja auch irgendwie weitergedacht. Ja, sehr schön. Und dann würde ich auch sagen, verdient. Dann ist die Situation ja auch die, die ist ja nicht vom Himmel gefallen. Ja, gut.
Ira Schwerin
Ne, das stimmt.
Jan (webGefährte)
Wir haben ja heute dieses Thema Print uns auf die Fahne geschrieben. Und ich habe im Intro ja schon gesagt, dass da auch so ein bisschen so ein Mythos existiert, das wir heute im Jahr 2025 vielleicht noch beim Aldi irgendwie in der Zeitung rumliegen sehen oder ich weiß nicht, ob ihr die noch bekommt. Wir bekommen auch diese diese Werbeblätter hier vom Stadtteil, wo gefühlt ein
irgendwie ein informativer Artikel drin ist, der irgendwie vielleicht sein muss. Aber der Rest ist wirklich Werbeanzeigen. Und an sowas denke ich immer, wenn ich irgendwie Print im Alltag mit irgendwas noch verbinden soll. Und mich würde interessieren, was verbindest denn du oder welche Kindheitserinnerungen verbindest du denn mit dem Thema Print? Und hat das dich vielleicht auch geprägt? Sowas dann in deiner
beruflichen Tätigkeit, ich würde fast sogar sagen, in deiner Berufung auch mit zu berücksichtigen.
Ira Schwerin
Also die erste Erinnerung, die ich zum Thema Print habe, die fängt tatsächlich bei diesen 30 mal gefalteten Posten in der Bravo an. Mit Ava Lavigne und Lady Gaga mit viel zu viel Eyeliner, als es die Polizei erlaubt. Das ist meine erste Print-Erinnerung. Und wir hatten sie ja alle hängen. Ich habe meine Wand tabbeziert, da kam Patterfix gerade raus von Uhu und dann war vorbei. Genau. Ja, also ich denke an dünnes Papier, an was Lappriges.
Jan (webGefährte)
Weih, weih.
Ira Schwerin
Ich will nicht sagen, Minderwertiges, das wäre ein bisschen zu weit hergeholt, ja, etwas Dünnes, was einfach da ist, so ein Nebenprodukt, was so mit existiert. Wiederum denke ich auch dran, dass ich sehr große Familie habe und mit meinen Cousinen in Schulzeiten eine Brieffreundschaft hatte, weil wir alle deutschlandweit verteilt sind und da gab es ja noch kein WhatsApp. Da haben wir uns Briefe geschrieben.
Und das war immer sehr schön, weil wir uns da auch Briefpapier ausgesucht haben. Also du bist ja dann wirklich losgegangen und hast dir Briefpapier gekauft. können sich viele heute wahrscheinlich gar nicht mehr vorstellen. Und das hat mich sehr gern gemocht, dieses Anfassen, dieses Haptische. hat ja auch jeder bei uns so inne. Jeder hat ja sein inneres Kind und das innere Kind fasst unglaublich gerne Oberflächen an.
Das ist auch derselbe Effekt. Kennst du es sicher, im Baumarkt, gibt es ja manchmal diese Fußabdrücke auf dem Boden und du tappst da drauf lang, weil es sich sonst nicht befriedigen darf.
Jan (webGefährte)
Das ist richtig. So habe ich das noch gar nicht gesehen. ja, es stimmt.
Ira Schwerin
Ja, genau das ist es nämlich. Daran erinnere ich mich gerne zurück. Was ich auch bis heute liebe, ist in Buchläden zu gehen, das zu riechen. Ich liebe den Geruch von Buchläden.
Jan (webGefährte)
Also kann ich total nachvollziehen. Ich habe in unserem Vorgespräch ja auch schon mal in den Buchspazierer reingebracht. wer den Film nicht kennt, hier mal so ein versteckter Hinweis. Da gibt es auch so ein paar Szenen von dem Christoph Maria Herbst, der dort auch diesen Buchliebhaber spielt. da bekommt man das mal so bisschen visualisiert auch, wie sie das da in dem Film gemacht haben.
kann ich total nachvollziehen. Super schön finde ich deine gedankliche Brücke zurück in die Kindheit und Vergangenheit, wo heute tatsächlich, ich muss mich an meine eigene Nase fassen, einfach Audiobücher und solche Dinge viel mehr überhand gewinnen und und man damit vielleicht auch einfach, wenn man Urlaub hat oder so vielleicht an so einfachen Dingen auch mal wieder eine
eine Berührung wagt und sagt, ich nehme mir wieder mal ein richtiges Buch in die Hand und das vielleicht auch mal wieder zu ein bisschen zu fühlen, was damit auch emotional verbunden ist. Denn man kann den Inhalt des Buches sicherlich auch den reinen sachlichen Inhalt auch anders vermitteln. Aber es bekommt ja dadurch, dass man so ein Buch aufschlägt, mit sich rumträgt und keine Steckdose suchen muss, sondern in dem Fall jederzeit auch dann Zugang hat. Auch noch mal eine andere Facette. Ja, und genau darüber wollen wir
wollen wir heute sprechen. Ich habe für einen Moment überlegt, ob ich die die Poster an meiner jugendlichen Kinderzimmerwand auch noch reinwerfen soll. Aber das mache ich jetzt besser nicht. Das wird das wird nicht gut, glaube ich. Von daher machen wir mal mit der mit der nächsten Frage weiter. Viele Einzelunternehmer glauben ja, dass das Thema Print irgendwie ein Relikt aus der Vergangenheit ist.
Kannst uns mal so ein bisschen abholen? Ich glaube, so ein bisschen hat es durchgeschimmert, auch schon in deiner letzten Antwort, wo da vielleicht auch ein Denkfehler sein kann. Nicht muss, sondern auch kann. Und warum auch Print gerade in der heutigen KI-Zeit vielleicht auch wieder so eine, wie sagt man, eine, ein Neuaufleben, ist, glaube ich, der deutsche Begriff dafür, erleben könnte und erleben kann. Vielleicht macht das auch schon.
Weiß ich noch nicht.
Ira Schwerin
Also ich glaube, Print hat sich gedreht und wir erleben da einfach so eine Bewegung, wie es damals war, als die sozialen Medien aufgetaucht sind. Also Facebook und Insta kamen ja plötzlich so, ne, jetzt ist TikTok noch also schon länger mit drin. Aber ich glaube, das ist eine ähnliche Bewegung, die wir da gerade beobachten können. Dass Print einfach, ja, dass es sich wandelt, ne? Und das ist ja auch
Normal, also es ist eigentlich wie bei Menschen. Ein Mensch verändert sich auch immer mal wieder und das ist auch ganz gesund. Und jetzt gerade sind wir an dem Punkt, dass Print einfach eine andere Wertigkeit bekommt. Also wenn du so überlegst, wie oft du vielleicht noch mal eine Karte oder einen Brief von Freunden, Familie bekommst, das geht ja eigentlich in der Regel gegen Null. ich hatte auch vor ein paar Jahren das Experiment, als wir mal zu einer größeren Feier eingeladen haben.
