Beschreibung

In dieser Folge sprechen wir über die wachsende Bedeutung von Online Communities, wenn es darum geht, als Solo-Unternehmer aktiv Traffic zu generieren – gerade in Zeiten rückläufiger Google-Reichweite durch AI Overviews. Unsere Gästin Sarah zeigt, wie man mit Plattformen wie Reddit echte Nachfrage aufbaut, Nutzerbindung schafft und die eigene Community Schritt für Schritt zur tragfähigen Marketingbasis macht. Jetzt reinhören!

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Unternehmer Podcast für Internet Marketing
Unternehmer Podcast für Internet Marketing
Folge 051 - Über Online Communities Traffic generieren
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Gast: Sarah Sunderbrink

Vertrauen der Community-Mitglieder in „warmen“ Traffik zu mehrwertreichen, externen Inhalte übersetzen

InVEST

  • 12-24 Monate konsequente Themenpräsenz
  • 1-2 Themengruppen aktiv mitgestalten
  • Blog-Content für ext. Verlinkung optimieren
  • 5 Std pro Woche für Austausch einplanen
  • Feedback-Loop nach Blog-Besuch einbauen
  • 30 % höherer Traffic über Referral-Kanäle
  • 3× höhere Engagement-Rate vs. Website
  • 50 % mehr wiederkehrende Besucher:innen
  • Höhere Sichtbarkeit bei neuen Zielgruppen
  • Aufbau einer loyalen, teilenden Community
  • Return

    Intro


    Unternehmer Podcast für Internet Marketing Folge 51 Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Unternehmer Podcast. Dein Erfolgsrezept für Internet Marketing. Ich bin Jan von Webgefährte. Heute geht es um ein Thema, das für viele Solo-Unternehmer und Unternehmerinnen immer wichtiger wird, aber auch gleichzeitig viele Fragen aufwirft. Es geht um den Aufbau einer eigenen Community. Denn während Google und SEO durch AI-Overviews weniger verlässlichen Traffic bringen, entstehen in Foren wie Reddit zum Beispiel ganz neue Chancen. Statt zu warten, dass jemand nach dir oder nach uns sucht, können wir echte Nachfrage genau dort erzeugen, wo relevante Gespräche bereits stattfinden. Ich spreche dazu heute mit einer Expertin, die genau diesen Weg beruflich begleitet. Von der gezielten Sichtbarkeit in Foren bis hin zum Aufbau einer aktiven Community auf der eigenen Plattform. Wir schauen uns nicht nur Erfolgsfaktoren an, sondern auch, was man besser lassen sollte, um nicht als Spammer rüberzukommen und wie man beispielsweise aus fremder Nachfrage echte Mitglieder für die eigene Community machen kann. Wenn du dir auch eine starke Community rund um dein Produkt bzw. Angebot aufbauen möchtest, ohne allein vom Google-Alorithmus abhängig zu sein, dann bleib unbedingt dran. Auch heute wartet wieder ein echtes Erfolgsrezept auf dich.

    Vorstellung von Sarah


    Mein heutiger Gast ist euch vielleicht schon aus Folge 31 bekannt worden, haben wir über Storytelling in Online-Communities gesprochen. Und heute, heute gehen wir noch einen Schritt weiter. Wir reden über Community-Aufbau im Zeitalter von AI-Overviews, was das ist, kann ich nachher gleich auch noch erklären, und die sogenannte Google-Flaute.


    Sie trägt ganz viele Hüte, von Teamlead über Dozentin bis Speakerin und versteht auch, wie sie Menschen mit ihren Ideen begeistern kann.


    Ihre Reise begann vor über einem Jahrzehnt in einem großen Verlag. Ich hoffe, ich mache dich jetzt nicht zu alt. Inzwischen bringt sie ihre Erfahrung auch in Trainings, in Vorträgen und in digitalen Projekten mit ein. Und bei einem Kaffee hat sie mir zuletzt auch mal erzählt, dass sie aus einer Familie kommt, die tief in der Energiebranche verwurzelt ist. Was das mit ihrem Community-Ansatz oder unserem Community-Ansatz zu tun hat, ich bin sicher, das erzählt sie uns gleich selbst. Herzlich willkommen zurück im Podcast, liebe Sarah Sunderbrink. Vielen, vielen Dank. Ich freue mich, dass ich ein weiteres Mal hier sein darf, dass wir ein weiteres Mal ein ganz wunderbares Gespräch mit und über Communities führen werden. Von meiner Seite aus ein absolutes Herzensthema und ich freue mich, dass das gerade ganz viel Platz hat auf Konferenzen, in Artikeln, in Newslettern, in Büchern, weil es für mich so das grundsätzliche Thema eigentlich von Social Media ist und vielleicht sogar auch von uns Menschen selbst. Dem ist nichts hinzuzufügen und da können wir ja den Podcast eigentlich schließen, oder? Nein, wunderbar. Da möchte ich natürlich noch ganz viel mehr darüber erfahren, auch inhaltlich. Möchtest du noch irgendwas zu dir selber sagen, wo du sagst, es ist dir vielleicht in der letzten Folge zu kurz gekommen? Irgendwas über dich oder auch, wie gesagt, über meinen kleinen Einzeiler hier bezüglich deiner Familie und der Energiebranche.


    Genau, es begab sich dann wie folgt, vielleicht für unsere Zuhörer*innen.


    Wir beide trafen uns zuletzt in einem wunderbaren Café, haben einen ganz herrlichen Kakao getrunken und sind so ein bisschen ins Plaudern darüber geraten, wo sollte es eigentlich Communities geben oder wo gibt es die schon oder gibt es die nicht eigentlich sogar überall, wenn man mal genauer hinsieht. Und dann ist uns aufgefallen, dass in meiner Familie eine sehr starke Überverteilung an Menschen aus der Energiebranche vorherrscht. Ich bin sozusagen so ein bisschen der Lonesome Rider, der sich dann dem Thema Social Media und Storytelling verschrieben hat. Und dann sind wir darüber, über diesen Zweig darauf gekommen, dass, und ich das quasi so ein bisschen von von Beginn an miterlebt habe, wie stark auch so eine Bindung sein kann zu möglicherweise einem Unternehmen natürlich, aber auch zu einem Thema an sich. Wie stark da so eine Bindung sein kann, wenn da wirklich so eine Passion und eine Leidenschaft hinter steht, was ja erstmal so eine Grundvoraussetzung auch für Communities sein kann. Und dass man, wenn das gegeben ist, kann man, ob das jetzt die Energiebranche ist oder ganz andere Themen sind, kann man eigentlich überall Communities aufbauen. Und ich höre da schon ein oder anderen vielleicht jetzt einmal kräftig schnaufen und sagen, ne ne ne ne ne, also in meiner Branche geht das nicht. Also wir sind viel zu komplex, was wollen die Menschen denn vielleicht mit Beton. Aber wenn es in der Energiebranche geht, wenn es im Bereich Strom geht, wenn es im Bereich Netzverteilung geht, dann geht es glaube ich überall, weil die dahinter liegenden Themen, ja welche sind, die die Menschen begeistern. Und da muss man glaube ich nur genau hinhören und herausfinden, was ist so das inhaltliche Bindeglied oder möglicherweise was ist so das gemeinsame Ziel, was man dann eben nutzen kann, um so eine Community zum Leben zu erwecken.


    Absolut und da ist aus meiner Sicht, wenn man über so Dinge wie Überzeugung oder Liebe zu einem Thema spricht, dann das Ergebnis auch kein Produkt des Zufalls mehr. Ja also wenn man etwas mit Hingabe macht, das können wir total aus dem Marketing loslösen, in irgendein anderes Thema rein stecken. Es ist immer so, wenn jemand das mit Herzblut entsprechend betreibt, dann wird auch das Ergebnis gut.