Da haben wir wirklich Karten gedruckt. das ist auch für Jahrgang 96 eigentlich nicht mehr so üblich. Und da haben wir im Freundeskreis so eine positive Resonanz bekommen, weil es halt keine Hochzeitskarte, das war einfach eine größere Werkstattparty, die wir hier gemacht haben. Die haben sich so gefreut, weil die gesagt haben, das hat ein ganz anderes Gewicht, eine andere Wertigkeit, du fühlst dich so richtig besonders. Einfach weil du eine persönliche Karte bekommen hast und auch
Und das kann man auch auf Unternehmen übertragen. Also Print ist jetzt eben nicht mehr dieser lapprige Pizza-Flyer von der Dönerbude nebenan. Sorry for that, es ist ein Erlebnis geworden. Es ist wirklich ein Erlebnis auf ganzheitlicher Ebene. Also optisch, aber auch haptisch. Du hast was in der Hand, was du gerne anschaust, was du auch zwei- oder dreimal anschaust. Und ich rede dabei jetzt nicht nur von Flyern, sondern auch von
Ich hatte mal total coole Broschüre für Metallbauer. Da durfte ich dann mit einer Heißfolienveredelung arbeiten, dann hat das Metall richtig geglänzt. Da kann man in gewisser Hinsicht wieder richtig Kind sein, sowohl beim Gestalten als auch beim Anschauen. Das macht halt richtig Spaß. Damit glaube ich einfach, dass du ganz gezielt bei deinen Kunden
was erreichen kannst und das anders als soziale Medien oder eine Website tun könnte.
Jan (webGefährte)
Danke, danke, gut.
Ira Schwerin
Umso wichtiger ist auch, dass du dich dann damit ganz genau auseinandersetzt, wie man das anstellt.
Jan (webGefährte)
gleich dazu. Du hattest in unserem Vorgespräch ein ganz tolles Beispiel von dem Opa mit seinem Enkel unter dem Weihnachtsbaum. Vielleicht holst uns da nochmal ab. Ich fand das sehr bezeichnend, wo da auch der Unterschied sein kann und wie man vielleicht auch über so ein Medium heute wieder denken kann.
Ira Schwerin
Genau, das zählt ja in die Richtung Bücher. Also ich hab das Glück, dass ich auch wirklich große Bücher machen kann. Also große Bücher im Sinne von 30 mal 40 Zentimeter Maß und dann auch 400 Seiten. ist wirklich für mich persönlich ein großes Geschenk. Weil das ist letzten Endes das, was von uns bleibt. Kinder und Bücher. Zitiere ich jetzt einen guten Freund von mir. Fand ich ganz passend. Und …
Es ist eben genau dieses Erlebnis, was du mit Print jetzt verbindest. Und das Beispiel, was du hattest, ist dann Weihnachten eben der Opa mit dem Enkel unter dem Tannenbaum sitzt und sich ein Buch anguckt und wirklich ganz mit Dach jede Seite für Seite. Und vielleicht kannst du dann noch außenrum was erzählen. Also Print dreht sich in was ganz Individuelles, Warmes, Persönliches und ja.
Ich will jetzt nicht so weit ausholen, dass du damit auch Kindheitserinnerungen schaffst, aber im gewissen Sinne sorgst du für eine Erinnerungskultur. auf jeden Fall. Also was auch ein schönes Erlebnis war, ich habe mal ein Buch gemacht über die AWO in Simpson-Renngeschichte und bei der Buchpräsentation hat mir der Rennfahrer dazu noch die Hand geschüttelt der DDR-Meister damals. Der hat sich bedankt, dass dieses Buch so geworden ist, wie es geworden ist.
Der war damals 90, ist leider ein Wochen später verstorben. Man könnte meinen, der hat auf so Moment noch gewartet. Das ist einer meiner liebsten Momente in sieben Jahren.
Jan (webGefährte)
kriege ein bisschen Gänsehaut. Das ist tatsächlich eine ganz plastische Situation, wo man das mal vielleicht auch vor dem Hintergrund seiner Zielgruppe betrachten kann. Ich werfe mal noch ein eigenes Beispiel rein. habe für Tobias, der ist, schöne Grüße übrigens, der Stelle, der ist Berater für Unternehmensnachfolge.
Und was er halt in dem Fall auch hat, ist eine Zielgruppe, die alle jetzt kurz vor dem Ruhestand stehen. Und es war für uns nicht nicht schwierig, das richtige Medium genau für diese Zielgruppe zu finden. Und dann habe ich gesagt, du erreichst die Leute sehr wahrscheinlich über einen konventionellen Weg am besten. Und da auch überleg gerne, ob du dir die Zeit nimmst.
ein gutes Briefpapier zu kaufen. Er hat dann noch so eine Prägung drin gehabt und so weiter. Aber ein wertiges Papier und dann gibt dem Ganzen auch mal einen Versuch, diesmal handschriftlich zu machen. Und wir haben das Handschriftliche nachher verworfen, nichts gegen Tobias. Aber er hat eine Handschrift, wo du gesagt hast, da musst du hinterher mehr rätseln, was er da schreibt, als das, das wirklich transportiert würde. Also wir haben das dann dann schon gedruckt Aber
Diese Form, ich versetz mich in die Zielgruppe rein. Und er hat mir dann von einer Resonanz erzählt, die er bekommen hat. Plötzlich klingelte das Telefon und er hat mit einem Menschen gesprochen, den er nicht kannte, eine ganze Stunde am Telefon verbracht, der ihm seine komplette Geschichte erzählt hat. Und das alles mit diesem Brief gestartet.
der dort offensichtlich nicht nur eine Verbindung herstellt, wer ist diese Tobias, sondern auch ein Signal gibt, so unter dem Motto Ich begegne dir auf einer Ebene, die dir vertraut klingt. Hätte das mit einer E-Mail funktioniert? Weiß ich nicht. Hätte das mit einer LinkedIn Nachricht, wenn er denn da wäre, funktioniert? Glaube ich auch nicht. Aber das ist so ein Beispiel, was mir einfällt, was jetzt
Ich glaube, dem Thema Print auch noch mal eine andere Facette geben kann.
Ira Schwerin
Psychologisch betrachtet ist es ja auch so, wir hatten jetzt eine Zeit lang so einen gewissen Lerneffekt. Wenn du so überlegst, was kriegst du für Post? Du kriegst welche vom Finanzamt, du kriegst welche von Versicherungen, du kriegst vielleicht von der Berufsgenossenschaft, dann ein bisschen Werbung und dann ist ja so langsam auch Schluss. Und das sind zu 90 Prozent Schreiben.
auf die du reagieren musst. Das heißt, du bist es auch gewohnt, einen Brief zu reagieren. Wenn dann natürlich was anderes dazwischenkommt, dann weißt du oder fühlst du dich auch ganz unbewusst in der Verantwortung, was dazu zu sagen. Und das hast du nicht bei einer E-Mail.
Jan (webGefährte)
schön.
Also du hast das, das ist nochmal von der ganz anderen Facette auch gerade beleuchtet. Du bringst denjenigen auch so ein bisschen oder du nutzt eine, wie sagt man denn dazu, etwas, eine gelernte Reaktion, die aus einem anderen Kontext dann angewendet wird. Und wir hatten noch so ein bisschen den Blickwinkel, ja, von wem bekommst du heute eigentlich Post? Und da war es, wenn dann irgendwie mal
von der eigenen Familie. Und wir haben uns dann so bisschen auch daran genähert, wie müsste denn und wie würde man das denn schreiben, was da drauf steht, da auch so ein bisschen diese Brücke mit hinzubekommen. Aber deine Facette so Richtung auch der Reaktion, die anders beflügelt ist für einen Brief, verglichen mit einer E-Mail, ist
Das ist ja ein bisschen mit Wertschätzung zu tun, oder? Wenn sich jemand da hinsetzt und sagt, der schreibt dir da eine DIN A4 Seite runter und erklärt dir, warum er nicht nur toll findet, was er da, was der oder diejenige da für ein Lebenswerk hingestellt hat, sondern er auch gerne, wie soll ich sagen, miterleben möchte, dass dieses Lebenswerk jetzt in gute Hände übergeben wird, dann ist das auch Storytelling hin oder her. Aber auch eine bewegende Sache, die demjenigen auf der anderen Seite eine große Wertschätzung gibt.
gegenüber auch überbringt und dass das dann funktioniert an der einen oder anderen Stelle, manchmal natürlich auch trotzdem im Chaos des Alltags untergeht und dann dieser Brief an einer Stelle liegen bleibt, wo er vielleicht auch wieder gefunden wird. Also dann nehme ich ihm manchmal auch so ein bisschen den oder gebe ich ihm auch mal ein bisschen den positiven Blick, weil es fällt wieder in die Hände und dann ist vielleicht der zweite Anlauf derjenige, der da auch eine Antwort bekommt.
Ira Schwerin
Genau das.
Jan (webGefährte)
Sehr cool. Machen wir mal weiter gedanklich. Du hattest, jetzt muss ich mal kurz überlegen, wir waren bei deinem Buch gelandet und du hattest noch was erwähnt. Jetzt habe ich es vergessen. Schneiden wir nachher raus. Aber hilf mir nochmal. Wo ich gesagt habe, da kommen wir gleich nochmal zu, zu dem Thema Gestaltung. War es Gestaltung oder was hatten wir?
Ira Schwerin
Ja, war das die Haptik? Haptische Sachen?
Jan (webGefährte)
Genau, könnte sie richten.
Ira Schwerin
Erlebnis, inneres Kind, Kind unterm Tannenbaum mit Opa, waren wir gerade.
Jan (webGefährte)
Fällt mir wieder ein. Alles gut. Wir haben vielleicht mit dem Opa und seinem Enkel schon das Thema Emotionen. Und was kann ich damit besser transportieren vielleicht als einen digitalen Inhalt? Lass uns mal von dem privaten Beispiel des Opas und dem Enkel so ein bisschen den Bogen spannen.
zu den Einzelunternehmern. hatten den Tobias gerade schon mit seinem Brief, aber lass uns doch mal gemeinsam den Kopf zusammenstecken. Was fällt uns denn da noch ein? Wenn du sagst, ich habe irgendwie, weiß ich nicht, Ernährungsberater, ich habe irgendwie vielleicht Psychologen, habe irgendwie Therapeuten, sei es jetzt irgendwie Bewegungstherapeuten oder was auch immer. haben alle eine Dienstleistung und wollen auf diese Dienstleistung aufmerksam machen.
Was fällt dir da so auch vielleicht aus deiner Projekt Erfahrung ein? Wo könnte denn da Print tendenzielle eine Rolle spielen?
Ira Schwerin
Ja, also Print spielt an so vielen Ecken eine Rolle. Ich habe inzwischen einen sehr breit gefächerten Kundenstamm von einer Rea-Klinik über Metallbauer, über Einzelhändler, Modehäuser, also ganz verschiedene Zielgruppen auch. Das muss man super individuell anfassen. Es muss zum Beispiel auch nicht immer dieser
Dieser Flyer sein, jetzt irgendwas, also irgendeine Aufgabe hat, bevor man sich kennt, das sind auch ganz oft so eine Botschaft, wenn du vielleicht auch schon Kunde bist. Ich denke jetzt zum Beispiel dran, dass ich im Hotel bin und auf dem Bett liegt einfach eine richtig schöne Karte, wo nur drauf steht, schön, dass du da bist. Den Text darf man vor allem auch nicht unterschätzen. Also Text und Print ist eine untrennbare Einheit.
Jan (webGefährte)
Okay.
Ira Schwerin
Ich bin zum Beispiel der Typ Mensch, der jedes Jahr eine Weihnachtskarte verschickt. Im letzten Jahr hab ich’s leider kindbedingt nicht geschafft, die Jahre zuvor kam ganz oft die Rückmeldung, dass das die einzige von tausend und einer Weihnachtskarte ist, ja vor Weihnachtszeit im Umlauf ist, die ich ins nächste Jahr geschafft hab. Genau da hol ich die Leute eben ab. Ich muss zielgerichtet Probleme ansprechen. Ich muss richtig große Probleme ansprechen.
die ich zeitlich aber auch lösen kann. wenn ich das präsent, markant und auch ein bisschen provokant auf einem Flyer, auf einer Broschüre vermitteln kann, dann habe ich eigentlich schon alles gewonnen. Ich hatte jetzt zum Beispiel gerade einen kleinen Flyer für einen Kunden, der macht Pulverbeschichtung, Sandstrahl und der hat sich an Outerhäuser.
gerichtet. Und der musste die natürlich erreichen. Da musste dann erst mal schauen, womit beschäftigen sich die Leute? Was ist eigentlich der Kern, das Problem des Adressaten? Und dann guckst du, wie du da weitergehst.