    Und ich glaube das ist auch in unserem Thema heute, wenn jemand sich da wohl fühlt und sich nicht einfach so 9 to 5 einem Thema verschreibt, weil es mein Job ist, deswegen mache ich das, sondern da dann auch vielleicht so noch die letzte die letzte Facette beleuchtet, die andere nicht beleuchten, weil man einfach da bereit ist, so neudeutsch sagt man, die extra Meile zu gehen, nicht weil man genug Energie hat, das hat man in unserem Vorgespräch heute auch schon, sondern weil es einen einfach begeistert und da ist es so mühelos, ja dann diese Frage auch vollumfänglich zu beantworten oder auf das Problem, was gerade besprochen wird, entsprechend einzugehen. Ich habe in unserem, in meinem kleinen Intro über dich auch das Thema AI-Overviews kurz erwähnt, also für diejenigen, denen das jetzt nichts sagt, mit jetzt im Zeitalter von KI-basierter Suche und generierten von KI generierten Suchantworten oder Antworten auf Fragen entwickelt sich die die klassische Google-Suche, die wir bisher kennen mit den sogenannten Links in einer Ergebnisseite halt in eine ganz neue Richtung und das ist so ein bisschen auch ein Aufhänger gewesen, wie ich gesagt habe, nicht nur für uns beide, sondern alle Einzelunternehmer, die bisher halt auf SEO setzen. SEO wird deswegen nicht sterben, aber wir müssen halt schauen, dass wir auch uns unabhängig machen von einem solchen technologischen Trend, und dann auch überlegen, okay, wo können wir auf der einen Seite uns, wenn wir uns bisher auf irgendwie Leute verlassen haben, die aktiv nach uns suchen mit einem Suchbegriff, wie können wir vielleicht aber auch uns ein Stück weiter Richtung denjenigen bewegen, die in anderen Umgebungen heute ihre Fragen stellen und nach Problemen suchen. Und das war so ein bisschen auch der Aufhänger für unser Thema heute. Hast du von deiner Seite noch auch in deiner Bubble vielleicht schon mal so die Diskussion gehabt, wo Leute darüber auch sprechen und sagen, ja, Google-Optimierung, das alleine heute als sein einziges Steckenpferd oder als eigenes Pferd zu nehmen für sein Online-Marketing, das wird nicht mehr reichen. Hörst du solche, sag mal, Dinge auch bei dir im Umfeld?


    Ja, absolut. Das zum einen, zum anderen das Thema so klassisch Paid Social natürlich auch, Targeting wird irgendwie immer schwieriger, dann haben wir die Thematik mit Cookies, DSGVO-bezogen, personenbezogene Daten etc. Also es wird schon immer so ein bisschen komplexer und immer so ein bisschen schwieriger, auch vor allen Dingen ja Neukunden zu erreichen. Also stellt sich die Frage, wie kann ich da möglichst gut meine Bestandskunden auch binden und da ist zum Beispiel Community einfach ein super wesentlicher und wichtiger Hebel. Wenn wir über Communities nachsinnen oder auch gerade die aktuelle Diskussion darum so ein bisschen verfolgen, dann klingt das immer in meinen Ohren so ein bisschen danach, dass das fast schon Selbstläufer ist. Also wir machen so ein bisschen, wie so Hänsel und Gretel mäßig, wir machen so ein paar Breadcrumbs, die wir so im Wald verteilen und dann werden sie uns schon folgen oder die werden schon bei uns landen und da sozusagen so schön dieses Märchen dann am Ende auch vielleicht ist oder ausgeht, ist es das aus meiner Sicht tendenziell eher nicht, sondern Communities bedeuten wirklich intensiv in die Personen innerhalb dieser Community zu investieren und das ist jetzt für Unternehmen etwas, nehme ich so wahr, recht Ungewohntes, weil es bedeutet einen Perspektivwechsel. Die meisten Unternehmen oder auch Marketing, wie das ja häufig gemacht wird, ist sehr fokussiert auf das Unternehmen selbst. Ich möchte möglichst viel, möglichst schnell verkaufen. Ich sage dir, warum wir die tollsten, die großartigsten, die besten sind, was das Produkt alles kann und für dich lösen wird etc.


    In der meisten Kommunikation oder überwiegend von Unternehmensseite steht das Unternehmen im Vordergrund, nicht der Mensch, nicht der Kunde, nicht sozusagen das Mitglied der Community und daraus hat sich so ein bisschen so eine Bewegung etabliert und dann kam so ein bisschen marktschreierisch die Thematik, die durch unser kleines Marketing-Dorf getrieben wurde.


    Naja, wir machen jetzt user-centric und dann haben sich alle das auf die Fahne geschrieben und haben gesagt, ja genau, wir machen jetzt user-centric Content etc.


    Und das ist im Grunde genommen auch wieder nur alter Wein in neuen Schläuchen und in der letzten Konsequenz für Community, also für den Community-Aufbau wirklich die Community-Mitglieder in den Vordergrund zu stellen, das machen aus meiner Sicht die wenigsten Unternehmen. Aber das ist aus meiner Sicht dringend notwendig, um langfristig erfolgreich sein zu können, um die Zukunft des Unternehmens auch zu sichern, weil Traffic-Einkaufen ja langfristig möglich, aber teuer. Traffic-Einkaufen bis zu einem gewissen Grad auch irgendwie schwierig, weil eben wir die ganzen Tracking und Retargeting-Problematiken eben haben und dann stellt sich mir die Frage, wie sozusagen schaffe ich eine Community, mit der ich langfristig in Verbindung treten kann. Und da sind zwei wesentliche Keywords drin. Erstens langfristig und zweitens Verbindung.


    Und wenn wir eine gute Beziehung zu jemandem pflegen, dann passiert die auf Augenhöhe. Wenn wir gutes Gespräch mit jemandem haben, dann passiert das auf Augenhöhe. Dann ist jeder sichtbar innerhalb dieses Gesprächs.


    Und das ist was, wo ich glaube, da ist noch ganz viel Arbeit zu tun, für die Unternehmen da in so einen Perspektivwechsel zu gehen. Vielleicht erleben wir da jetzt auch den nächsten Paradigmenwechsel so im Marketing. Da bin ich gespannt. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn viele Unternehmen oder eben auch die Zuhörerinnen, Zuschauerinnen von unserer Folge heute sich das klar auf die Fahnen schreiben, dass der Fokus einer Community sind die Mitglieder, nicht sozusagen der Community-Betreibende.

    Kontrovers um jeden Preis?


    Ich könnte dir nicht mehr beipflichten. Was mir da gerade bei deinen Ausführungen durch den Kopf ging, Sarah, war tatsächlich eine kontroverse, also eine kontroverse Aussage. So unter dem Motto könnte man sagen und ich denke jetzt bewusst nur schwarz-weiß, nicht den Graubereich dazwischen, Unternehmen die Reichweite einkaufen sind zu faul sich um ihre Kunden online zu kümmern.


    Also online tatsächlich zu schauen, was haben sie für Probleme, welche, wie kann ich dort vielleicht auch Antworten geben, weil du sagst zwar langfristig Traffic einkaufen ist auch eine Wirtschaftlichkeitsfrage. Ja, teuer kann sein, aber wirklich kontrovers gesprochen, weil ich müsste ja Zeit und Ressourcen aufwenden, um tatsächlich meine Mitglieder der Community zu verstehen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen und dieses nicht mal negativ gemeint, dieses Händchen halten. Das ist ja richtig ressourcenintensiv und ich möchte heute auch nicht das Bild vermitteln mit dir gemeinsam, dass wir jetzt hier den neuen heiligen Graal ausgegraben haben und sagen Google brauchen wir nicht mehr und Traffic wird sowieso vom Himmel fallen. Es ist einfach nur, wie investieren wir unsere Zeit zukünftig, um weiterhin an entweder neue Geschäftskontakte zu kommen oder auch die, mit denen wir schon arbeiten, dort entsprechend weiterhin glücklich zu machen oder wie siehst du das? Also ich glaube das hat was damit zu tun mit Kurzfristigkeit und Langfristigkeit von Planung und da gibt es ja so dieses berühmt-berüchtigste, was sind denn jetzt die low hanging fruits und in so meiner Wahrnehmung ganz viele Unternehmen durch die Bank weg, bei denen ich sozusagen das Glück hatte, sie von innen oder von außen begleiten zu dürfen, arbeiten ganz viele schlaue, tolle, fantastische Menschen und immer wieder passiert es, dass unter dem Druck, unter dem Unternehmen ja auch wirtschaftlich ökonomisch stehen, die aktuelle Lage oder auch die Lage möglicherweise des letzten Jahrzehnts ist auch nicht die allereinfachste, aber da passiert immer wieder, nehme ich so wahr, die Situation, wir machen uns natürlich auf irgendwelchen Powerpoint Slides irgendwelche fancy Fünfjahrespläne, aber wenn es dann wirklich darauf ankommt, wirklich knallhart zu sagen, wir investieren jetzt, um später in drei Jahren oder in zwei, drei, fünf Jahren die Früchte zu ernten, sind die meisten zu ungeduldig oder es kommt dann doch zu viel Druck auf sie zu, dass sie sagen, okay, dann machen wir jetzt Low Hanging Fruit, muss schnell gehen, müssen schnell Ergebnisse liefern.