Jan (webGefährte)
dir.
Ira Schwerin
Kanal.
Jan (webGefährte)
Ich muss gerade an die Simone denken, die beispielsweise auch wie andere Ernährungsberater auch dann irgendwie so einen Kooperationspartner als Multiplikator nutzen und dann sagen, okay, ich kann mich jetzt nicht bei dem Allgemeinmediziner den ganzen Tag ins Wartezimmer setzen und da jeden Patienten ansprechen, sondern ich habe dann eine
einen Flyer gedruckt, den ich dort auslege, den ich vielleicht auch inhaltlich mit dem Mediziner abstimme und dann kann ich halt mein Thema rund ⁓ Unverträglichkeiten oder tatsächlich irgendwie Gewichtsverlust, gesunde Ernährung, auch immer gut transportieren. Das höre ich schon ab und zu mal, dass so was tatsächlich auch heute noch gemacht wird. Ich glaube,
Das, da marketingtechnisch dahinter steht, ist, sich nicht nur auf einen Kanal zu konzentrieren und sagen, ich schalte jetzt nur Werbung in Social Media oder in Suchmaschinen, sondern ich suche auch den Anker in der Realwelt. Und dafür hat, glaube ich, Print ein sehr gutes Medium.
könnte da auch wahrscheinlich ein Tablet hinhängen, dann die Werbung der Mediziner oder des Ernährungsberaters da durch das Wartezimmer flimmert. Aber letztendlich ist es ja schon auch ein Medium, was man dann auch mitnehmen kann. Und es hat wieder den Erinnerungseffekt, wenn es dann zu Hause liegt. Und man sagt, ach ja, jetzt war ich letzte Woche beim Arzt, habe mich immer noch nicht gekümmert. Und jetzt muss ich doch da mal nachfragen.
Gibt es da noch so ein paar Attribute, die man jetzt vielleicht digital versus Print eher dem Print Medium zudenkt, an die man auch als Einzelunternehmer durchaus mal denken dürfte noch? Was fällt Ihnen da noch dazu ein?
Ira Schwerin
Also ich hab ein Beispiel, das ist gerade in Druck gegangen vor paar Tagen. Eine Kundin von mir hat ein großes Modehaus und hat die Kinderabteilung neu bestückt. da haben wir einen Flyer gemacht, der hängt jetzt bei Hebammen, gut, die Hebammen sind mobil, die nehmen den immer mit und verteilen den mal und auch bei Kinderärzten. Und das ist ein 10 % Gutschein und da steht einfach drauf, für dich Mama.
weil du einen guten Job machst. Und das ist super sympathisch. das kriegst du, also selbst wenn wir das bei Instagram gepostet hätten und gesagt hätten, Mensch, kommt doch mit eurem Kind vorbei und zehn Prozent für euch. Das hätte eine ganz andere Sympathie. Erst mal geht das von Hand zu Hand und das sage ich immer wieder, gegen Mundpropaganda kommt nichts an. Richtig. Nichts. Das ist einfach so. Und das wird sich, glaube ich, auch nicht groß drehen. Und wenn ich jetzt persönlich
Bei jemanden Frage, so vorhin hatte ich ja gerade, das habe ich dir schon erzählt, eine Situation, dass sie sagt, Mensch, ich bin hier aufgeschmissen, ich brauche Hilfe, wen empfiehlt sie mir? Ich rufe da an, egal was sie dann gesagt hätte, ich hätte da angerufen und das habe ich ja auch getan. Bin froh, hatte eine Lösung und das erreichst du mit Print. Wenn du eine Visitenkarte weitergebst, wenn du irgendwas anderes Kleines in der Hand hast und wenn es ein Kugelschreiber ist, wo einfach aber gerade die Webseite nochmal drauf steht oder dein Name, was auch immer.
Das erreichst du damit und ich sage zu allen Gründern, die ich betreue immer, seid eine Posaune, raus! Raus mit euch, Mund auf und nutzt alle Kanäle, die ihr habt, die euch widerspiegeln und euch zur Verfügung stehen und ja, da ist Print auf jeden Fall mit dabei. Absolut.
Jan (webGefährte)
Sehr, schön. Ich würde vielleicht auch noch eine andere Analogie reinwerfen. ich würde fast auch das, was man heute, ich unsere Tochter ist jetzt 15, wenn ich der erzähle, ruft den bitte an. Wie? Ich soll anrufen. Also diese, was sich da draußen auch verändert im Sinne von einfach den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und jemanden persönlich anzusprechen, ist
wird so in den Hintergrund gedrängt. Und vielleicht hat das so ein bisschen auch nicht nur die Gen Z Facette, sondern vielleicht auch das Thema Home Office, wo man irgendwie dann auch so ein bisschen mehr isoliert wird als einem, das vielleicht sogar persönlich lieb ist. Aber ich würde hier auch dem Printmedium etwas ähnliches zudenken. Also wenn man jemanden plötzlich anruft und
Es geht da jemand ans Telefon und es sagt, hey, schön, dass wir uns mal wieder hören. Ich habe hier ein Problem. Kannst du mir dabei helfen? Ist das meines Erachtens heutzutage schon fast ungewohnt? Und genauso wie man einen Brief bekommt oder eine eine Karte oder was auch immer hat das im Marketing Kontext tatsächlich eine besondere Note. Und diese besondere Note für sich dann auch selber übersetzen zu können und zu sagen, jawohl, wenn dann auch noch die Botschaft stimmt.
und der Adressatenkreis nicht darüber nachdenkt, so unter dem Motto, da will mir wieder jemand was verkaufen, sondern es ist an der emotionalen Schiene ansetzt und sagt, man kommt mit über Dankbarkeit oder über Wertschätzung, dann ist es tatsächlich etwas, was nicht groß, was nicht umfangreich und in dem Fall vielleicht auch nicht unbedingt teuer sein muss und da vielleicht auch nochmal
unser Mythos heute noch so bisschen zu stressen und zu adressieren. Vielleicht kannst du uns da, weiß nicht ob wir über Geld sprechen müssen unbedingt, aber meine Größenordnung auch mitgeben, was dann einfach auch so ein Flyer jetzt für das Modehaus oder aus anderen Beispielen auch mal so ein bisschen Gefühl vermitteln.
dass das irgendwie in einer Größenordnung auch sein kann mit einem Nutzen, es absolut wirtschaftlich ist, auch für einen Einzelentverhältnis.
Ira Schwerin
Ja, absolut. Also es gibt ja super viele Dimensionen, wie man ein Flyer, Broschüre ausschmücken kann. da geht von 0 auf 100 alles. Wenn ich jetzt von diesem, ich sag mal, standard, kleinen, zweiseitig bedruckten Flyer ausgehe, also sag ich auch, der teuerste Posten bin ich als Grafiker. Einfach weil ich da Hirn schmalz reinstecke.
und da in der Regel paar Stunden mit beschäftigt bin und auch mit dem Kunden natürlich dann genau schaue, wie optimieren wir was, Korrekturstufen und bis dann alles wirklich sitzt, ist ein bisschen Zeit vergangen. dann haben wir nachher den Druck, der geht ab 100 Stück los. Also man kann auch wirklich in kleine Flaggen drucken, was ich nicht unbedingt empfehlen würde, weil der Stückpreis dann so, naja, nicht unbedingt so wirtschaftlich ist. ich sag mal, mit dem Druck von der
Auflage von 500 Stück von mir aus, der Grafik und allem. Ja, da bin ich nachher bei 400 Euro netto im Schnitt, einfach mal so eine Richtung zu haben. Und das sind ja dann unter dem Euro pro. Also das ist alles super umsetzbar. Und das Günstige ist halt auch, dass du dann halt auch Nachdruck hast. Das heißt, mein Posten fällt ja
einmalig an. Da investiere ich dann einmal, nehme das in die Werbungskosten und wenn dann Nachdruck kommt, dann zahle ich ja nur die Druckkosten. Und dann hast du ja über eine langfristige Wirkung wieder nochmal einen ganz anderen Effekt.
Jan (webGefährte)
Ja und jetzt vergleich mir das einfach mal mit einem monatlichen Werbebudget, was man bei Google einwirft für Anzeigenwerbung. Und ich muss ganz ehrlich sagen, da sind wir bei einer Größenordnung von wenigstens 350 Euro nur des Werbebudgets. Da hast du noch keinen Google Ads Experten bezahlt, der dir diese Anzeigen dort einbaut.
Und selbst wenn das der Einzelunternehmer selbst macht, ich möchte ja gar keine Lanze für das eine oder für das andere brechen, sondern es geht um Vergleichbarkeit. Und es geht darum, dass da eine Größenordnung jetzt auch fairerweise von dir in den Raum gestellt ist, wo man sagt, okay, das kann ich mal gedanklich ins Verhältnis setzen mit Dingen, die ich sonst so ausgebe. Und natürlich sind bei den, selbst wenn es nachher 500 Euro sind für so einen Flyer, da hängt natürlich noch ein bisschen.
nachher auch eigene Arbeitszeit dahinter, dass ich sage, ich muss das natürlich dann noch an den Mann bringen. Also nur weil ich das jetzt im Paket vor mir liegen habe, ist ja der Marketing-Effekt noch nicht da. Aber selbst das, das kann ich dann auch wieder selber steuern. Und wenn ich die Möglichkeit habe, mir gezielt, sei es irgendwie ein Fitnessstudio oder sei es dann ein, irgendwer, der in der Wertschöpfungskette
dort mit unterwegs ist, denjenigen anzusprechen und die tatsächlich dann auszulegen. Das, wie gesagt, ich ganz toll beschrieben und auch absolut greifbar, auch von der Größenordnung her.
Ira Schwerin
Ich habe auch zum Beispiel einen Kunden im Vogtland, das ist ein kleines Orchester, die schicken mir eine fertige Druckdatei. Also die haben ihre Eintrittskarten selbst gestaltet und möchten aber einfach den Druck in guten Händen wissen. Und ich habe die durch einen Schulfreund akquiriert. ja, die sind glücklich, die sind seit Jahren dabei und gestalten das Selbstzahlen dann nur den Druck. Also das ist dann natürlich die
ich sag mal preislich günstigste Variante, auch wenn du den Aufwand davor und danach hast. Aber auch das ist eben möglich. Eine Eintrittskarte hat ja vor allem auch den Kontext, dass du die zu Hause als Besucher auch noch mal hinhängen kannst. Das machen ja auch einige. Die gute alte Pinnwand oder der Kühlschrank, was auch immer.
Jan (webGefährte)
Unsere Tochter wollte sogar in dem Alter wieder so ein Ding haben. Das ist dann eher wie so ein Gitter geworden mit so kleinen Klammern und dann hängt sie sich da das hin, wo sie einfach eine positive Erinnerung mit hat. Und genau dorthin zu kommen mit meinem Werbemedium, dass ich jemandem dort meine
meine Botschaft wieder vor Augen führe, die dann entweder neben dem Spiegel oder im Zimmer oder neben dem Schreibtisch liegt. Das ist ja so ein bisschen auch das Ziel, was wir verfolgen. Sehr, sehr cool. Wenn ich jetzt aus der Sicht des Solounternehmers sage, okay, da waren heute ein paar positive Facetten dabei und ich könnte mir das tatsächlich vorstellen.
Was wäre denn aus deiner Sicht so der erste Schritt, man da als Einzelunternehmer vielleicht auch gedanklich mal gehen sollte, ⁓ diesen Impuls heute, den wir hier geben wollen, auch in eine Tat umzusetzen?
Ira Schwerin
Ja, also der erste Schritt wäre im Prinzip, sich selbst kurz zu fragen, warum triggert mich das gerade? Was möchte ich eigentlich erreichen? Also ich habe ja ein Ziel damit. Und da gibt es dann die Variante, dass man das dann entweder mit dem Fachmenschen bespricht, dass man da gemeinsam in die Ideenfindung geht oder sich eben allein auch Gedanken macht, was wünsche ich mir? Wünsche ich mir mehr Kunden oder wünsche ich mir eine andere, intensivere Kundenbindung zu Bestandskunden? Also
Was habe ich als konkretes Ziel hinter diesem Medium? ich habe das ganz oft, dass ich Kunden ihre Produkte ausrede. Das hört sich total putzig an, aber das ist wirklich öfter der Fall, dass ich dann sage, mach mal nicht A, mach lieber B. Und das hat sich in vielen Fällen wirklich bewährt. am Ende, wenn der Kunde sagt, ich möchte aber mein Produkt A haben, dann kriegt der Produkt A. Keine Frage. Also da setze ich dann auch
Aber ich finde, ich bin da auch in einer Beratungspflicht und muss zumindest die Hinweise geben und sagen, pass auf, dies und jenes sind deine Nachteile, überlegs dir. genau, dann geht man im Prinzip da den Schritt weiter, dass man dann sagt, ich entscheide mich für. Und dann schaut man eben, wie man diese Menschen erreicht, wie die Probleme sind, was beschäftigt diese Leute auch.
ist so für Psychologie hin, deswegen habe ich mich ja damals auch für dieses Studium entschieden. es ist schon faszinierend, wie man das steuern kann. Im positiven Sinn natürlich.