    Witzigerweise hatte ich heute Morgen mit meinem Bruder auch ein kurzes Gespräch über Investitionen und die Definition von Investition bedeutet schlichtweg, ich verzichte auf etwas jetzt, um später einen größtmöglichen Gewinn davon zu tragen oder einen höheren Gewinn davon zu tragen und das sehe ich in der Praxis, dass das recht wenig so gelebt wird. Ja, fancy Slides werden gebaut, aber dann wirklich zu investieren, Zeit, die Ressourcen zu investieren, wohl wissend, dass ich nicht an Tag zwei die Ergebnisse auf dem Tisch haben werde, sondern vielleicht erst nach zwölf oder 24 Monaten, das braucht schon ganz viel sozusagen Stamina, um das durchhalten zu können, um das auch gegebenenfalls durchfechten zu können gegenüber Widerstände im eigenen Unternehmen, weil machen wir uns nichts vor, du hast gerade davon gesprochen, Community ist jetzt auch nicht der heilige Gral, das heißt, es passiert natürlich auch alles im Optimalfall miteinander verbunden und verwoben mit auch allen anderen Kanälen, Marketingmaßnahmen etc. Bei Community ist es nun aber ganz faktisch so, bis eine Community läuft, dauert das zwölf bis 24 Monate und das steht im krassen Widerspruch in den meisten Unternehmen zu dieser unbedingten schnellen Ergebnisorientierung, sodass ich nicht unbedingt daran glaube, dass die Menschen, die in Unternehmen gerne Communities aufbauen, dass sie sagen, ach das machen wir nicht, weil es eine blöde Idee ist, sondern ich glaube, dass sie das nicht immer bis zur letzten Instanz durchgefochten bekommen, weil es eben länger dauert, bis man Ergebnisse sieht. Super, ich würde dann vielleicht sogar einen Appell loswerden und sagen, lasst uns den Technologiewandel, der gerade stattfindet, vielleicht als Aufsatzpunkt nehmen, genau eine Entscheidung über oder in Richtung einer Community, die wir vielleicht in der Vergangenheit mal verworfen haben, einfach noch mal neu bewerten.


    Ich sage hiermit nicht, ihr sollt das jetzt alle so machen, sondern es ist ja immer so, wenn etwas sich da draußen verändert, dann ist das eine neue Rahmenbedingung und mit den neuen Rahmenbedingungen vielleicht auch Entscheidungen, die in der Vergangenheit mal getroffen wurden, noch mal bewusst auf den Prüfstand zu stellen, wird durchaus auch eine weise Entscheidung sein.


    Ich nehme aus deiner Aussage auch mit, liebe Sarah, dass dieses, du hast vollkommen recht, also nicht nur schwarz-weiß gedacht, sondern die kontroverse Aussage, die ich gerade gebracht habe, ihr seid zu faul, kümmert euch nicht um eure Kunden, ist natürlich auch dann eine, was brauche ich schnell und was brauche ich eher perspektivisch für meine Geschäftsentwicklung und da wird auch zukünftig weiterhin das Thema, beispielsweise ich kaufe mir Traffic über Werbung ein, auch weiterhin seinen Stellenwert behalten. Das ist, glaube ich, auch allen klar. Aber diese durchaus kontroverse Frage ist durchaus eine gute Überleitung auch zu dem nächsten Teil. Ich werde in den Schonungs euch mal einen Artikel, der ist zugegebenermaßen schon ein bisschen älter und auf Englisch, über eine schöne Kampagne mitgeben und zwar ging es da 2018 darum, dass sich TikTok auf Reddit entsprechend geäußert hat und über sein Geschäftsmodell, über die Art und Weise, wie die Community, wenn man sie als TikTok-Community bezeichnen möchte, dort aufgebaut wurde, sehr viel, wie soll ich sagen, sehr viel Gegenwind bekommen hat und diese Kampagne jetzt nach vielen Jahren in der Retrospektive betrachtet, aber sehr, sehr erfolgreich war und das Unternehmen bewiesen hat, den Mut sich auf Reddit öffentlich dort zu äußern und den ganzen Widerstand, den sie geerntet haben, auch bewusst zu moderieren und dort Dinge auch richtig zu stellen, die nicht richtig verstanden wurden in erster Instanz und vielleicht können wir da noch mal kurz darauf eingehen, Sarah, wie siehst du das, wenn jemand mit Geschichten, die tatsächlich kontrovers sind oder manche Dinge, die vielleicht auch so ein bisschen am Rande der Wahrheit sind, wenn ich solche Dinge nutze, um in einer Community erst mal Gehör zu bekommen, um zu sagen, hey, ich bin hier und damit vielleicht auch so diese 12 bis 24 Monate, die du erwähnt hast, vielleicht bewusst abkürzen zu wollen, also kann ja verschiedene Perspektiven haben. Wie ist dein Blick darauf?

    Beispiele für moralisches Community Management


    Grundsätzlich beim Thema Kontroverse gibt es aus meiner Sicht so ein bisschen so zwei Bewertungsbausteine, möglicherweise kann man sagen. So der eine Baustein ist, Kontroverse bringt Reichweite. Ja, bin ich jetzt verantwortlich für eine Community, bin ich verantwortlich zum Beispiel für Social Media, für Instagram, für TikTok etc., dann kann ich natürlich für mich die Rechnung aufmachen, ich muss jetzt bis zum Ende des Monats oder das Ende des Jahres x Summe an Reichweite generieren. Wenn ich das über eine Kontroverse mache, dann kann ich den Haken hinter meinem Ziel machen.


    Super, weil ich habe Reichweite gewonnen. Das ist so der eine Bewertungsbaustein, der andere, der so ein bisschen darüber hinausgeht, auch über so rein, sagen wir mal, Zahlen- und Faktenbasierung hinausgeht, ist so die Fragestellung dahinter, möchte ich in einer Situation, in der wir uns gerade gesamtgesellschaftlich, gesamtweltlich befinden, ökonomisch, gesellschaftlich, politisch, möchte ich mit Kontroverse weiterspalten. Kann sich unsere Welt das erlauben, dass wir weiterspalten mit möglicherweise, sagen wir mal, Informationen, die recht weit weg von der Wahrheit vielleicht sind, die möglicherweise sogar falsch sind?


    Möchte ich da wirklich rein in diesen Bereich, in diesen vielleicht Graubereich, a) für meine Marke und b) als moralisch handelnder, denkender Mensch?


    Ich möchte an dieser Stelle gar nicht unbedingt alle hier einmal mit der Moralkeule belehren, aber das ist aus meiner Sicht eine Frage, die man sich als Marketeer, die man sich als Community-Verantwortlicher, als Social Media Manager*in schon auch durchaus mal stellen darf, vor allen Dingen, wenn eben die Entscheidung ist, dafür oder dagegen, ist das eine Kontroverse, die sozusagen möchte ich das in die Welt rausbringen, möchte ich dafür sorgen, dass Menschen weiter gespalten werden, dass wir weiter Grenzen aufbauen, dass wir weiter getrennt voneinander werden. Also so ein bisschen so eine moralische Perspektive. Wenn ich jetzt aber sage, na ja gut, hilft ja aber nichts, ich brauche ja die Reichweite und es funktioniert ja, aber wie kann ich das jetzt für mich so nutzen, dass ich vielleicht nicht in die Hölle komme, wenn man daran glaubt, weil ich da jetzt irgendwie am laufenden Band Kontroversen bediene. Und dann kann ich mich eben fragen, was steckt denn hinter, also was steckt denn für ein psychologisches Konzept hinter den Kontroverse? Und dann ist eben die Frage, warum zum Beispiel funktionieren eigentlich Kontroverse, warum funktionieren sozusagen politische Kandidaten oder Politiker jetzt auch aus dem US-amerikanischen Raum, warum wird solcher Content weiter konsumiert, warum hat früher die Bild-Zeitung so viel Auflage gehabt und verkauft. Und da steckt ja ein psychologisches Konzept dahinter für uns Menschen.


    Da steckt so ein bisschen so eine Sensationsgier vielleicht dahinter, da steckt ein bisschen hinter, dass wir schlechte Nachrichten eher glauben als gute Nachrichten, dass wir davon einfach tendenziell mehr konsumieren, dass wir auch so ein bisschen Grenzen für uns brauchen und das gilt für Communitys im Grunde genommen genauso, Grenzen für uns brauchen, damit wir sicher sind, wann gehören wir denn dazu und andere gehören dann eben nicht dazu. Und da haben wir jetzt aber eine Spielwiese. Also natürlich kann ich sagen, ich setze eine ganz radikale Grenze, die andere Menschen massivst ausgrenzt und für mehr Spaltung und Trennung in der Welt sorgt oder ich kann sagen, ich habe das verstanden, dieses Konzept von, ich will mich irgendwie dazugehörig fühlen, ich verstehe, hier ist eine Grenze, wenn ich darüber gehe, dann gehöre ich dazu, dann bin ich Teil der Gruppe und das kann man eben im Positiven drehen, zum Beispiel indem wir gucken, was sind denn in Bezug auf die Themen, für die wir stehen, in Bezug auf unsere Zielgruppen, die wir bespielen, was sind da so typische Lebenssituationen, zum Beispiel in Verbindung mit unseren Produkten, die diesen Personen sehr bekannt vorkommen, wo sie dann eben sagen können, ach guck mal, genau so ist es doch, genau so sieht es bei mir auch aus. Ich mache euch zwei Beispiele. Das erste geht raus an all die Hunde-Mamas und Hunde-Papas da draußen.


    Ihr kennt möglicherweise die Situation, es ist Winter, arschkalt, nachts um drei hat dein Hund plötzlich Durchfall und da musst du raus, hilft ja nichts, mitten in der Nacht, kannst dir noch schnell deine Schlappen überschmeißen und dann geht es ab nach draußen in den Park und das ist zum Beispiel so eine Situation, wo wir ganz klar sozusagen eine Grenze setzen, weil die Grenze ist, in dem Moment hast du ein Tier, ja oder nein, wenn ja, dann überschreitest du quasi die Grenze und bist Teil der Gruppe, Teil der Community. Wenn du einen Hund hattest, der schon mal Durchfall hatte, was auch wahrscheinlich ist, dann eben noch umso mehr. Das heißt, ich beschreibe eine Situation, die nicht stinklangweilig ist, sondern die so ein bisschen vielleicht diese kontrovers angehaucht ist, weil es eben nicht alles happy, alles super, alles Rainbows und Unicorns, dein Hund ist super erzogen, macht nie Blödsinn, macht immer alles richtig, ist kerngesund, hat nie Durchfall.


    Das ist ja nun nicht die Realität. Also wir gucken, wie können wir stärker an die Realität rankommen, die dann eben auch so ein bisschen das verbindende Glied sein kann der Communitymitglieder. Das heißt, wir nutzen so ein bisschen das psychologische Konstrukt von Kontroverse im Sinne von, ich habe eine Meinung, dann fühle ich mich irgendwo zugehörig, wo andere dieselbe Meinung haben, übertragen wir in einem positiven Sinne auf. Hier ist eine Lebenssituation, mit der du dich identifizieren kannst und übrigens 5000 andere Leute auch. Das ist so das eine Beispiel. Ein anderes Beispiel, das kommt aus meiner Branche, in der ich tätig bin als Social Media Geek quasi. Da gilt genau selbiges. Also ich springe an und viele von meinen KollegInnen eben auch auf Content, der skizziert, was für Herausforderungen und Schwierigkeiten wir haben, was für Pain Points wir haben, wo uns wirklich auch manchmal das Herz schwer wird oder wir uns die Haare raufen. Wer das zum Beispiel ganz toll macht, ist der liebe Kollege, da sehen wir es glaube ich schon im Bild, der liebe Nemo. Grüße gehen raus an den lieben Nemo, der ganz toll immer wieder Postings macht, in dem er die Lebensrealität und die Lebenswirklichkeit von Social Media ManagerInnen beleuchtet. Hier zum Beispiel mit einem Post die zehn nervigsten Probleme von Social Media ManagerInnen und dann hat er erst mal so seine neun aufgelistet und dann die zehn offengelassen und dann gefragt „Your turn, was sagt ihr denn dazu?“ Dann gab es ich glaube über 100, 110 Kommentare von fleißigsten Social Media ManagerInnen. Ihr seht es ein bisschen eingeblendet, die eben gesagt haben, „Mensch, das trifft genau den Nerv, ich fühle mich da jetzt total zugehörig, weil ich kann dir jetzt auch sagen, was meine Nummer zehn ist oder was die Nummer zehn aus meiner Sicht ist, was für mich eine totale Herausforderung ist, was für mich ein total nerviges Problem ist etc.“ Und das ist eben dieser Hebel, wie man ihn positiv nutzen kann zu Verbindungszwecken, denn hier fühlen sich nämlich die UserInnen, also die UserInnen auf LinkedIn, jetzt eben miteinander verbunden, weil sie eine Lebensrealität teilen und der zweite, das kommt noch sozusagen on top mit dazu, so ein kleines psychologisches Goodie, wenn man so will, ich habe zusätzlich noch das Gefühl, hey ich kann mich da auch präsentieren und zeigen und ich kann jetzt auch alle wissen lassen, dass ich auch einer von denen bin und dass ich genau weiß, worüber die reden und dass ich auch was beitragen kann, weil diese Lebensrealität, diese Arbeitsrealität ist mir zu eigen und damit kann ich mir selber jetzt hier mal schnell den Stempel auf Social Media ManagerIn oder Social Media ExpertIn geben und in die Sichtbarkeit kommen. Und das ist eben auch noch mal so ein zusätzliches psychologisches Konstrukt, was in Communities gut funktioniert, dass Menschen sind auch Teil von Communities, weil sie sichtbar sein wollen, weil sie sich gerne zeigen wollen mit ihren eigenen Gedanken, Sorgen, Nöten oder Bedürfnissen und mit diesem Hebel spielt der Nemo bei diesem Post extrem gut und auch mit einigen weiteren, mit denen er das so macht. Absolut, also wie gesagt, ich kannte das Beispiel vorher auch nicht, also so wie alle anderen, die jetzt in dem Podcast dazukommen, was ich jetzt persönlich immer unter Community Management verstehe, ist, dass sich tatsächlich auch dann, du hast mal in unserer ersten Folge diesen tollen Begriff Diskurs geprägt, ja, das heißt nicht nur irgendwie Danke zu sagen, wenn jemand was gesagt hat, sondern dass zum Beispiel sich so eine Äußerung hier beispielsweise von der von der Helena dann auch in eine, ja, wie so ein Ast verzweigt und man sagt, ja, wenn dieser Kommentar des hergibt, man tatsächlich dann sich dort auch drauf einlässt und tatsächlich in einer Frage-Antwort oder in einem Meinungsaustausch, in dem Fall, dort auf die Äußerung eines Community-Mitglieds entsprechend eingeht und das muss ja aus meiner Sicht nicht immer nur ein, ich befriedige den Informationsbedarf meines Gegenübers, sondern es aus meiner Sicht, es ist ja dann fruchtbar, wenn es für beide Seiten eine Bereicherung, nicht finanziell, sondern in dem Fall informativ bereitstellt und man sagt, jawohl, ich habe aus dieser Unterhaltung mit der Helena, die idealerweise vielleicht genauso stattfindet, wie ein Telefonat stattfinden würde, ja, auch hier entsprechend abgebildet wird und dass daraus tatsächlich auch wahre Meinungen, ja, auch andere Perspektiven und so weiter rausgearbeitet werden und man sich damit als derjenige, der hier Antworten gibt, auch natürlich indirekt positionieren kann. Wir sprechen, glaube ich, in unserem Podcast heute immer so darüber, wie können wir das aus Marketingzwecken nutzen, aber wenn wir das mal auf ein fundamentales Grundbedürfnis von uns Menschen herunterbrechen, dann ist es einfach, helfen zu wollen und dass man auch ein bisschen stolz ist, wenn man entsprechend auch sein Wissen teilen kann, ja, das macht ja was mit einem persönlich. Ich mag jetzt gar nicht so weit gehen und sagen hier, was ist mein Social Image und so weiter, das gibt ja, da gibt es ja auch genügend Lektüre zu, aber genau das aus meiner Sicht auch nachher ein gutes Community Management ausmacht, oder? Wie siehst du das? Total, also Community Management ist im Grunde genommen Räume schaffen und Räume halten und Raum sozusagen schaffe ich ja, indem ich zum Beispiel als Community betreibender Content sozusagen zum Diskurs erstmal veröffentliche, dann gibt es das technisch bedingt, auf jeden Fall auf den Social Media Plattformen, gibt es die Möglichkeit, dass eben Kommentare platziert werden können.