Jan (webGefährte)
Ich muss erst sagen, das ist glaube ich auch der Grund, warum wir beide so gut miteinander können. Ich habe eine absolute Wertschätzung für deine Sichtweise auch, was nicht nur Kundenbeziehungen betrifft, sondern auch so Kundenlieferantenbeziehungen betrifft. Ich finde, wenn man da so ein bisschen auch schon ein bisschen länger im Business ist und manchmal …
Bei Start-up-Situationen ist es einfach so, dass man am Anfang einfach mal die Aufträge, die man hat, die soll man auch machen und da nicht unbedingt wählerisch sein kann. Und damit einfach auch für sich selber eine Lernkurve. Taugt mir das? Taugt mir das mit dem Kunden? Kann ich da wirklich meine Stärken ausspielen? Aber wenn man dann schon bisschen länger unterwegs ist, dann auch für sich tatsächlich kritisch zu sagen, passt das?
auf der menschlichen Ebene zwischen uns beiden, werden wir dann ein gutes Produkt abliefern und passt deine Idee, mit mir was zu machen, eigentlich zu deiner Zielgruppe. Und wenn das nicht harmoniert, dann auch offen zu sagen, wir können das hier durchprügeln, aber es wird nicht den Erfolg haben, den du dir erhoffst. Und ich sage dir auch, warum. Solche Ergebnisse aus einem Telefonat oder als einen persönlichen Gespräch rauszunehmen, ist am Folgetag
viel erfüllender als dann zu sagen, okay, jetzt habe ich mich hinquatschen lassen in diesen Auftrag und jetzt muss ich das irgendwie liefern. Also das muss ich ehrlich sagen, würde ich auch vollkommen bestätigen von meiner Seite. Und die schönsten Rezensionen, die man bekommen kann, wie ich finde, sind natürlich die von zufriedenen Kunden. Aber gleich dahinter, mindestens genauso wertvoll, sind die, schreiben.
Ich hatte ein tolles Beratungsgespräch. Ich weiß genau, was ich jetzt brauche. Auch wenn wir nicht zusammengekommen sind. Das hat mir richtig geholfen. Wie gesagt, das finde ich genauso wertvoll. Und wenn das ein Kunde da draußen liest, dann hat das auch eine Wirkung auf diejenigen, die dann das Interesse haben, sich irgendwo unterstützen zu lassen.
Ira Schwerin
Genau. ist ja auch so ein Punkt. Und da finde ich hat Corona auch extrem reingespielt. Die Leute möchten es persönlicher haben. Persönlicher, vertraut, vertrauensvoll. Und ja, also ich würde wirklich sagen, dass ich das große Geschenk habe, dass ich
So wie du beschrieben hast, Kunden auch ablehnen kann, wenn ich sage, Mensch, das, glaube ich, passt einfach nicht. Oder auch, dass ich Kunden habe, die von Anfang an seit Tag eins dabei sind. Und das ist eine Position, für die ich auch lange gearbeitet habe, auf die ich sehr stolz bin. Und da macht es dann auch richtig Spaß. da wissen schon alle, wo du im Urlaub hinfährst, die wünschen dir einen schönen Tag und haben vielleicht noch einen Reisetipp. so dieses Miteinander und dieses Harmonieren, das ist so viel wert.
Ja, seit Corona hat sich das auch noch gewandelt, dass man einen innigeren Bezug zueinander hat. Also die Leute wollen nicht mehr dieses auf Masse dieses zurückhaltende und distanzierte, das ist ein gutes Wort, dieses distanzierte, das wollen die Leute nicht mehr. Also ich will jemanden wissen, der das für mich macht, wo ich mich drauf verlassen kann und dann habe ich meine Ruhe. Was kein Unternehmer hat, ist Zeit. Keiner. Das ist einfach so.
Und das ist ein Punkt, man positiv gemeint gut nutzen kann. Und wenn man darauf aufspringt. Genau. Ich hatte jetzt auch ein Gespräch mit einem ehemaligen Kunden, der dann damals kam und da würde ich jetzt wahrscheinlich die nächste Büchse der Pandora öffnen, der dann sagte Ira, jetzt kommt die KI. Baust einen neuen Job? Ja.
Jan (webGefährte)
Mhm.
Ira Schwerin
Naja, das ist nicht so. Aber das ist jetzt wirklich dann die…
Jan (webGefährte)
große Büchse. Absolut, Aber du, ich drehe das mal 180 Grad ins Positive und sag, lass uns doch mal noch so ein bisschen an deinem Idee teilhaben, an deinem Vorgehen, was du entwickelt hast, so irgendwie alte Emotionen aus Bildern auch wieder hervortreten zu lassen. Vielleicht kannst uns da mal so bisschen abholen und damit glaube ich auch unser Thema heute schön runter machen.
Ira Schwerin
Eigentlich hat das angefangen, ich mit dem Verlag 79 Oktan die Zusammenarbeit begonnen habe. Kurzer Exkurs, der Verlag beschäftigt sich ausschließlich mit Ost-Ultreimern. Also allem, was in der DDR mindestens zwei Räder hatte, das kommt bei denen auf den Tisch und das macht mir als Wartburgsfahrer natürlich auch sehr viel Spaß. Und da arbeiten wir mit
Archiven zusammen, mit Museen, auch mit privaten Leihgebern. Das ist total unterschiedlich und so verschieden sind eben auch die Bilder und in der entsprechenden Qualität kommen die an. Also manchmal habe ich gestochen scharfe Bilder, die sind richtig gut und da frage ich mich, wie das funktioniert hat. dann habe ich wieder solche, ich nenne sie ja immer Briefmarken, solche kleinen Bilder, die manchmal aber so einen immensen Wert haben, weil sie was darstellen.
was vielleicht nur einmal festgehalten wurde. Also es war ja damals auch deutlich aufwendiger, was zu fotografieren. Also jetzt nehme ich mein iPhone, hab ein Bild und alles ist fertig. Also das merke ich jetzt bei meinem Kind. Mein Kind ist ein Jahr, ich hab zwei Fotoalben. Hör auf. Das ist so ein klassisches Beispiel dafür und es wäre so schade, wenn diese Bilder trotz ihres Zustandes verloren gehen. Und damit habe ich dann angefangen, einfach ein Verfahren zu entwickeln.
Jan (webGefährte)
Ja, ja, ja.