    Ich lade das Raum schaffen auch aktiv dazu ein, das ist so der berühmt berüchtigte Call to Action, der wahrscheinlich allen schon wieder so ein bisschen zu den Ohren rauskommt und dieser sozusagen Call to Action ist ja dann der Raumöffner, wenn man sozusagen möchte und Raum halten bedeutet dann aber natürlich in den Dialog gehen. Ich habe mich neulich tatsächlich, mich einen Vortrag gehalten, auch zum Thema Community Management und dann habe ich das Publikum was gefragt und dann habe ich mich einfach umgedreht und mit dem Rücken zu ihnen gestellt und das ist das, was die meisten Unternehmen symbolisch gesehen machen, dass sie alle gelernt haben, ja klar, wir müssen jetzt diesen Call to Action setzen, weil wir brauchen viel Engagement so und dann reagiert aber keiner mehr drauf und das ist im Grunde genommen genau wie in einem Gespräch, du fragst jemanden was und dann antwortet er dir und du drehst dich einfach mit dem Rücken zu ihm und antwortest nicht. Das würden wir in einem Dialog oder in einem Gespräch miteinander auch nicht machen, also die meisten von uns zumindest nicht und genau so ist es im virtuellen Raum in Communities exakt genau das gleiche. Wenn ich den Raum aufmache, dann tue ich gut daran, ihn auch zu halten, weil nur dann ist er überhaupt erfolgreich und dann wird er auch gerne betreten und auch immer wieder gerne betreten, weil ich dann eben in den Dialog gehe, in den Austausch gehe, weil wir vorhin das Thema Kontroversen hatten, da muss ich manchmal vielleicht auch ein bisschen Kontroverse aushalten können oder auch moderieren können, aber wichtig auf jeden Fall, dass ich dann in den Diskurs, in den Dialog gehe, weil nur darüber entsteht dann ja wirklich auch dieses Gefühl von Community, weil sonst ist es im Grunde genommen ja einfach nur eine Informationsbeschallung, also sonst ist nichts anderes als ein Broadcasting, was du dir halt irgendwie mal reinziehst, aber wirklich Community entsteht halt dann, wenn wir auch miteinander in den Austausch gehen, nicht nur übrigens Community-Betreibender und Community-Mitglied, sondern auch die Community-Mitglieder untereinander und da ist mir tatsächlich heute was passiert auf meinem eigenen LinkedIn-Account, das ist ganz blöd, ich will gar keine Werbung für meinen eigenen LinkedIn-Account machen, ich habe mich nur so wahnsinnig gefreut, weil Community mir so ein wichtiges Thema ist und dann haben unter meinem LinkedIn-Post haben sich plötzlich Menschen angefangen, miteinander zu unterhalten, das fand ich so schön, weil ich mir gedacht habe, genau das ist es ja, genau das, also es ist mir völlig wurscht, ob das auf meinem Kanal stattfindet oder irgendwo anders, darum geht es mir jetzt gar nicht um meinen Kanal insbesondere, sondern es geht mir darum, dass wir uns auch darüber freuen dürfen als Community-Betreibende, wenn Menschen untereinander anfangen zu sprechen, weil auch das sorgt ja für sozusagen für eine Dynamik im Raum, das können wir uns ja so ein bisschen vorstellen, wir haben tatsächlich einen physischen Raum, da gehen Leute rein, die Tür ist offen, Call-to-Action-Leute gehen in den Raum rein und fangen an, sich miteinander zu unterhalten, haben eine riesengroßartige Zeit miteinander, tauschen sich aus, lernen voneinander, teilen Dinge miteinander und dann gehen wir alle irgendwann nach Hause und sind total aufgeladen, haben ihre Bedürfnisse befriedigt bekommen, geht ihnen großartig, dann würden wir uns ja auch nicht in den Raum stellen und sagen, Entschuldigung, könnt ihr mal kurz leise sein, ich möchte eigentlich erzählen, ich möchte euch unterhalten, ich möchte, dass ihr nur mit mir redet, nee, im Gegenteil, ein gutes Event, eine gute Party ist doch, wenn alle miteinander Spaß haben und wenn wir das in den Kommentarspalten herstellen können, dann haben wir alles richtig gemacht.


    Ich versuche nochmal, den Bogen zu spannen zu den 12 bis 24 Monaten und das, was du vorhin auch so ein bisschen mit Ungeduld beschrieben hast, letztendlich begegnet mir das persönlich auch ganz häufig. Wir haben als Unternehmer die Notwendigkeit, hier, ich brauche den nächsten Auftrag oder ich habe hier noch eine, in Vortrag, da brauche ich noch fünf Teilnehmer oder weiß ich nicht, also man hat ein wirtschaftliches Ziel vor Augen und da dann aber auch sich einzugestehen, dass ein Community Management, wenn man damit erst anfängt und nicht die Community schon über Jahre gepflegt hat, dass das dann nicht der geeignete Kanal ist, um genau dieses kurzfristige Ziel zu erreichen, sondern dass man sagt, jawohl, wenn ich irgendwie in der Community schon die Koryphäe bin, dann kann ich irgendwann auch von diesem zeitlichen Investment auch mal wieder was abbuchen und sagen, ich gebe einfach mal den Link rein zu meinem nächsten Webinar und dann habe ich die Vorschusslorbeeren schon auf der Seite der Community Teilnehmer, die dann sagen, ja klar, da gehe ich mit rein, aber wenn ich halt ein Nobody bin oder ein unbekanntes Licht in der Community, dann habe ich halt, und so kann man es vielleicht auch sehen, einfach noch nicht genug investiert und das tatsächlich auch einfach mal so ganz pragmatisch zu sehen und zu sagen, okay, ist dann der Aufbau einer Community eine langfristige oder eher mittel- oder kurzfristige für mich, also was versuche ich gerade als Problem zu lösen, ja, das vielleicht noch mal reingeworfen. Sehr, sehr cool.


    Wir haben schon kurz über Reddit als solches gesprochen und ich würde gerne da draußen auch jetzt die Zuhörer aufrufen zu sagen, hier Reddit ist jetzt für nicht besonders viele Themen in Deutschland die Plattform, wo man hingeht.


    Das heißt hier gedanklich bitte auch mal die Plattform, die für dein, euer Thema gerade relevant ist, mal gedanklich dafür einzusetzen und zu sagen, ja, wir haben jetzt hier LinkedIn-Beispiel gezeigt, aber das kann jede andere Plattform sein, jede andere Forum, wo tatsächlich sich die Zielgruppe äußert, ihre Probleme diskutiert, wo ihr Lösungen dafür habt oder wir in dem Fall und das dann tatsächlich als Aufhänger zu nehmen. Ich würde mal mit der Frage weitermachen, was sind denn so ganz typische Fehler? Also wenn ich jetzt sage, ich habe hier meine, keine Ahnung, wir waren bei Energiebranche, ich habe irgendwas so ein PV-Forum gefunden, wo sich die, ich will mal nicht unbedingt sagen die Nerds austauschen, aber die, die sagen hier, ich habe ein Mehrfamilienhaus, ich habe eine PV-Anlage auf dem Dach und ich habe jetzt ein Thema mit, weiß ich nicht, Reinigung. Also immer ist das Ding dreckig und bringt nicht die Leistung.


    Hat jemand gute Erfahrungen gemacht? Was ist so mit Reinigungsfirmen? Machen die Installateure das selber oder in welche Richtung geht das? Und wenn wir mal das vielleicht mal so ein bisschen im Hinterkopf haben gedanklich und ich engagiere mich jetzt zum ersten Mal in so einer Community und möchte da auch als als gleichberechtigter Mitsprecher mich etablieren.

    Häufige Fehler


    Was sind denn so die Dinge, wo du sagst, absolut Finger von oder hell yes, davon mehr davon? Genau, also was, was glaube ich für Communities immer schwierig ist, sagen wir, ich bin jetzt Community-Betreibender, Zensur ist ein ganz schwieriges Thema, also generell Zensur im Internet, generell Zensur auf Social Media, generell Zensur in Communities, egal wo sie sich aufhalten, also welchen technischen Raum sie sich aufhalten. Zensieren ist immer schwierig, also gerne gucken, wie kann ich gut moderieren, was habe ich für Guidelines, also was man auf jeden Fall, wo man auf jeden Fall investieren sollte und das ist ein Fehler, der auch immer wieder passiert ist, dass die meisten Community-Betreibenden das entweder nicht haben oder denken, sie bräuchten es nicht, ist eine ganz einfache Community-Guideline, also das ist ein Raum, öffentlicher Schrägstrich, möglicherweise geschlossener, virtueller Raum, in dem Menschen zusammenkommen, dafür gibt es Regeln und diese Regeln halt einmal sozusagen auch zu manifestieren und eben auch für alle sichtbar zu platzieren, damit klar ist, nach welchen Spielregeln sprechen wir hier miteinander.


    Was ich auch mal wieder sehe ist, ganz oft sind Community-Managerinnen, die machen das ja mit wahnsinnig viel Herzblut und die wollen auch immer helfen und dass allen gut geht und dass immer Rainbows und Unicorns ist und sowieso, manchmal aber musst du halt auch jemanden wirklich in die Schranken weisen und da habe ich schon Community-Managerinnen gesehen, die so gesagt haben, „Ach nee, das ist jetzt so voll unangenehm, wenn ich dem das jetzt sagen muss, dass er sich jetzt so daneben benommen hat, ich gebe ihm noch mal eine Chance, vielleicht macht das nicht wieder“ und was dann aber passiert ist, dass Community-Mitglieder das sehen und lernen, okay, da ist immer der Horst und der Horst, der pinkelt permanent allen Leuten ans Bein und drescht da richtig drauf, dass die Community-Mitglieder dann irgendwann sagen, „Ja, weiß ich jetzt nicht, da habe ich doch keinen Bock mehr zu kommentieren, weil ich nehme ja das Risiko in Kauf, dass ich einen vom Horst drüber kriege“ und da ist eben wichtig, als Community-Betreibende auch eben sozusagen die Autorität zu haben, also die Autorität haben sie sowieso, aber die Autorität auszuführen und auszulegen und zu sagen, „Horst, so ist nicht, hier sind übrigens die Regeln, das sind die Spielregeln, du hast gerade gegen Nummer drei verstoßen, du fliegst beim nächsten Mal“ und genau, das sehe ich auch immer wieder, weil Community ist manchmal, wird so, weiß ich nicht, als das Land der Glückseligen, so ein bisschen skizziert, es sei denn, man ist die Deutsche Bahn und vielleicht nicht, ansonsten ist Community, klingt nach so was total Fluffigen, aber Community kann auch echt harte Arbeit sein und Community kann, oder bedeutet eben auch, den Raum sicher zu halten, also dafür zu sorgen, dass wir auch Menschen in die Schranken weisen. Das sind so, also würde ich mal sagen, so Zensurregeln nicht klar definieren und Autorität nicht ausspielen, sind so die häufigsten Fehler, würde ich sagen. Was ich auch immer noch mal wieder sehe, ist so der Grad an Personalisierung, der häufig auch zu wünschen übrig lässt.


    Menschen sind Teil einer Community, weil sie individuell gesehen werden wollen, weil sie individuell teilnehmen wollen und ich sehe immer wieder so copy-paste Antworten und dann denke ich mir, dann lass es lieber gleich, dann denkt sich der Julian vielleicht, ach blöd, haben sie mich diesmal vergessen, naja, nicht schlimm, aber wenn der Julian dieselbe Antwort kriegt wie die Luise, denkt sich Julian, ja Dankeschön, ich bin ja gar nichts wert, ich kriege hier nur dieselbe Sache kopiert wie die Luisa, also ich zähle hier wohl gar nichts. Also auf so copy-paste Effekte unbedingt verzichten. Der letzte Punkt, den hat man gerade auch schon ein bisschen im sozusagen Aspekt von dieser Party, sei nicht der einzige, mit dem deine Community sprechen will, sondern sorg dafür, dass du deine Community auch untereinander vernetzt, also die dürfen sich gegenseitig aushelfen, die dürfen gegenseitig voneinander lernen, die dürfen gegenseitig auch gute Gespräche führen, die müssen nicht nur immer Gespräche mit dir als Community Betreibenden führen, wichtig ist doch einfach nur, dass sie sich in dem Raum, den du öffnest und den du schaffst, dass sie sich da wohl fühlen und wenn sie sich da wohl fühlen und das dafür sorgt, dass sie sich miteinander unterhalten, umso besser. Aber da haben ganz viele Unternehmen oder Community Betreibende manchmal so ein bisschen so ein Ego-Problem, weil sie davon ausgehen, dass die Kommunikation immer sein muss, vom Betreibenden zum Community Mitglied und vergessen, dass auch die Mitglieder untereinander kommunizieren sollten. Absolut, ja, gerade in dem Austausch untereinander findet ja auch eine Qualitätsbewertung statt. Ich finde, das ist ein wichtiger Aspekt, ja, also wenn ich mich immer nur dafür lobe oder von einem und demgleichen gelobt werde, dann ist es ja immer so eine einseitige Geschichte, aber wenn die Community als Ganzes in einem Thema zustimmt oder vielleicht kontrovers dagegen hält und man dann in Summe zu einer besseren Antwort kommt, ist ja, gerade im HR-Kontext wird ja viel durch, wir brauchen diverse Teams, ja, unterschiedlichen kulturellen Background, weil wir damit zu besseren Lösungen auch für unsere Kunden kommen, aber wenn man das mal ganz klein auf so eine Community bezieht, es ist ja tatsächlich so, je mehr tatsächlich interessierte und fachkundige Leute ihren Kopf zusammenstecken, umso besser werden die Antworten. Ja, richtig cool. Ich würde hier noch ein Angebot machen. Ich habe, glaube ich, das war 2019 oder so, schon ein bisschen her, habe ich mal so Community-Spielregeln für eine Facebook-Gruppe aufgestellt und ich versuche, die mal rauszukramen. Das kann sicherlich heute jeder irgendwie mit CGPT sich selber zusammenschreiben, aber ich fände das Experiment mal ganz cool. Ich klebe das mal mit auf die Folgenseite und vielleicht kann ich dich gewinnen, Sarah, vielleicht in den Kommentaren unten auf der Folgenseite vielleicht noch den ein oder anderen Tipp dazu lassen, ob man das heute vielleicht noch genauso macht oder auch vielleicht doch ein bisschen anders, weil die Zeit sich ja auch verändert. Das wäre vielleicht noch mal eine schöne Reflektion, weil ich glaube jetzt nicht, dass das irgendwie besonders vollständig oder cool war, aber ich würde dir absolut auch deine Aussage unterschreiben, dass wenn ich diese Spielregeln und das kann jetzt eine Handvoll, ich glaube, das waren so sieben, acht, neun Regeln, wenn ich die mal aufgestellt habe und für alle zugreifbar zur Verfügung stelle, dann habe ich auch persönlich eine Sicherheit. Ich sehe das so ein bisschen wie der Schiedsrichter beim Handball, Entschuldigung, wir sind irgendwie eine Handball-Family. Wenn ich die Spielregeln nicht habe, dann kann ich mich hinterher auch nicht hinstellen und jemandem die gelbe Karte geben. Also es hat ja hier auch was damit zu tun, schaffe ich mir einen Handlungsspielraum als derjenige, der dort diese Community auch so ein bisschen kultivieren möchte, entwickeln möchte und so weiter und dann tue ich mich einfach mit solchen kurzen, prägnanten Aussagen, die jeder schnell über umreißen kann, einfach auch leichter. Ja, coole Sache. Ich hätte einen Punkt noch.