Ira Schwerin
und hab mich da auch mit Fotografen ausgetauscht. das war … supervielseitig und das entwickelt sich eigentlich permanent weiter. jetzt über die Jahre, ich mach das jetzt seit drei Jahren intensiv. Und … wir haben’s geschafft, dass wir Bilder wirklich groß bekommen. … nicht nur sinnbildlich, dass die Leute wieder Zähne im Gesicht haben, Pupillen in den Augen und eine anständige Frisur, sondern wirklich … es sind wirklich verwendbare Bilder, die ich …
ohne Probleme auf Plakatgröße ziehen kann. das ist so unglaublich viel wert. Also ich hatte das weit gereiste Bild, was ich bearbeitet habe, das ging bis nach China. Das war für ein Großelternpaar aus dem Freundeskreis. Die hatten ein Hochzeitsfoto und nur dieses eine, das war ganz klein, das war komplett geknickt und dann natürlich über, also falt ich auch mitten im Gesicht, kam dieser Knick total über die Augen rüber und
Ja, dann war Goldene Hochzeit und was machen die? Und dann haben die mich gefragt, dann habe ich das aufbereitet und in China war dann, naja, ordentlich was los. Die haben sich riesig gefreut. Das ist zum Beispiel aus dem privaten Raum, aber das beschreibt es eigentlich ziemlich gut, was man damit erreichen kann. auch mit der Arbeit, mit Archiven. Da werden dann Sachen aufbereitet, wo die sagen, das hätten sie im Leben nicht so groß drucken können.
Das wäre wieder dieser Punkt, dass ich sage, die KI macht mich nicht tot, wenn ich sie nicht mitnehme. wenn eine Änderung kommt, ist es meine Aufgabe, mir das Ganze zu eigen zu machen und damit zu arbeiten. Und das ist, ich, auch die Challenge, jeder Unternehmer so mit sich trägt, dass man am Puls der Zeit bleibt. Und das ist eigentlich so eine ausgelutschte Floskel, finde ich. Aber inhaltlich hat die trotzdem noch ihr Gewicht.
Und das darf man eben nicht vergessen.
Jan (webGefährte)
Und danke für das tolle Beispiel, auch mit dem Ehepaar. Ich glaube, da darf sich jetzt jeder als Einzelunternehmer, der zuhört, einfach mal vorstellen, was passiert, wenn ich einen Kunden, mit dem ich schon lange zusammenarbeiten möchte, wenn ich aus dem, weiß ich nicht, den Weiten des Internets irgendwo ein altes, verstaubtes Bild finde.
Und ich sowas vielleicht als Aufhänger nehme für eine Ansprache und sage Schau mal, was da technologisch heutzutage möglich ist und ich eine guten auch inhaltlichen Bogen zu meiner Dienstleistung spannen kann, dass ich da sofort ein offenes Ohr habe. In welcher Art und Weise auch immer. Das glaube ich ungesehen. Also wenn jemand wirklich auf so eine tiefe emotionale Ebene
dort einsteigt mit seinem Kunden und sagt, was könnte den glücklich machen? Und dann so ein Verfahren dann auch zu nutzen, einen ersten Eindruck zu bekommen bei dem Kunden, was mit einer textuellen E-Mail sehr wahrscheinlich viel, schwerer wäre, das zu erreichen.
Ira Schwerin
Ja, ich merke das jetzt auch gerade wieder. Ich mache gerade eine Gestaltung für ein Museum, was jetzt eröffnet. Und da entstehen dann noch mal Begleitbilder sozusagen. Also für die Exponate noch mal so ein Exkurs, was welchen Ursprung hat. Und da werden dann zusätzlich zu den Exponaten auch noch mal Bilder gezeigt. da haben wir Kupferstiche, da haben wir
Holzschnitte, verschiedene Techniken, die die sonst wirklich so kleingelassen haben. Und umso schöner ist es dann, wenn ich dann nachher, wenn das Museum auf hat, auch sehe, dass die Leute da durchgehen und sich das auch anschauen können. Also, dass man sowas auch einfach teilen kann, dass es nicht verloren geht, dass man was aufrechterhält. Das ist so viel wert. ich arbeite ja eigentlich auch nur B2B und habe mir dennoch überlegt, weil ich mit Tim
Grüße an dich Tim, gerade meine Webseite aufarbeite. Ich habe mir überlegt, dass ich für mein Ort, für Bad ein kleines Freeway rausgeben möchte. Wenn es Trauerfälle gibt und Fotos vorhanden sind, die wirklich nur noch in schlechter Qualität vorhanden sind, dann würde ich das kostenlos einmalig aufbereiten. Wenn das für die Familie wirklich dieses eine Bild ist. Genau.
Jan (webGefährte)
Das ist eine tolle Sache. Mal die andere Facette zur Goldenen Hochzeit. Also wirklich ganz, ganz tolle Geschichte. Kann ich dich denn dazu gewinnen, die Folgen Seite mal ein Beispiel zur Verfügung zu stellen, dass jeder das auch so ein bisschen wir können ja jetzt nicht in die in die die Post nach China greifen und uns das alle irgendwie angucken, was dort angekommen ist. Aber vielleicht hast du ja ein Beispiel so vorher nachher, dass man sich ein bisschen vorstellen kann.
dann würde ich das gerne auf die Folgenseite mitnehmen.
Ira Schwerin
Genau, ich habe ein Beispiel. Das habe ich für ein Lokalos Buch gemacht und Leihgeber des Bildes ist passenderweise eine Freundin von mir. Da hatten die Urgroßeltern nämlich mal hier bei uns im Ort eine Eisdiele. Und da ist ein supersüßes Bild von zwei Damen, die vor der Eisdiele stehen, noch mit Röckchen und dieser typischen Frisur aus den 70ern.
Und das darf ich tatsächlich ausnahmsweise zeigen. Sonst ist es nämlich superschwierig, weil die Bilder aus Archiven eingekauft sind, da gibt es dann Lizenzen für und dann sind die zum Beispiel nur für dieses Buch oder nur für diese Ausstellung für ein Medium zugelassen. Deswegen darf ich da, obwohl ich da angefasst habe. Genau. Aber dieses eine Beispiel.
Jan (webGefährte)
Weißt was ich jetzt mache? Das haben wir nicht geplant. Ja. Das haben wir nicht geplant. Aber guck mal hier. Das ist zum Beispiel so Bild. Das hat mir mein Vater mitgegeben. Also es ist so eins, wo ich sage, ist eine, zum Beispiel, ein bisschen neuer ist das hier, wenn er, da war er noch.
Berufstätig, ja, hat er noch seinen Skoda, dann hat er dieses, den Anhänger noch genauso angepinselt wie das Auto und war total stolz, dass er da sein, offenes Gefährt hatte. Also solche, solche Beispiele glaube ich, gerade wenn sie hier, wie das hier noch so schönen Rahmen haben, von einer Person, die es schon nicht mehr gibt und gerade in in der Vergangenheit Leute.