    Verlinkung auf externe Inhalte


    Ich habe bewusst in dem LinkedIn-Beitrag von dir noch mal bis nach unten gescrollt. Ich habe jetzt kein Beispiel gefunden, wo in dem Diskurs auch irgendwie so ein externer Link drin war, aber das Thema würde ich gerne mal aufgreifen. Also nicht unbedingt als Fehler, so unter dem Motto Spamming. Ich haue da irgendwelche Links rein, die mit dem Thema nichts zu tun haben oder was auch immer, sondern bewusst, wenn ich sage, ich nutze eine solche Community auch dazu, wenn ich Informationen habe, die ich in den Diskurs einbringen kann, die jetzt einfach nicht in dieses Chat-Fenster passen oder aus welchem Grund auch immer, schon auf einer anderen Webseite oder in einem anderen Forum ich schon gefunden habe, dann so Querverbindungen herzustellen.


    Vielleicht kannst du da noch mal drauf eingehen, worauf sollte man da achten, wenn man dann tatsächlich auch Informationen, die nicht in dem Forum selber verfügbar sind, sondern extern, wenn man die einbinden möchte. Also grundsätzlich, wenn wir Links platzieren zu einer externen Quelle, dann müssen wir immer gucken, dass der Klick sozusagen lohnenswert ist, für den er klicken soll. Also dass da wirklich Mehrwertinformationen auf der anderen Seite sozusagen sich befinden.


    Ich muss das, was ich möglicherweise verspreche in der Ursprungsquelle, also im Forum oder im Social Media Post, das muss ich auch einhalten. Also bitte keinen Clickbait, sondern wirklich gucken, dass Mehrwert da ist, dass Bedürfnisse befriedigt werden, dass das, was ich verspreche, dass ich das einlöse.


    Und dann gilt aber, um sich sozusagen nicht langfristig die Community zu torpedieren und nur noch so ein Distributionscenter zu sein, dann gilt, ich muss immer wieder gucken, dass ich zurück in die Community komme, beziehungsweise, dass sich die Mitglieder, die geklickt haben, auf eine externe Quelle kommen, zum Beispiel Magazinartikel, dass sie dann auch wieder sozusagen gerne zurück in die Community kommen. Also das kann ein Forum sein, das kann ganz andere technische Grundlage sein, das kann auch ein Social Media Netzwerk sein.


    Da muss ich dafür sorgen, dass sie dann weiterhin Lust haben, sich in der Community zu beteiligen. Als plastisches Beispiel sagen wir, wir haben ein Social Media Post oder ein Forums Post und es geht um zehn Tipps für XY oder es geht um zehn Zeichen, dass deine Katze dich liebt zum Beispiel. Und dann klicke ich, lese ich mir das alles durch und dann brauche ich irgendeinen Trigger, dass ich wieder zurückkomme in die Konversation, die sich dann eben innerhalb der Community zu dem Thema entspinnen soll. Heißt also, ich brauche einen Call to Action, der das ganz klar deutlich macht, im Sinne von, sag mir, was dein Highscore ist, wie viel Punkt hast du, was ist dein Tipp, der auf der Liste unbedingt noch fehlt, teil ihn mit den anderen, lasst uns über Tipp 1 bis 10 diskutieren, was fehlt noch, was fehlt nicht etc. Also ich muss direkt in meinen Call to Action, in meiner sozusagen Anweisung direkt reingeben. Danach übrigens, wenn du diese Information hast, wenn du es gelesen hast, dann geht es übrigens in der Community weiter und dann können wir uns alle miteinander austauschen.


    Genau, das ist wichtig, damit die Community weiter lebendig wird und nicht einfach so, ich kriege die Info, klicke drauf, lese es mir durch und dann bin ich weg und mache was ganz anderes, sondern ich bleibe weiterhin mit der Community verbunden.


    Also das ist ein toller Hinweis, gerade wie du es jetzt im zweiten Anlauf auch beschrieben hast. Ich war jetzt erst auf den Trichter, naja, wenn der jenige in dem Magazinbeitrag gelandet ist, soll ich ihm dann dort den Rückweg in die Community anbieten oder in das Forum oder wie du es dann richtig gesagt hast, natürlich auch schon bevor er auf den Link geklickt hat, dass dann klar ist, was ist die Erwartungshaltung, dass mit der Zusatzinformation, die extern liegt, dann derjenige auch zurückkommt und die Unterhaltung in dem Forum auch bereichern kann damit. Das ist so ein bisschen der Gedanke, der da mitschwingt.

    Abschliessender Tipp von Sarah


    Ja, sehr cool. Noch irgendeinen Tipp, liebe Sarah, den du mitgeben möchtest, den wir vielleicht noch vergessen haben, den wir noch nachschieben können?


    Also grundsätzlich darf Community auch total Spaß machen, also Spaß am Austausch mit Menschen, Spaß am Dialog und ein Angebot, lieber Jan, auf das du mich festnageln darfst. Ich kann es dann vielleicht auch direkt in die Show Notes packen oder ich schicke dir die Infografik. Ich habe eine Checkliste mit Erfolgsfaktoren für richtig gutes Community Management. Das teile ich gerne für alle, damit ihr euch das in eure Gehirnwindungen tackern könnt oder auch sonst im Zweifelsfall irgendwo hinhängen könnt, dass ihr euch daran erinnert, was die zehn goldenen Erfolgsfaktoren für gutes Community Management sind.


    Sehr geil. Da musst du mich nicht lange überzeugen. Nehmen wir auf in die Show Notes.


    Wenn du möchtest, genauso wie auch bei der letzten Folge, würde ich wieder den Link zu deinem LinkedIn-Profil und auch zur Webseite mit aufnehmen, so dass wir da, auch wenn Fragen sind oder Interesse am Austausch, wir hier eigentlich mit gutem Beispiel vorangehen und sagen, schaut mal hier, da könnt ihr dann mit mit dir auch zu deinem Community-Thema in den Austausch treten. Sehr, sehr cool.


    Dann würde ich sagen, liebe Sarah, danke für das energiegeladene Gespräch.


    Im besten Sinne. Du hast gezeigt, aus meiner Sicht zumindest, dass mit echten Communities nicht nur vor dem Hintergrund von Reichweite entstehen dürfen, sondern wenn sie mit Herzblut entstehen, dass damit dann auch viel Vertrauen, ja auch Resonanz in welche Richtung auch immer und auch ja kluge Aussagen, kluge Ideen entstehen, die mir dann als Unternehmer oder als Unternehmen dann auch einen Mehrwert bringen. Ich wünsche dir für deine Arbeit in dem Bereich weiterhin total viel Erfolg, dass deine Ideen weite Kreise ziehen und zukünftig nicht nur dann als gestreuter Content, sondern damit auch echte Verbindungen entstehen für dich und deine Mitmenschen. Ja, ganz vielen Dank für deine Zeit und ich hoffe, dass wir damit ein paar Hinweise geben konnten, dass wir mit ein bisschen Weiterdenken uns nicht unbedingt von einem Google-Algorithmus abhängig machen müssen und tatsächlich auch, dass es andere Wege gibt, vielleicht auch über ein Herzensthema, dann an neue Kontakte oder an eine Bindung zu bestehenden Kunden zu schaffen. Vielen Dank, dass du dabei warst.


    Vielen, vielen Dank, dass ich nochmal vorbeikommen durfte und über mein absolutes Herzensthema sprechen darf. Ich freue mich über ganz viele sprießende, erfolgreiche Communities von den Zuschauerinnen und Zuhörerinnen da draußen und wünsche einfach jedem, der heute zugehört hat und der gesagt hat, Community, das ist ab jetzt mein Ding, wünsche ich dir, lieber Zuhörer, liebe Zuhörer*innen, ganz viel Spaß mit deiner Community. Ich danke dir.

    Resümee


    Was hat uns Sarah mitgegeben? Auf der einen Seite, dass der Community-Aufbau kein Sprint, sondern eine strategische Investition ist. Vor allem investieren wir Zeit und können damit den abnehmenden SEO-Traffic ausgleichen.


    Statt kurzfristiger Klicks geht es jedoch eher um echte Verbindungen über nutzerzentrierte Inhalte und auf den richtigen Plattformen, bei denen Mitglieder nicht nur Inhalte konsumieren, sondern dort auch die Community mitgestalten wollen. Besonders spannend fand ich ihren Blick auf Foren und damit verbunden, wie wir Solo-Unternehmer*innen dort sichtbar werden können, ohne aufdringlich zu wirken. Auch das Beispiel, was sie uns bezüglich Nivo, Flinkdien gezeigt hat oder das Beispiel, was sie aus der Hunde-Community dort zum Besten gegeben hat. Ich glaube, darauf kann man sehr gut gedanklich aufbauen. Ihr Credo? Wer heute in Beziehungen investiert, erntet zukünftig Vertrauen, Sichtbarkeit und damit natürlich auch einen neuen Zugang zu potenziellen neuen Kunden beziehungsweise auch zu Folgegeschäften für bestehende Kunden. Was sind deine Erfahrungen? Hast du schon mal eine Community aufgebaut oder bist gerade dabei? Wenn dem so ist, dann schreibt mir einfach an jan@webgefährte.de. Ich freue mich riesig auf jede Rückmeldung. Bleib neugierig und offen für Neues. Mir gewogen bis zur nächsten Folge und bis dahin eine gute Zeit mit allzeit guten Rankings.

    Dein Jan Czichos

    Folge als Video

    Folge 051 – Über Online Communities Traffic generieren als Video.

    Show notes

    Begriffsklärung:

    • AI Overviews sind automatisch generierte Zusammenfassungen von Suchergebnissen, die von Suchmaschinen wie Google bereitgestellt werden. Für Einzelunternehmer wird es dadurch noch wichtiger, präzise und hilfreiche Inhalte zu liefern, um in diesen Übersichten sichtbar zu sein.
    • Be Helpful First ist ein Content-Prinzip, bei dem der Mehrwert für den Nutzer stets vor Verkaufsabsichten steht. Einzelunternehmer, die so agieren, bauen langfristig Beziehungen und Vertrauen auf.
    • Eine prägnante und klare Anweisungen oder Handlungsaufforderung (engl. „Call to Action – CTA„), die dazu dient, Nutzer zu einer bestimmten Handlung zu bewegen. Beispiele für eine Handlungsaufforderung:
      – Klicke auf den Link
      – Fülle das Formular aus
      – Abonniere den Newsletter
      – Kauf das Produkt
    • „Klickköder“ (engl. clickbait) sind reißerische Überschriften oder Vorschauen, die mehr versprechen, als der Inhalt hält. Auch wenn Einzelunternehmer damit kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen, schadet es langfristig der Glaubwürdigkeit und Kundenbindung.
    • Co-Creation beschreibt die gemeinsame Inhaltserstellung mit Kunden, Partnern oder der Community. Diese Methode fördert Authentizität und stärkt die Kundenbindung, gerade im Online-Marketing von Einzelunternehmern.
    • Eine aktive Community bietet Einzelunternehmern wertvolle Netzwerkmöglichkeiten und den Austausch mit Gleichgesinnten.
    • Effektives Community Management fördert die Interaktion und stärkt den Zusammenhalt innerhalb der Community, was langfristig den Erfolg des Einzelunternehmens unterstützt.
    • Community-Guidelines sind Verhaltensregeln, die den respektvollen Umgang und die thematische Relevanz in Online-Communities sichern sollen. Für Einzelunternehmer sind sie der Rahmen, in dem sie sichtbar sein dürfen, ohne verwarnt oder gesperrt zu werden.
    • Der Google Algorithmus ist ein Bewertungssystem, das darüber entscheidet, auf welchem Rang die Seite bei einer Suche gelistet wird, also wie weit oben sie bei den Ergebnissen erscheint.
    • Keyword Targeting bezieht sich darauf, bestimmte Wörter oder Phrasen auszuwählen, die potenzielle Kunden in Suchmaschinen eingeben, um Produkte oder Dienstleistungen zu finden. Durch die gezielte Verwendung dieser Keywords in der Website-Inhalte und Meta-Tags können Online-Shops ihre Sichtbarkeit in den Suchergebnissen erhöhen und relevante Kunden anziehen.
    • Eine Kontroverse ist ein bewusst gesetzter Gegensatz oder ein polarisierendes Thema, das Diskussionen anregt. Richtig eingesetzt, erzeugt sie Aufmerksamkeit und kann die Reichweite von Einzelunternehmern massiv steigern.
    • Link-Dropping bezeichnet das gezielte Platzieren von URLs in Kommentaren, Foren oder Gruppen – oft ohne inhaltlichen Mehrwert. Einzelunternehmer riskieren damit Reputationsverlust, sollten stattdessen auf echten Austausch und organische Empfehlungen setzen.
    • Durch Personalisierung werden Marketinginhalte auf individuelle Interessen, Bedürfnissen und Verhalten von Nutzern bzw. Lieblingskunden angepasst.
    • Rainbow & Unicorn steht sinnbildlich für überzuckerte Marketingversprechen, die zu schön sind, um wahr zu sein. Einzelunternehmer sollten sich davon abgrenzen, um mit realistischen Angeboten und echter Lösungskompetenz Vertrauen aufzubauen.
    • Die Reichweite beschreibt die Anzahl der Personen, die mit einem bestimmten Inhalt erreicht werden können. Einzelunternehmer sollten auf dessen Maximierung abzielen, um die Effektivität ihrer Marketingkampagnen und Social-Media-Aktivitäten zu steigern.
    • Sichtbarkeit beschreibt, wie oft und wie gut ein Unternehmen oder eine Marke online gefunden wird. Für Einzelunternehmer ist hohe Sichtbarkeit entscheidend, um Kunden ohne großes Werbebudget zu erreichen.
    • Story Telling ist ein Ansatz, um Inhalte so zu gestalten, dass sie den Leser fesseln und emotional ansprechen, was die Bindung zur Marke stärkt.
    • Traffic bezeichnet die Besucherzahl auf einer Website, die durch verschiedene Marketingkanäle generiert wird. Mehr Traffic bedeutet für Einzelunternehmer höhere Chancen auf Kundengewinnung und Umsatzsteigerung.
    • Nutzerzentrierte Inhalte (engl. user centric content) stellt die Bedürfnisse, Fragen und Probleme der Nutzer konsequent in den Mittelpunkt. Einzelunternehmer steigern damit Relevanz, Vertrauen und SEO-Ranking zugleich.
    • Zensur z. B. in Foren bedeutet das Entfernen oder Blockieren von Beiträgen, die gegen Regeln oder Meinungen der Betreiber verstoßen. Für Einzelunternehmer kann das Einschränkung oder Schutz bedeuten – je nachdem, wie offen oder eng Community-Richtlinien ausgelegt sind.

    Erwähnte Foren und Community Plattformen:

    • Reddit ist eine internationale Plattform für Community-Diskussionen, strukturiert in thematische Foren – sogenannte Subreddits. Einzelunternehmer finden dort wertvolle Einblicke in Nischen-Communities, können Trends frühzeitig erkennen und gezielt mit authentischem Content sichtbar werden.
    Bonusmaterial

    Reichweite und Traffic generieren: Moralisch statt polarisieren

    Diese Tabelle ergänzt das Gespräch zwischen Sprungmarke 13:48 und 34:10 min.

    Diese Regeln ergänzt das Gespräch zwischen Sprungmarke 42:13 und 48:45 min.

    Diese Checkliste ergänzt das Gespräch zwischen Sprungmarke 53:10 und 53:51 min.

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