Wie soll ich sagen, man auch keinen Zugang zu weiteren Bildmaterial hat, dann hat das ja auch was von, wie sagt man so schön, von Limitationen, die du nicht auflösen kannst. Und da dann in diese Kerbe auch marketingtechnisch mit Emotionen zu schlagen, ich glaube, das haben wir super transportiert heute. Vielen, vielen Dank für den Blick in deine Welt.
Ira Schwerin (1:00:27)
Danke dir für den Raum.
Jan (webGefährte) (1:00:29)
Sehr, sehr gern geschehen. Wenn sich jetzt jemand für dein Thema interessiert und sagt, hey, ich möchte mich dazu mal austauschen, wie möchtest du da am ehesten angesprochen werden? Was ist dein präferierter Kanal?
Ira Schwerin (1:00:44)
Am einfachsten ist es mich anzurufen. Das ist der kürzeste Weg oder mir auch eine WhatsApp zu schreiben. Das schließe ich nicht aus. Meine Website ist aktuell noch in der Mache, wie ich es schon gesagt habe. Sie ist bald online und auch der richtige Knaller. Dafür sorgt Tim gerade. Gerne einfach den kürzesten Weg des Kunden nutzen. Da bin ich immer ganz flexibel.
Jan (webGefährte) (1:01:10)
Dann würde ich, weil du hast ja so eine, ich bin gerade in Überarbeitungseite für deine Webseite, da würde ich einfach die Telefonnummer mal rausklauen und schreibe die mit auf die Folgenseite. dann können dich alle Interessierten barrierefrei sozusagen erreichen. Richtig. Sehr, sehr schön. Ja, dann würde ich mich heute in vollster Anerkennung im Namen der Hörerinnen und Hörer
bei dir für das Inspirierende. Ja, und über die die Einzigartigkeit kommen, die mit Print einhergeht, selbst im KI-Zeitalter. Ganz herzlich für den tollen Austausch bedanken und den den Einblick, die Kunst, die damit vielleicht auch so bisschen verbunden ist, Motive einen einen neuen Glanz zu verleihen. Ich wünsche dir weiterhin.
Ja, nur die Projekte, die du möchtest, nur Kunden, mit denen du arbeiten möchtest und vor allem auch weiterhin in gutes Händchen die Ideen zu Papier zu bringen, die dann am Ende nicht nur gedruckt sind, sondern auch im Kopf und in den Herzen deiner Kunden bleiben. Weiterhin viel Erfolg.
Ira Schwerin (1:02:26)
Vielen lieben Dank.
Jan (webGefährte) (1:02:29)
Heute haben wir gesehen, Print ist keineswegs tot. Er hat sich nur gedreht. Zwischen KI-gestützter Bildbearbeitung und emotionalem Storytelling entsteht etwas, das digital allein nicht leisten kann. Nämlich Einzigartigkeit zum Anfassen. Besonders wertvoll für mich persönlich war der Blick auf Erinnerungen, die durch Print wieder Wack, die durch Print wieder wachgerufen werden. Von Postern an der Kinderzimmerwand bis hin zur Hochglanzbroschüre, die man nicht nur liest, sondern auch gern aufbewahrt. Wir haben gelernt, dass man nicht nur liest.Wir haben gelernt, dass gedruckte Botschaften nicht mit labbrigen Pizza-Flyern verwechselt werden dürfen, sondern dann wirken, wenn sie gezielt gestaltet, emotional verankert und mit persönlicher Haltung verbunden sind. Als Flyer, Karte oder großformatiges Buch. Wer Printklug mit KI verbindet, schafft mehr als Reichweite. Er baut Nähe, Verbindlichkeit und Vertrauen auf. Und nun meine Frage an Dich. Was bringt Dich ins Gestalten? Und was hält Dich noch davon zurück? Schreib mir gerne an jan.webgefährte.de. In diesem Sinne: Mach Print nicht zur Pflichtübung, sondern zur Bühne für deine Geschichte, deine Wirkung und deine Menschen. Bis dahin, dein Jan Czichos
Show notes
Begriffsklärung:
- Erinnerungskultur im Marketing: beschreibt gezielte Maßnahmen, um Marken, Botschaften oder Erlebnisse langfristig im Gedächtnis der Zielgruppe zu verankern. Für Unternehmen ist sie entscheidend, um Wiedererkennung, Vertrauen und Kaufentscheidungen nachhaltig zu beeinflussen.
- Haptisches Marketing: nutzt den Tastsinn, etwa durch Materialien, Oberflächen oder physische Produkte, um Marken erlebbar zu machen. Es steigert die emotionale Bindung und wird besonders bei Print, Verpackungen und Give-aways wirkungsvoll eingesetzt.
- KI-gestützte Bildaufwertung: bezeichnet den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Verbesserung von Bildqualität, Schärfe oder Auflösung. Für Marketing und Online-Präsenz ermöglicht sie professionelle Visuals auch ohne aufwendige Fotoshootings.
- Print-Veredelung: umfasst spezielle Druck- und Materialtechniken wie Prägung, Lacke oder Folien. Sie erhöht die wahrgenommene Wertigkeit von Printprodukten und unterstützt eine hochwertige Markenpositionierung.
- Psychologie der Wertigkeit: Die Psychologie der Wertigkeit untersucht, wie Menschen Qualität und Preis-Leistung subjektiv wahrnehmen. Im Marketing hilft sie, Produkte, Designs und Botschaften so zu gestalten, dass sie als hochwertig und vertrauenswürdig empfunden werden.
5 Print-Impulse, die mit KI sofort Wirkung entfalten
Diese Checkliste hilft dir, Print nicht als nostalgisches Extra zu sehen, sondern als strategischen Marketing-Hebel. Du erfährst, wie du mit überschaubarem Aufwand, klarer Botschaft und KI-Unterstützung Erinnerungen schaffst, die im Kopf bleiben.
1. Ziel vor Medium klären
Willst du Kunden binden, Vertrauen aufbauen oder Gespräche starten? Erst das Ziel bestimmt das Print-Format
2. Eine Botschaft – ein Gefühl
Reduziere Inhalt radikal: Eine klare Aussage, die emotional berührt, wirkt stärker als jede Produktliste
3. Haptik bewusst wählen
Papier, Veredelung oder Format entscheiden mit über Wertigkeit – nicht die Seitenzahl
4. KI gezielt zur Veredelung nutzen
Alte Bilder, kleine Vorlagen oder Archivmaterial lassen sich mit KI aufwerten und großformatig einsetzen
5. Print als Gesprächsöffner denken
Gute Printprodukte laden zum Aufbewahren, Weitergeben oder Nachfragen ein – nicht zum Wegwerfen


